NFL, USA

St. Brown feiert mit Gruß an Trump - Von Gegner geschlagen

10.11.2025 - 10:06:22

Donald Trump besucht ein Hauptrunden-Spiel der NFL. Ein Deutsch-Amerikaner bejubelt seinen Touchdown mit einem Gruß in Richtung TribĂŒne. SpĂ€ter Ă€ußert er sich zu einem unsportlichen Zwischenfall.

  • Blick aus der Air Force One beim Tiefflug ĂŒber dem Stadion der Washington Commanders. - Foto: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

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  • Amon-Ra St. Brown bejubelte seinen Touchdown mit einem Gruß an US-PrĂ€sident Donald Trump, der sich das Spiel vor Ort anschaute. - Foto: Stephanie Scarbrough/AP/dpa

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  • US-PrĂ€sident Donald Trump kam etwas verspĂ€tet im Stadion an. - Foto: Nick Wass/FR67404 AP/dpa

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Blick aus der Air Force One beim Tiefflug ĂŒber dem Stadion der Washington Commanders. - Foto: Manuel Balce Ceneta/AP/dpaAmon-Ra St. Brown bejubelte seinen Touchdown mit einem Gruß an US-PrĂ€sident Donald Trump, der sich das Spiel vor Ort anschaute. - Foto: Stephanie Scarbrough/AP/dpaUS-PrĂ€sident Donald Trump kam etwas verspĂ€tet im Stadion an. - Foto: Nick Wass/FR67404 AP/dpa

Erst auffĂ€llig gejubelt, spĂ€ter geschlagen: NFL-Profi Amon-Ra St. Brown stand beim 44:22 seiner Detroit Lions gegen die Washington Commanders gleich mehrfach im Mittelpunkt. ZunĂ€chst feierte der Deutsch-Amerikaner seinen achten Touchdown in dieser Saison mit einem Gruß an US-PrĂ€sident Donald Trump. Der 26 Jahre alte Footballer zeigte ein paar Tanzschritte, die stark an jene erinnerten, die Trump hĂ€ufiger bei Wahlkampfveranstaltungen gemacht hatte. Zuvor hatte St. Brown in Richtung TribĂŒne gezeigt.

SpĂ€ter sorgte eine weitere Szene mit St. Brown fĂŒr Wirbel: Im zweiten Viertel schlug ihm Gegner Daron Payne mit der rechten Hand gegen den Helm. Payne wurde daraufhin des Feldes verwiesen. «Zwei SpielzĂŒge zuvor hatten wir eine kleine Rangelei, hin und her. Dann haben wir gepunktet und ich bin zu ihm gegangen. Ich habe etwas zu ihm gesagt, nichts VerrĂŒcktes, und dann hat er beschlossen, auf mich loszugehen», wurde St. Brown vom Sportsender ESPN zitiert.

Buhrufe fĂŒr Trump

Den Jubel im ersten Viertel hatte Trump nicht live gesehen. Er war zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf seinem Platz angekommen. Die Air Force One, das Flugzeug des US-PrĂ€sidenten, war erst Minuten zuvor im Tiefflug ĂŒber das Stadion der Commanders geflogen. 

«Ich habe mitbekommen, dass Trump beim Spiel sein wird», sagte St. Brown nach Angaben der «Detroit News». «Ich weiß nicht, wie oft der PrĂ€sident bei einem Spiel sein wird, also habe ich mich dazu entschieden, etwas Spaß zu haben.» Als Trump auf der Videoleinwand im Stadion gezeigt wurde, buhte ein Teil der Zuschauer ihn aus.

Trump-Dance war vor einem Jahr bereits populÀr in der NFL

St. Browns Touchdown war fĂŒr die Lions der zweite des Abends, zuvor hatte bereits Runningback Jahmyr Gibbs fĂŒr Detroit gepunktet. Beim Sieg ĂŒberzeugte Quarterback Jared Goff mit drei Touchdown-PĂ€ssen und einem Raumgewinn ĂŒber 320 Yards ohne Fehlpass. Gibbs beendete die Partie mit zwei Touchdowns.

St. Brown ist nicht der erste NFL-Spieler, der Trumps etwas ungelenke Tanz-Bewegungen imitierte. Vor allem in den Wochen unmittelbar nach dem Wahlsieg vor einem Jahr ahmten NFL-Profis den sogenannten Trump-Dance beim Jubeln nach.

US-PrÀsidenten bei NFL-Spielen sind eine absolute Seltenheit

Nach Angaben von US-Medien unter Berufung auf die NFL ist Trump erst der dritte amtierende US-PrĂ€sident, der ein Hauptrundenspiel in der National Football League persönlich vor Ort angeschaut hat. Vor ihm hatten das nur Richard Nixon 1969 und Jimmy Carter 1978 gemacht. Trump gab dem ĂŒbertragenden Sender Fox wĂ€hrend der Partie ein Interview, kommentierte Spielszenen und sagte auf die Frage, warum er Sport so sehr möge: «Ich liebe es einfach, es ist ein Mikrokosmos des Lebens. Es ist ein bisschen wie das Leben: das Gute, das Schlechte und das HĂ€ssliche.»

Trump hat seit dem Beginn seiner zweiten Amtszeit als PrĂ€sident bereits einige Sport-Events besucht, darunter den Super Bowl zwischen den Kansas City Chiefs und den Philadelphia Eagles zum Ende der vergangenen Saison, die US Open im Tennis sowie den Ryder Cup im Golf. Die Sicherheitsvorkehrungen mĂŒssen jedes Mal massiv erhöht werden.

Trump will Namensgeber des neuen Commanders-Stadions werden

Aus dem Weißen Haus hatte es zuletzt Äußerungen gegeben, denen zufolge Trump das neue Stadion der Commanders nach sich benannt haben will. «Das wĂ€re ein schöner Name, denn es war PrĂ€sident Trump, der den Wiederaufbau des neuen Stadions ermöglicht hat», sagte Sprecherin Karoline Leavitt vor wenigen Tagen dem Portal «The Hill» und ESPN. Ein hochrangiger Vertreter des Weißen Hauses wurde von ESPN zudem mit den Worten zitiert: «Das ist es, was der PrĂ€sident will. Und es wird wahrscheinlich auch so kommen.»

Das neue Stadion soll vor allem der Football-Mannschaft Washington Commanders als HeimstĂ€tte dienen. Es ist mit rund 65.000 PlĂ€tzen geplant und soll am östlichen Stadtrand auf dem GelĂ€nde des verfallenden RFK-Stadiums entstehen. Die Kosten werden auf rund 3,7 Milliarden US-Dollar (3,2 Milliarden Euro) veranschlagt. Im Zuge des Projekts ist zudem eine umfassende Neugestaltung des Viertels vorgesehen – mit GeschĂ€ften, Wohnungen und GrĂŒnflĂ€chen.

Das bisherige Stadion am Anacostia-Fluss, etwa drei Kilometer vom Kapitol entfernt, ist nicht mehr nutzbar. Die Commanders spielen seit 1996 nicht mehr dort, sondern im Northwest Stadium im benachbarten Bundesstaat Maryland.

@ dpa.de