Safari-Rallye Kenia: HĂ€rtester WM-Lauf des Jahres endet mit dreifachem Skoda Erfolg in der WRC2-Kategorie
01.04.2024 - 11:32:41âș In einem weiteren Ć koda Fabia RS Rally2 von Toksport WRT fahren Oliver Solberg und Elliott Edmondson auf WRC2-Platz zwei und ĂŒbernehmen die GesamtfĂŒhrung in der Kategorie
âș Kajetan Kajetanowicz/Maciej Szczepaniak komplettieren im Ć koda Fabia RS Rally2 des Teams RaceSeven als Dritte das WRC2-Podest und gewinnen die WRC2 Challenger-Wertung
Die Ć koda Fabia RS Rally2-Besatzungen dominierten die WRC2-Kategorie bei der Safari-Rallye Kenia (27. bis 31. MĂ€rz 2024), dritter Lauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft 2024. Gus Greensmith/Jonas Andersson (GBR/SWE) fĂŒhrten die WRC2-Kategorie vom Start bis ins Ziel an und distanzierten Oliver Solberg/Elliott Edmondson (SWE/GBR), ihre Teamkollegen bei Toksport WRT, letztlich um mehr als eine Minute. Kajetan Kajetanowicz/Maciej Szczepaniak (POL/POL) vom Team RaceSeven holten sich WRC2-Rang drei und gewannen zugleich die Wertung der WRC2 Challenger.#Uebersicht END#
Die vor 70 Jahren erstmals ausgetragene Safari-Rallye Kenia, heutzutage in der Region um den Naivasha-See im Rift Valley beheimatet, ist der lĂ€ngste und wohl auch hĂ€rteste WM-Lauf des Jahres. Die 13 fĂŒr die WRC2-Wertung gemeldeten Crews stellten sich 377 Kilometer WertungsprĂŒfungen (WP), die ĂŒber teils extrem steinige, teils sehr sandige Schotterstrecken durch die afrikanische Steppe fĂŒhrten. Der vom SpĂ€tsommer in die Osterzeit zurĂŒckverlegte Termin stellte eine weitere Herausforderung dar: Die heftigen NiederschlĂ€ge der Regenzeit verwandelten einige WM-Abschnitte rund um den GroĂen Afrikanischen Grabenbruch in tiefe Schlammlöcher.
Mit dem Start der kurzen AuftaktprĂŒfung vor den Toren der Hauptstand Nairobi ĂŒbernahmen zwei Besatzungen des in Deutschland stationierten Teams Toksport WRT das Kommando. Der erfahrene Brite Gus Greensmith und sein schwedischer Beifahrer Jonas Andersson, die die ersten beiden WM-LĂ€ufe ausgelassen hatten, setzten sich in ihrem Ć koda Fabia RS Rally2 mit vier WRC2-Bestzeiten in Folge an die Spitze. Ihre Teamkollegen Oliver Solberg/Elliott Edmondson blieben anfangs in direkter Schlagdistanz, dann aber bĂŒĂte das schwedisch-britische Duo fast vier Minuten ein: Einem Radwechsel auf WP3 folgte ein schleichender PlattfuĂ auf WP4. So konnte der von Grippesymptomen geplagte Greensmith frĂŒh auf eine weniger riskante Gangart umstellen. âDas war der hĂ€rteste Nachmittag seit ich Rallye fahreâ, bekannte der 27-jĂ€hrige EnglĂ€nder dennoch im Ziel der Freitagsetappe.
Zu diesem Zeitpunkt hatten sich Solberg/Edmondson zurĂŒck auf Platz drei der WRC2-Klassifikation gekĂ€mpft und lagen direkt hinter Kajetan Kajetanowicz/Maciej Szczepaniak, den WRC2-Siegern der vergangenen zwei Kenia-Rallyes. Noch wichtiger fĂŒr das polnische Duo im Ć koda Fabia RS Rally2 des spanischen Teams RaceSeven: Sie fĂŒhrten die Wertung der WRC2 Challenger an. Ihr einziges Problem ging auf Sand im Luftfiltersystem des Motors zurĂŒck, das mit einem speziellen, nur bei der âSafariâ erlaubten âSchnorchelâ ausgerĂŒstet war.
