Eisiger Playoff-Start: Chiefs gegen Miami bei minus 20 Grad
11.01.2024 - 13:54:51 | dpa.de
Der heiĂe Playoff-Kracher zwischen den Kansas City Chiefs und den Miami Dolphins wird zum Bibber-Duell. Als wĂ€re das Match in der ersten K.o.-Runde zwischen den zwei NFL-Schwergewichten nicht schon brisant genug, mischt sich nun auch der nordamerikanische Winter ein - und wie. Bis zu minus 20 Grad erwarten die Meteorologen fĂŒr die Partie in Kansas City am Samstagabend.
Und weil die Chiefs auf ihrem Arrowhead-Stadion kein schĂŒtzendes Dach haben, könnten die eisigen Bedingungen zum willkommenen Faktor werden fĂŒr die Gastgeber. Der Titelverteidiger um Quarterback-Star Patrick Mahomes und Taylor-Swift-Boyfriend Travis Kelce hat eine unerwartet unsouverĂ€ne Hauptrunde hinter sich.
Der Bevölkerung in Kansas City wird wegen des eisigen Wintersturms in dieser Woche geraten, sich nicht unnötig drauĂen aufzuhalten. Den Dolphins-Footballern aus Florida - dem Sunshine State mit aktuell gemĂŒtlichen 20 Grad - wird dies am Sonntagmorgen deutscher Zeit (02.00 Uhr/RTL und DAZN) nicht möglich sein. Droht gar eine Wettbewerbsverzerrung?
GĂ€nsehaut und keine Schneeballschlacht
Miami-Coach Mike McDaniel meint zur KĂ€lte im mittleren Westen der USA, dies solle keine Entschuldigung sein, sondern ein Ansporn fĂŒr sein Team, «das gemeinsam durchzustehen». Der junge und schlagfertige Trainer freut sich auf das Top-Spiel zur besten US-Sendezeit am Abend. «Ich habe jetzt schon GĂ€nsehaut», berichtet er im Vorfeld und ergĂ€nzte: «Vermutlich werde ich auch am Samstag GĂ€nsehaut haben - aus anderen GrĂŒnden.»
Auch McDaniels GegenĂŒber, der erfahrene Andy Reid, will die KĂ€lte nicht als Vorteil fĂŒr sein Team werten. Dabei haben die Chiefs winterliche Bedingungen deutlich öfter erlebt als die Dolphins rund um deren in Hawaii aufgewachsenem Quarterback Tua Tagovailoa. «Darauf kann man sich nicht verlassen. Sonst gerĂ€t man in Schwierigkeiten», sagte Coach Reid, der die Chiefs schon zu zwei Super-Bowl-Triumphen gefĂŒhrt hatte. «Wir veranstalten hier schlieĂlich keine Schneeballschlacht.»
Duell in Frankfurt ging an die Chiefs
Das ist auch besser so - im American Football gehören Kansas City und Miami schlieĂlich zu den besten und spektakulĂ€rsten Teams der NFL. Chiefs-Quarterback Mahomes erlebt zwar statistisch eine seiner schwĂ€chsten Spielzeiten, ist in entscheidenden Momenten aber nach wie vor ein herausragender Ballverteiler. Zusammen mit seinem Tight End Kelce - dessen Liaison mit SĂ€ngerin Taylor Swift monatelang sowohl die American-Football- als auch die Popwelt begeisterte - ist Mahomes fĂŒr jeden Gegner brandgefĂ€hrlich.
Zudem sprang in dieser Saison oft die Chiefs-Defensive in die Bresche - unter anderem beim ersten Duell der zwei Teams im November, als Kansas City das Deutschland-Gastspiel in Frankfurt mit 21:14 gegen die Dolphins gewann.
Fokus auf RĂŒckkehrer Hill
So begeistert Spieler, FunktionĂ€re und Fans damals in Hessen waren - viele bedauerten, dass Miamis Wide Receiver Tyreek Hill in Deutschland und nicht in Kansas City auf die Chiefs traf. Der 29-JĂ€hrige ist der beste PassempfĂ€nger der Liga und war vor der Saison just von den Chiefs zu den Dolphins gewechselt - seine verspĂ€tete RĂŒckkehr nun ins Arrowhead-Stadion wird mit Spannung erwartet.
Der pfeilschnelle Footballer soll der Erfolgsfaktor werden fĂŒr die GĂ€ste. Die Dolphins wissen zudem in Jaylen Waddle einen weiteren starken Wide Receiver und Raheem Mostert als beeindruckenden Runnigback, also BalltrĂ€ger, in ihren Reihen.
Knapp 30 Punkte pro Spiel erzielten die Dolphins in der Hauptrunde und waren in der Statistik damit das zweitbeste Team. Zum Vergleich: Die Chiefs kommen nur auf knapp 22 ZĂ€hler - haben dafĂŒr aber weniger Punkte zugelassen (17,3) als die Dolphins (23). Diese Werte zĂ€hlen am Wochenende freilich nicht mehr - wenn es raus geht in die KĂ€lte.
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