Neues Rodel-Traumpaar Taubitz und Langenhan
25.02.2024 - 13:11:29Innig kĂŒsste Julia Taubitz die Kristallkugel, Max Langenhan nahm die TrophĂ€e des Weltcup-Dominators mit schmerzverzerrtem Gesicht in Empfang. «Toll, dass ich den Gesamtweltcup gewonnen habe, aber die Freude ist aufgrund der Schmerzen noch ein wenig verhalten», kommentieret der dreimalige Weltmeister in Sigulda. Julia Taubitz, mittlerweile fĂŒnfmalige Weltmeisterin, sagte: «Das war meine beste Saison.»
Am vorletzten Rodel-Wochenende sicherten sich die SĂ€chsin und der ThĂŒringer die prestigetrĂ€chtige Wertung. Julia Taubitz stand in jedem der elf Weltcup-Rennen auf dem Podest, zum sechsten Mal schaffte sie es am Sonntag im Sprintrennen ganz nach oben. Dieses KunststĂŒck gelang Max Langenhan nicht - bei insgesamt sechs Erfolgen kam er im Sprint gehandicapt als Vierter erstmals nicht unter die ersten Drei. Er sicherte sich aber, genau wie Julia Taubitz, auch die Weltcup-Sprintwertung.
Langenhan kann trotz RĂŒckenverletzung starten
Bereits zuvor hatten die 27-JÀhrige und der 25-JÀhrige die Gesamtwertung mit jeweils dritten PlÀtzen im traditionellen Einsitzer gewonnen. Die Siege in der Eisrinne von Sigulda holten sich zwei andere Deutsche: Ex-Weltmeisterin Anna Berreiter schaffte am Samstag ihren ersten Saisonsieg, am Sonntag feierte der dreimalige Olympiasieger Felix Loch gleich zwei Erfolge. Nach seinem Einsitzer-Erfolg, seinem ersten Sieg seit Dezember 2022, setzte sich der 34-JÀhrige auch im Sprint durch. «Jetzt endlich mal wieder ganz oben zu stehen, ist schön und freut mich», sagte er. 52 Weltcuprennen hat Loch nun gewonnen.
Sein Teamkollege Langenhan hatte sich im ersten der beiden Einsitzer-LĂ€ufe am RĂŒcken verletzt - sein Start hing am seidenen Faden. «Ich kann mich kaum bewegen», klagte er. Auch weil sein schĂ€rfster Konkurrent Jonas MĂŒller aus Ăsterreich stĂŒrzte, setzte sich Langenhan auf seinen Schlitten und brachte seine Rodel-Mission erfolgreich zu Ende.
Starke Bilanz der deutschen Rennrodlerinnen
Dass sie den Gesamtweltcup gewonnen hat, hatte Julia Taubitz zunĂ€chst gar nicht mitbekommen. «Ich rechne ja nie mit», sagte sie. Im Frauen-Einsitzer setzte sie eine eindrucksvolle Erfolgsserie fort. Seit 1999 haben ausschlieĂlich deutsche Rennrodlerinnen den Gesamtweltcup gewonnen.
Im Damen-Doppelsitzer fĂŒhren die Italienerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer (865) nach ihrem Sprint-Sieg am Samstag vor Dajana Eitberger/Saskia Schirmer (801) und Jessica Degenhart/Cheyenne Rosenthal (795). Nach ihrem Sigulda-Erfolg am Samstag kam das Duo am Sonntag nach einem Sturz nicht ins Ziel.Â
Im MĂ€nner-Doppelsitzer liegen die sechsmaligen Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt nach zwei zweiten PlĂ€tzen vor dem letzten Saison-Rennen am nĂ€chsten Wochenende in Sigulda bereits 96 Punkte hinter den Ăsterreichern Thomas Steu/Wolfgang Kindl und haben praktisch keine Chance mehr auf ihren sechsten Gesamtweltcup.





