Rodeln, Italien

Trotz steifem Hals: Rodler Langenhan auf Goldkurs

07.02.2026 - 20:22:01 | dpa.de

Mit einem steifen Hals ist Max Langenhan bei Olympia zweimal Bahnrekord gefahren. Zur Halbzeit liegt der Rodel-Weltmeister auf Goldkurs. Mitfavorit Felix Loch hadert.

  • Max Langenhan liegt zur Halbzeit der Rodelrennen af Goldkurs - und das trotz einem steifen Hals. - Foto: Robert Michael/dpa
  • Felix Loch patzte im ersten von vier LĂ€ufen nach einem Startrekord. - Foto: Robert Michael/dpa
  • Max Langenhan fuhr in beiden LĂ€ufen Bahnrekord. - Foto: Robert Michael/dpa
Max Langenhan liegt zur Halbzeit der Rodelrennen af Goldkurs - und das trotz einem steifen Hals. - Foto: Robert Michael/dpa Felix Loch patzte im ersten von vier LĂ€ufen nach einem Startrekord. - Foto: Robert Michael/dpa Max Langenhan fuhr in beiden LĂ€ufen Bahnrekord. - Foto: Robert Michael/dpa

Erst dachte Max Langenhan nach stundenlanger Behandlung ĂŒber eine Start-Absage nach, dann raste der Rodel-Weltmeister bei Olympia mit zwei Bahnrekorden auf Gold-Kurs. Im neu gebauten Eiskanal im Cortina Sliding Centre fĂŒhrt der 26-JĂ€hrige vor den abschließenden beiden LĂ€ufen am Sonntag. «Ich hĂ€tte gerne vier perfekte LĂ€ufe hingelegt, jetzt hab ich nur die Chance auf zwei. Ich kann den Kopf kaum bewegen», sagte Langenhan, der ĂŒber einen steifen Hals klagte. 

Dank langer Massagen konnte er sich doch noch auf seinen Schlitten setzen und fuhr in den ersten beiden DurchgĂ€ngen 0,162 Sekunden Vorsprung auf den Österreicher Jonas MĂŒller heraus.

Dagegen stellte Topfavorit Felix Loch seinen Olympia-Schlitten zerknirscht in die Ecke. Die ersehnte Medaille bei seinen fĂŒnften Winterspielen ist in weite Ferne gerĂŒckt. Der Routinier legte zwar einen Startrekord hin, patzte aber im ersten von vier LĂ€ufen mit einer BandenberĂŒhrung. «Es war ein minimaler Streif, der kostet nicht so viel Zeit. Die Zeit verliere ich von oben nach unten, auch im zweiten Lauf», sagte Loch.

Er ergÀnzte: «Es scheint vielleicht nicht genau das richtige Setup zu sein. Es wollte einfach nicht, es gibt so Tage, solche Rennen. Schade, dass es gerade bei Olympia passiert.» Nun wolle er erstmal ein Bier aufmachen. 

Bahnrekorde von Langenhan

Besser machte es Weltmeister Langenhan vom BRC Friedrichroda. Der mit Startnummer eins ins Rennen gegangene 26-JĂ€hrige zauberte gleich einen Bahnrekord ins Eis und verbesserte diese Bestmarke im zweiten Durchgang noch einmal.

Zweiter vor den beiden FinallĂ€ufen ist der Österreicher MĂŒller, der bislang drei Rennen in dieser Saison gewann. Auf Rang drei folgt der Italiener Dominik Fischnaller, der in Peking vor vier Jahren Bronze holte. Der Chemnitzer Timon Grancagnolo liegt auf Rang neun direkt hinter Loch. 

Wieder Olympia-Ärger fĂŒr Loch

Loch hatte schon 2018 in Pyeongchang ein olympisches Rennen verpatzt. Vor dem Finallauf lag er in FĂŒhrung, leistete sich dann einen Fehler in Kurve neun und verpasste so seinen olympischen Gold-Hattrick im Einzel nach seinen Siegen zuvor in Vancouver 2010 und Sotschi 2014.

In Peking war er kraftlos Vierter geworden, nachdem ihn eine Corona-Infektion geschwĂ€cht hatte. Bei seiner nunmehr fĂŒnften Olympia-Teilnahme will er noch einmal eine Medaille mitnehmen, nachdem er in Sotschi damals noch Team-Gold geholt hatte.

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