DĂ€nemark, Achtelfinalgegner

DĂ€nemark deutscher Achtelfinalgegner - Erinnerungen an 1992

25.06.2024 - 22:56:10

Julian Nagelsmann und seine Nationalspieler mĂŒssen lange warten, bis sie ihren Gegner kennen. DĂ€nemark behauptet in einer spannenden Schlussphase Rang zwei. Die Paarung weckt EM-Erinnerungen.

  • Das 0:0 reichte fĂŒr DĂ€nemark um Joachim Andersen (v) zu Platz zwei. Dusan Vlahovic (o) schied mit Serbien aus. - Foto: Daniel Löb/dpa

    Daniel Löb/dpa

  • Tennisstar Novak Djokovic (M.) feuerte Serbien von der TribĂŒne aus an. - Foto: Daniel Löb/dpa

    Daniel Löb/dpa

  • Ein Treffer fĂŒr die DĂ€nen wurde zu Recht nicht gegeben. - Foto: Peter Kneffel/dpa

    Peter Kneffel/dpa

  • DĂ€nemarks Trainer Kasper Hjulmand zitterte an der Seitenlinie mit seinem Team. - Foto: Daniel Löb/dpa

    Daniel Löb/dpa

  • Serbiens Srdjan Mijailovic (l) und der DĂ€ne Joakim Maehle gehen beide mit vollem Einsatz zum Ball. - Foto: Daniel Löb/dpa

    Daniel Löb/dpa

Das 0:0 reichte fĂŒr DĂ€nemark um Joachim Andersen (v) zu Platz zwei. Dusan Vlahovic (o) schied mit Serbien aus. - Foto: Daniel Löb/dpaTennisstar Novak Djokovic (M.) feuerte Serbien von der TribĂŒne aus an. - Foto: Daniel Löb/dpaEin Treffer fĂŒr die DĂ€nen wurde zu Recht nicht gegeben. - Foto: Peter Kneffel/dpaDĂ€nemarks Trainer Kasper Hjulmand zitterte an der Seitenlinie mit seinem Team. - Foto: Daniel Löb/dpaSerbiens Srdjan Mijailovic (l) und der DĂ€ne Joakim Maehle gehen beide mit vollem Einsatz zum Ball. - Foto: Daniel Löb/dpa

Die deutschen Achtelfinalgegner gingen mit großer Erleichterung zu ihren Fans. Die DĂ€nen um Spielmacher Christian Eriksen ließen sich nach einer Vorrunde ohne Sieg fĂŒr den hart erarbeiteten Einzug in die K.o.-Runde feiern.

Der Halbfinalist von 2021 behauptete im entscheidenden Vorrundenspiel gegen Serbien durch ein wenig berauschendes 0:0 und dank der besseren Fair-Play-Wertung den zweiten Tabellenplatz der Gruppe C - daran konnte auch die beherzte Schlussoffensive der Serben gegen wankende DÀnen nichts mehr Àndern. 

«Alles ist machbar», sagte der frĂŒhere Bundesliga-Profi Jannik Vestergaard mit Blick auf das Achtelfinale. Die Schweiz habe beim 1:1 gegen die DFB-Auswahl gezeigt, dass Deutschland «auch verwundbar» sei. «Wir brauchen eine Top-Leistung, und vielleicht darf Deutschland das Topniveau nicht erreichen - aber definitiv machbar», sagte der Innenverteidiger.

Mit der K.o.-Partie ist die Neuauflage des 1992 von DÀnemark gewonnenen EM-Endspiels gegen Deutschland perfekt. Die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann, die zwei Tage mehr zur Erholung gehabt haben wird, trifft auf eine Mannschaft, gegen die sie eine positive Bilanz hat. Von 28 Spielen gewann die DFB-Auswahl 15, achtmal verlor sie. 

Immer wieder Eriksen

Was DĂ€nemark vor rund 60.000 Zuschauern in MĂŒnchen bot, macht der deutschen Mannschaft allerdings sicher keine Angst. Das Team des frĂŒheren Mainzer Trainers Kasper Hjulmand war zwar die spielerisch bessere Mannschaft und besiegelte das Turnier-Aus der ebenfalls sieglosen Serben. Überzeugend war der Auftritt aber nicht. «Vor denen brauchen wir uns nicht zu fĂŒrchten», sagte Ex-Nationalspieler Michael Ballack bei MagentaTV. 

Angetrieben von Taktgeber Eriksen kam der Europameister von 1992 der FĂŒhrung vor der Pause zumindest nahe. Der Mittelfeldakteur von Manchester United zĂ€hlt beim mĂ€rchenhaften EM-Comeback drei Jahre nach seinem Herzstillstand weiter zu den SchlĂŒsselspielern - nicht nur wegen seines Tores gegen Slowenien.

Djokovic fiebert mit

Eriksen (21.), Rasmus HĂžjlund (32.) und dem Wolfsburger Bundesliga-Profi Jonas Wind (39.) fehlten aus der Distanz PrĂ€zision oder Durchschlagskraft. Einmal lag der Ball nach einer ĂŒberraschenden Eckball-Variante zusammen mit StĂŒrmer Wind und dem gut beschĂ€ftigten Serben-Keeper Predrag Rajkovic im Tor - doch Eriksens Hereingabe war zuvor im Aus.

Serbiens Tennis-Legende Novak Djokovic, der vor dem Spiel seine Landsleute am Spielfeldrand geherzt und abgeklatscht hatte, sah bei seinem Team lange nichts, was mit dem von ihm geliebten Angriffsspiel zu tun hatte. «Safety first», lautete die Devise des Teams um den Bremer Abwehrspieler Milos Veljkovic.

Hau-Ruck-Aktionen

Nach vorne ging es nur mit Hau-Ruck-Aktionen. Das KalkĂŒl von Trainer Dragan Stojkovic, in der Offensive zunĂ€chst auf KapitĂ€n Dusan Tadic und Juventus Turins TopstĂŒrmer Dusan Vlahovic zu verzichten, ging nicht auf. Der frĂŒhere deutsche Junioren-Nationalspieler Lazar Samardzic als neuer Mann setzte keine Akzente. Zur Pause kam Tadic fĂŒr ihn, der die AnhĂ€nger wiederholt zu mehr Anfeuerung animierte.

Nachdem ein Großteil der Zuschauer die magere Vorstellung vor der Pause mit Pfiffen bedacht hatte, war nach dem Seitenwechsel viel Spannung in einem lange enttĂ€uschenden Spiel. Besonders, weil auch das Parallelspiel zwischen Titelkandidat England und Slowenien zur Pause ebenfalls 0:0 stand.

Last-Minute-Held Jovic wieder Joker

Die Hereinnahme des Ex-Frankfurters Luka Jovic, der die Serben mit seinem Last-Minute-Tor gegen Slowenien die Achtelfinal-Hoffnung geschenkt hatte, wurde von den serbischen Fans lautstark bejubelt. 

Noch lauter wurde es beim vermeintlichen 1:0 durch ein Eigentor von Joachim Andersen, das wegen einer Abseitsstellung jedoch nicht zĂ€hlte. Daran Ă€nderte auch die ÜberprĂŒfung durch Video-Schiedsrichter Bastian Dankert nichts.

@ dpa.de