Italien, Deutschland

«Krass»: Forster holt erstes deutsches Gold bei Paralympics

07.03.2026 - 11:26:31 | dpa.de

Mit hauchdünnem Vorsprung zum Sieg: Die Monoskifahrerin Anna-Lena Forster gewinnt am Alpin-Hang die erste deutsche Goldmedaille bei den Paralympics in Italien. Auch im Biathlon gibt es Edelmetall.

  • Gold im Ski-Krimi: Anna-Lena Forster fuhr zum Sieg. - Foto: Emilio Morenatti/AP/dpa
    Gold im Ski-Krimi: Anna-Lena Forster fuhr zum Sieg. - Foto: Emilio Morenatti/AP/dpa
  • Die Fahnenträgerin Anna-Lena Forster holte damit das erste Gold für das deutsche Paralympics-Team in Italien. - Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
    Die Fahnenträgerin Anna-Lena Forster holte damit das erste Gold für das deutsche Paralympics-Team in Italien. - Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
  • Anja Wicker verfehlte im ersten Schießen eine Scheibe.  - Foto: Martin Schutt/dpa
    Anja Wicker verfehlte im ersten Schießen eine Scheibe. - Foto: Martin Schutt/dpa
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Fahnenträgerin Anna-Lena Forster hat Deutschland einen goldenen Auftakt in die Paralympischen Winterspiele in Italien beschert. Die Monoskifahrerin gewann die Abfahrt in Cortina d'Ampezzo in der sitzenden Klasse mit fünf Hundertstelsekunden Vorsprung vor der Spanierin Audrey Pascual Seco. Die Chinesin Sitong Liu (+5,48 Sekunden) wurde Dritte.

Für die 30 Jahre alte Forster ist es die erste Goldmedaille in der Abfahrt, nachdem sie in Peking Silber gewonnen hatte. Insgesamt ist es bei Paralympics ihr fünfter Erfolg nach je zwei Titeln im Slalom und der Super-Kombination.

Rennen wild, Ergebnis perfekt

«Einfach krass», sagte Forster, als sie mit der deutschen Fahne über den Schultern in ihren Interview-Marathon startete. Als die Spanierin bei den Zwischenzeiten vorn lag, habe sie Gold eigentlich schon abgeschrieben. «Aber irgendwie unten raus hat es dann doch noch gereicht. Das war ein richtiger Krimi. Ich finde es unheimlich geil, wenn solche Rennen so laufen wie heute, wenn es so, so knapp ist», meinte sie. 

Forster war als zweite Läuferin gestartet und mit ihrem Rennen alles andere als zufrieden. «Das Ergebnis ist perfekt, das Rennen selbst war sehr wild. Ich hatte ein paar Ausritte, bei denen ich dachte: Oh Gott, das darfst du dir eigentlich nicht leisten», urteilte sie. Dass die vor ihr gestartete Niederländerin Barbara van Bergen gestürzt und das Rennen unterbrochen war, hatte darauf aber keinen Einfluss. «Ich weiß, wenn Barbara vor mit startet, kann das passieren, weil sie leider so eine Sturzpilotin ist», sagte Forster.

Bronze für Wicker im Biathlon: «Bin froh, dass ich es gepackt habe»

Anja Wicker holte derweil im Biathlon trotz zweier Schießfehler Edelmetall. Die 34-Jährige gewann im Sprint der sitzenden Klasse Bronze. Der Sieg ging an Oksana Masters, eine US-Amerikanerin mit ukrainischen Wurzeln, vor ihrer Teamkollegin Kendall Gretsch. Beide blieben fehlerfrei. «Das war ein heißes Rennen. Ich bin froh, dass ich es gepackt habe», sagte die Bronzemedaillen-Gewinnerin.

Wicker, deren untere Wirbelsäule fehlgebildet ist, unterlief bei ihrer vierten Teilnahme an Paralympischen Spielen in beiden Schießen jeweils ein Fehler. Am Sonntag hat die Bronzemedaillen-Gewinnerin von Peking 2022 im Einzel die nächste Chance auf Edelmetall. Neben den Biathlonrennen tritt Wicker zudem auch in den Langlauf-Wettbewerben an.

Die 54 Jahre alte Andrea Eskau blieb als zweite deutsche Starterin ohne Schießfehler und belegte in ihrem ersten Rennen bei ihren inzwischen neunten Paralympics Platz acht.

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