WM, USA

Modric mit Kroatien in der K.-o.-Runde - Auch Ghana weiter

28.06.2026 - 00:58:46 | dpa.de

Kroatiens Virtuosen um Luka Modric stehen gegen Ghanas Defensivkünstler unter Druck - und knacken als erstes Team bei der WM den Abwehr-Code der Afrikaner. Warum trotzdem beide Teams jubeln.

  • Belohnte Kroatien für eine dominante erste Halbzeit: Petar Sucic. - Bild: Matt Slocum/AP/dpa
    Belohnte Kroatien für eine dominante erste Halbzeit: Petar Sucic. - Bild: Matt Slocum/AP/dpa
  • Viel Arbeit für Kamaldeen Sulemana (l): Ghana konzentrierte sich aufs Verteidigen.  - Bild: Matt Rourke/AP/dpa
    Viel Arbeit für Kamaldeen Sulemana (l): Ghana konzentrierte sich aufs Verteidigen. - Bild: Matt Rourke/AP/dpa
  • Probierte es mehrfach aus der Distanz: Kroatiens Nikola Vlasic.  - Bild: Matt Slocum/AP/dpa
    Probierte es mehrfach aus der Distanz: Kroatiens Nikola Vlasic. - Bild: Matt Slocum/AP/dpa
  • Spielt im Alter von 40 Jahren wohl seine letzte WM: Kroatiens Fußball-Legende Luka Modric.  - Bild: Matt Rourke/AP/dpa
    Spielt im Alter von 40 Jahren wohl seine letzte WM: Kroatiens Fußball-Legende Luka Modric. - Bild: Matt Rourke/AP/dpa
Belohnte Kroatien für eine dominante erste Halbzeit: Petar Sucic. - Bild: Matt Slocum/AP/dpa Viel Arbeit für Kamaldeen Sulemana (l): Ghana konzentrierte sich aufs Verteidigen.  - Bild: Matt Rourke/AP/dpa Probierte es mehrfach aus der Distanz: Kroatiens Nikola Vlasic.  - Bild: Matt Slocum/AP/dpa Spielt im Alter von 40 Jahren wohl seine letzte WM: Kroatiens Fußball-Legende Luka Modric.  - Bild: Matt Rourke/AP/dpa

Kroatien folgt Ghana in die K.o.-Phase der Fußball-WM und verlängert die Nationalmannschaftskarriere von Altstar Luka Modri? um mindestens ein weiteres Spiel. Die Auswahl von Trainer Zlatko Dalic gewann zum Abschluss der Gruppenphase gegen Ghana mit 2:1 (1:0) und qualifizierte sich als Gruppenzweiter hinter England für das Sechzehntelfinale. Der viermalige Afrikameister hatte schon vor dem Anpfiff sein Ticket für die Alles-oder-Nichts-Spiele sicher.

Vor 68.324 Zuschauern in Philadelphia erzielten Petar Sucic (31. Minute) und Nikola Vlasic (83.) nach Vorlage von Modric die Treffer für den Favoriten. Derrick Luckassen (73.) hatte zwischenzeitlich ausgeglichen. Kroatien droht nun ein Duell mit Portugal und Cristiano Ronaldo.

Kroatien im Abwärtstrend?

Mit dem Finaleinzug 2018 in Russland und dem dritten Platz vier Jahre später in Katar hatten sich die Kroaten in der Weltspitze festgesetzt. Das Vorrunden-Aus bei der EM 2024 in Deutschland war der erste empfindliche Rückschlag nach Jahren des Erfolgs. Bei dieser WM konnten die «Vatreni» (Feurigen) bei ihren ersten Auftritten ebenfalls nicht überzeugen: Beim 2:4 gegen England wackelte die Defensive, das 1:0 gegen Außenseiter Panama war erzittert.

Ghana träumt nach dem Vorrunden-Aus 2014 in Brasilien und 2022 in Katar hingegen weiter davon, das beste WM-Abschneiden der Verbandsgeschichte einzustellen - und wie 2010 das Viertelfinale zu erreichen. Die Afrikaner nehmen insgesamt zum fünften Mal an einer WM-Endrunde teil, müssen in ihre nächste Partie aber deutlich besser starten als gegen Kroatien.

Ghana kassiert erstes Gegentor

Der Favorit war klar besser in der ersten Halbzeit. Ein Distanzschuss von Vlasic (17.) streifte zunächst nur den linken Außenpfosten und auch die akribischen Flanken von Modric brachten zunächst nicht den gewünschten Ertrag. Schließlich fasste sich Sucic aus mehr als 25 Metern ein Herz und überwand mit einem präzisen Flachschuss als erster Spieler bei diesem Turnier Ghanas Defensive. 

Auch gegen den Ball arbeitete der Favorit gut. Ghana hatte durch Antoine Semenyo (40.) von Manchester City lediglich eine Torchance in der ersten Halbzeit. Auch Stürmer Jordan Ayew, der mit seinem 121. Einsatz zum Rekordnationalspieler der Black Stars avancierte und seinen Bruder Andre überholte, war zunächst kein Faktor. 

Kroatien zieht sich zurück

Mit der Führung im Rücken zog sich Kroatien nach der Pause zurück. Die Zuschauer sahen nun ein temporeicheres Spiel, das Ghana leicht dominierte. Die Mannschaft von Trainer Carlos Queiroz war nun deutlich stärker auf Ballgewinne aus, agierte im letzten Drittel aber oft zu unpräzise. Erneut vergab Semenyo mehrere aussichtsreiche Chancen. 

Nach Luckassens Ausgleichstreffer wurde es nur kurz noch einmal spannend, denn Vlasic antwortete prompt nach einer perfekt getretenen Ecke von Modric. Dieser hat seine Zukunft im Nationalteam für die Zeit nach der WM bislang offengelassen - und darf weiter auf ein langes Turnier hoffen.

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