Mit vier WRC2-Bestzeiten auf den sechs WP des Samstags zog Solberg an Kajetanowicz vorbei auf Position zwei. Am Sonntag beschrĂ€nkten sich die drei WRC2-Spitzenreiter darauf, ihre Platzierungen abzusichern. So belegten am Ende drei Ć koda Besatzungen das WRC2-Podest: Greensmith/Andersson vor Solberg/Edmondson und Kajetanowicz/Szczepaniak. âIch bin wirklich, wirklich glĂŒcklich. Vielen Dank ans Team, sie haben perfekt gearbeitetâ, kommentierte Greensmith seinen optimalen Start in seine WRC2-Titeljagd. Beim Sieg in ihrer Kategorie fuhren Greensmith/Andersson zudem auf einen sehr beachtlichen sechsten Platz im Gesamtklassement.
Durch seine 18 WM-Punkte fĂŒr WRC2-Rang zwei in Kenia plus die 25 vom WRC2-Sieg in Schweden ĂŒbernimmt Solberg nach drei von 13 WM-LĂ€ufen die WRC2-TabellenfĂŒhrung. âGuter Start in die Weltmeisterschaftâ fasste er diesen Auftakt knapp zusammen. Kajetan Kajetanowicz, der sowohl auf die Rallye Monte Carlo als auch die Rallye Schweden verzichtet hatte, begann seine geplante Titelverteidigung in der WRC2 Challenger-Klasse mit der optimalen Punktausbeute. Toksport WRT steht nach der Safari-Rallye Kenia zusammen mit einer anderen Mannschaft auf Platz eins der WRC2-Teamwertung.
Drei weitere Ć koda Crews kamen bei der Safari-Rallye Kenia in die Top-Ten der WRC2-Kategorie: Die Polen Daniel Chwist/Kamil Heller liefen als Sechste ein, die Lokalmatadoren Karan Patel/Tauseef Khan und Aakif Virani/Zahir Shah sahen das Ziel als Neunte und Zehnte der WRC2.
Nach dem einzigen afrikanischen WM-Lauf kehrt der Tross der Rallye-WM nun zurĂŒck nach Europa, wo mit der Rallye Kroatien vom 18. bis 21. April die erste pure Asphaltveranstaltung des Jahres auf dem Programm steht.
Zahl der Rallye: 2
Nur zwei Crews, beide in einem Ć koda Fabia RS Rally2 unterwegs, teilten sĂ€mtliche WRC2-PrĂŒfungsbestzeiten unter sich auf: Oliver Solberg/Elliott Edmondson gewannen elf WP, die WRC2-Gesamtsieger Gus Greensmith/Jonas Andersson standen acht Mal an der Spitze der Zeitenliste.
Safari-Rallye Kenia, 27. â 31. MĂ€rz 2024, Ergebnis WRC2
1. Gus Greensmith/Jonas Andersson (GBR/SWE), Ć koda Fabia RS Rally2, 3:54.09,4 Stunden
2. Oliver Solberg/Elliott Edmondson (SWE/GBR), Ć koda Fabia RS Rally2, +1.23,1 Minuten
3. Kajetan Kajetanowicz/Maciej Szczepaniak (POL/POL), Ć koda Fabia RS Rally2, +8.29,0 Minuten
4. Nicolas Ciamin/Yannick Roche (FRA/FRA), Hyundai i20N Rally2, +13.39,9 Minuten
5. Charles Munster/LoĂŻc Dumont (LUX/BEL), Hyundai i20N Rally2, +27.39,6 Minuten
6. Daniel Chwist/Kamil Heller (POL/POL), Ć koda Fabia RS Rally2, +32.01,6 Minuten
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