Ukrainer Heraskewytsch rechnet nicht mehr mit Olympia-Start
13.02.2026 - 13:09:22Nach der Anhörung im Eilverfahren um seinen Ausschluss von den olympischen Skeleton-Wettbewerben geht der Ukrainer Wladislaw Heraskewytsch nicht mehr von einer nachtrĂ€glichen Teilnahme aus. «Das hat sich erledigt», sagte er in Mailand umhĂŒllt von einer ukrainischen Flagge.Â
In einer rund zweieinhalbstĂŒndigen Anhörung vor der Ad-hoc-Kommission des Internationalen Sportgerichtshofs Cas kĂ€mpfte er gegen die Entscheidung des zustĂ€ndigen Weltverbandes IBSF, ihn von den Rennen in Cortina d'Ampezzo auszuschlieĂen.
Heraskewytsch: «Ich bereue nichts»
Der Ausgang in dem Eilverfahren ist weiter offen. Heraskewytsch ist davon ĂŒberzeugt, dass der Cas zu seinen Gunsten entscheiden werde. Der Ukrainer plant aber nicht mehr, ins olympische Dorf nach Cortina d'Ampezzo zurĂŒckzukehren. «Von Tag eins an habe ich gesagt, dass ich glaube, dass ich im Recht bin», erklĂ€rte Heraskewytsch. «Ich bereue nichts.»
Hoffen auf schnelles Urteil
Entschieden wird der Fall von einer Schiedsrichterin, der deutschen RechtsanwĂ€ltin Annett Rombach. «Wir hoffen, dass wir heute ein Urteil verkĂŒnden können. Aber es ist schwer zu sagen, wann», sagte Matthieu Reeb, der Cas-Generaldirektor. Vor Ort waren Heraskewytsch und sein Vater sowie Vertreter des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), zudem sollten per Video Vertreter des Weltverbandes IBSF und der Rechtsbeistand des Athleten zugeschaltet werden.
Hintergrund war, dass Heraskewytsch sich geweigert hatte, auf das Tragen eines vom IOC verbotenen Helms mit Bildern von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen zu verzichten.
Das IOC untersagt politische Botschaften wÀhrend der WettkÀmpfe und hatte den Ukrainer mehrfach aufgefordert, einen anderen Helm zu verwenden. Der 27-JÀhrige argumentiert, es habe bereits Àhnliche FÀlle bei Olympia ohne drastische Sanktionen gegeben, und sieht keinen Regelbruch.
Erst noch Hoffnung auf RĂŒckkehr in laufenden Wettbewerb
Heraskewytsch verlangt vor dem Cas die Aufhebung der Entscheidung und seine sofortige Wiederzulassung zu den Winterspielen. Sein Ziel sei es ursprĂŒnglich noch gewesen, doch noch am Skeleton-Wettbewerb teilzunehmen.
Allerdings wurden die ersten beiden LĂ€ufe bereits am Donnerstag absolviert. FĂŒr heute Abend ab 19.30 Uhr ist die Medaillenentscheidung mit den LĂ€ufen drei und vier geplant.
«FĂŒr mich es ist jetzt natĂŒrlich schwer nachzuvollziehen, wie wir das umsetzen können», hatte Heraskewytsch noch vor der Anhörung auf die Frage geantwortet, wie er denn doch noch in den Wettbewerb einsteigen könne. Vielleicht mĂŒsse man die ersten beiden LĂ€ufe annullieren oder er selbst mĂŒsse mehrere LĂ€ufe an einem Tag bestreiten, sagte der Ukrainer.
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