WM, USA

Geheimfavorit Kolumbien im Achtelfinale - 1:0 gegen Ghana

04.07.2026 - 05:32:15 | dpa.de

Kolumbien unterstreicht seine Ambitionen bei dieser WM. Nur die Chancenverwertung bereitet dem Team um Bayern-Star Luis Diaz weiter Sorgen. Dieser wird mal wieder zurückgepfiffen.

  • Bayerns Luis Díaz und Kolumbien stehen bei der WM im Achtelfinale. - Bild: Jeff Roberson/AP/dpa
    Bayerns Luis Díaz und Kolumbien stehen bei der WM im Achtelfinale. - Bild: Jeff Roberson/AP/dpa
  • Kolumbien hatte schon früh Grund zur Freude. - Bild: John Locher/AP/dpa
    Kolumbien hatte schon früh Grund zur Freude. - Bild: John Locher/AP/dpa
  • Kolumbiens Jhon Arias bejubelt das frühe 1:0. - Bild: Charlie Riedel/AP/dpa
    Kolumbiens Jhon Arias bejubelt das frühe 1:0. - Bild: Charlie Riedel/AP/dpa
Bayerns Luis Díaz und Kolumbien stehen bei der WM im Achtelfinale. - Bild: Jeff Roberson/AP/dpa Kolumbien hatte schon früh Grund zur Freude. - Bild: John Locher/AP/dpa Kolumbiens Jhon Arias bejubelt das frühe 1:0. - Bild: Charlie Riedel/AP/dpa

Geheimfavorit Kolumbien mit Bayern-Star Luis Diaz darf weiter auf den ersten Viertelfinal-Einzug bei einer Fußball-WM seit 2014 hoffen. Die Südamerikaner gewannen ihr Sechzehntelfinale gegen Ghana mit 1:0 (1:0) und treffen nun am Dienstag in Vancouver auf die Schweiz.

Vor 69.045 Zuschauern im vollen Stadion von Kansas City erzielte Offensivmann Jhon Arias in der 14. Minute den frühen Siegtreffer für den Favoriten. 2014 war Kolumbien im Viertelfinale knapp an Gastgeber Brasilien gescheitert, der wiederum wenige Tage danach im Halbfinale gegen den späteren Weltmeister Deutschland legendär mit 1:7 verloren hatte.

Zwei frühe Verletzungen

Dabei begann die Partie für die Kolumbianer äußerst ungünstig. Nachdem Ghanas Thomas Partey bereits in der ersten Minute den ersten Warnschuss abgegeben hatte, mussten die Südamerikaner auch noch früh wechseln. Der ehemalige Bundesliga-Profi Jhon Cordoba musste schon in der achten Minute wegen einer Muskelverletzung vom Platz.

Für den früheren Spieler von Mainz 05, 1. FC Köln und Hertha BSC kam Stürmer Luis Suarez. Und der Angreifer von Sporting Lissabon wirbelte die Defensive der Ghanaer sofort durcheinander und bediente mustergültig Arias in der Mitte, der völlig frei stehend zur frühen Führung der Cafeteros traf.

Danach hatte Kolumbien alles im Griff. Von Ghana, das ebenfalls früh wegen einer Verletzung wechseln musste und Marvin Senaya durch Alidu Seidu ersetzte, kam offensiv so gut wie gar nichts. Dabei hatte Trainer-Veteran Carlos Queiroz die Bedeutung der Partie auch für den afrikanischen Kontinent hervorgehoben.

Schwache Bilanz für Afrika

Neun von zehn Teams aus Afrika hatten die Vorrunde überstanden. Doch im Sechzehntelfinale war nun für sieben davon frühzeitig Schluss - auch für Ghana. Lediglich Ägypten und Marokko schafften mit Siegen über Australien und die Niederlande den Sprung ins Achtelfinale.

Ghana, das sich erst im März vom langjährigen Bundesliga-Profi Otto Addo als Coach getrennt hatte und stattdessen auf den 73 Jahre alten Queiroz bei dessen fünfter WM setzte, kam für das Achtelfinale zu keiner Zeit so wirklich infrage. Schon in der Vorrunde waren die Black Stars nur als Dritter hinter England und Kroatien weitergekommen.

Kolumbien hatte in der Gruppenphase dagegen sogar Portugal mit Superstar Cristiano Ronaldo hinter sich gelassen. Gegen Ghana verpasste das Team des argentinischen Trainers Nestor Lorenzo kurz vor der Pause das 2:0. Johan Mojica scheiterte an Ghanas Torwart Lawrence Ati Zigi, der wieder ins Tor der Afrikaner zurückgekehrt war.

Kolumbien lässt Chancen auf 2:0 liegen

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Kolumbien klar spielbestimmend. Allerdings versäumte es der Zweite der Copa America von 2024, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Erst stand Luis Diaz beim vermeintlichen 2:0 knapp im Abseits (56.), zwei Minuten später scheiterte der Bayern-Profi an Ghanas Torwart Zigi. Schon beim Sieg gegen Usbekistan in der Vorrunde waren Diaz zwei Treffer aberkannt worden.

Während außerhalb des imposanten Stadions der Kansas City Chiefs bereits die ersten Feuerwerkskörper anlässlich des 250. Geburtstags der USA an diesem Samstag den Nachhimmel erhellten, musste Kolumbien wegen des Chancenwuchers bis zum Ende zittern. 

Abwehrturm Davinson Sanchez (81.) und der eingewechselte Juan Quintero (84.) vergaben weitere gute Gelegenheiten zur Vorentscheidung zugunsten Kolumbiens. Dennoch reichte es für Diaz und Co. mit dem knappen Vorsprung zum verdienten Weiterkommen.

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