WM, Mexiko

Mexiko mit perfekter Bilanz - WM für Tschechien vorbei

25.06.2026 - 04:57:31 | dpa.de

Auch gegen Mexiko enttäuscht Tschechien. Die erste WM-Teilnahme seit 20 Jahren wird zur Komplett-Blamage. Dagegen geht die «Fiesta Mexicana» weiter.

  • Drei Spiele - drei Siege: Mexikos perfekte Bilanz.  - Bild: Silvia Izquierdo/AP/dpa
    Drei Spiele - drei Siege: Mexikos perfekte Bilanz. - Bild: Silvia Izquierdo/AP/dpa
  • Die Atmosphäre war respekteinflößend. - Bild: Natacha Pisarenko/AP/dpa
    Die Atmosphäre war respekteinflößend. - Bild: Natacha Pisarenko/AP/dpa
  • Die ganze WM für Tschechien: Einfach zu spät am Ball. - Bild: Eduardo Verdugo/AP/dpa
    Die ganze WM für Tschechien: Einfach zu spät am Ball. - Bild: Eduardo Verdugo/AP/dpa
Drei Spiele - drei Siege: Mexikos perfekte Bilanz.  - Bild: Silvia Izquierdo/AP/dpa Die Atmosphäre war respekteinflößend. - Bild: Natacha Pisarenko/AP/dpa Die ganze WM für Tschechien: Einfach zu spät am Ball. - Bild: Eduardo Verdugo/AP/dpa

Mitgastgeber Mexiko hat mit einer perfekten Vorrunden-Bilanz die WM-Euphorie im Land weiter befeuert und das sieglose Tschechien nach Hause geschickt. «El Tri» gewann im legendären Aztekenstadion in einem lange Zeit zähen Spiel 3:0 (0:0) gegen die mit Bundesliga-Power angereisten Osteuropäer. 

Zunächst traf WM-Debütant Mateo Chavez (55.), nur sechs Minuten später erhöhte Julián Quiñones. In der Nachspielzeit war Álvaro Fidalgo (90.+4) erfolgreich. Bei den Tschechen schmorte Torjäger Patrik Schick über 60 Minuten auf der Bank. 

Die WM-Bilanz der Tschechen 20 Jahre nach dem Vorrunden-Aus ist verheerend: Nur ein Punkt. In der Gruppe A belegen sie den letzten Platz. Mexiko stand schon vor dem dritten Sieg im dritten Spiel ohne Gegentor als Gruppensieger fest.

Und so konnte Trainer Javier Aguirre zumindest bei einem großen Fußball-Volksbegehren nachgeben: Zum ersten Mal durfte Wunder-Teenager Gilberto Mora mit 17 Jahren von Beginn an ran. Einen Ehreneinsatz von Keeper Guillermo Ochoa bei dessen sechster WM mit bald 41 Jahren hatte Aguirres Plan trotz insgesamt fünf Startelfwechseln gegen die bisher so enttäuschenden Tschechen erstmal nicht vorgesehen. Raúl Rangel blieb im Tor. Der Coup kam aber kurz vor Schluss. 

Respekteinflößend war nur die Atmosphäre

Platz 1 hatte «El Tri» schon mit dem 1:0 gegen Südkorea klargemacht, den Auftakt hatte Aguirres Mannschaft 2:0 gegen Südafrika gewonnen. Und die Aussicht auf erstmals drei mexikanische Gruppensiege befeuerte Fans und Mannschaft gleichermaßen. Entsprechend respekteinflößend war zumindest die Atmosphäre im geschichtsträchtigen Aztekenstadion. 

Für Tschechien, das jeweils nach Führung 1:2 gegen Südkorea verloren und 1:1 gegen Südafrika gespielt hatte, gab es nur eine Option, um nicht nach drei Spielen abreisen zu müssen, und die hieß: Gewinnen. Leverkusens Patrik Schick musste zunächst auf die Bank, in die Angriffszentrale rückte Hoffenheims Adam Hlozek, und neu in die Mannschaft kam Denis Visinsky von Viktoria Pilsen. 

Und der 23-Jährige begann furios bei seinem WM-Debüt: Mit einem feinen Linksschuss verpasste Visinsky knapp das Tor - die 80.380 Zuschauer schnappten erstmal nach Luft. Danach versuchte er es mal mit einem Weitschuss (15.), mal mit einem frechen Solo (27.).

Irgendwann durfte auch Schick noch ran

Doch die Herrlichkeit der Tschechen war damit auch schon wieder vorbei. Die Mexikaner ließen stattdessen ein paar Mal durchblicken, wer im Aztekenstadion zu Hause ist. Israel Reyes per Fallrückzieher (37.) oder binnen einer Minute Jorge Sanchez und Roberto Alvarado (39.) gelang aber kein Treffer. Die Fans hatten sich deutlich mehr erhofft, es gab Pfiffe zur Pause.

Das änderte sich aber mit dem Doppelschlag: Einen Konter schloss Chavez ab. Quiñones, der das erste Tor dieser WM erzielt hatte, legte in bester Abstauber-Manier nach. Und dann sah Tschechens Trainer Miroslav Koubek die Zeit für Schick gekommen. Mexikos Aguirre antwortete: Er brachte Ochoa in der 78. Minute, und das Stadion wurde wieder zum Gänsehauttempel. Groß eingreifen musste der bald 41 Jahre alte designierte Fußball-Rentner nicht, gefeiert wurde er trotzdem.

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