Ukraine, Sieg

Ukraine nach Sieg gegen Schweden im Viertelfinale

29.06.2021 - 23:45:10 | dpa.de

  • Ukraines Artem Dowbyk (r) bejubelt sein Tor zum 2:1 gegen Schweden in der zweiten HĂ€lfte der VerlĂ€ngerung. - Foto: Andrew Milligan/PA Wire/dpa
    Ukraines Artem Dowbyk (r) bejubelt sein Tor zum 2:1 gegen Schweden in der zweiten HÀlfte der VerlÀngerung. - Foto: Andrew Milligan/PA Wire/dpa
  • Schwedens Marcus Danielson (l) verlĂ€sst, nachdem er die Rote Karte gesehen hat, den Platz. - Foto: Andrew Milligan/PA Wire/dpa
    Schwedens Marcus Danielson (l) verlÀsst, nachdem er die Rote Karte gesehen hat, den Platz. - Foto: Andrew Milligan/PA Wire/dpa
  • Alexander Sintschenko (vorne) bejubelt sein Tor zum 1:0 fĂŒr die Ukraine mit seinen Mannschaftskollegen. - Foto: Andrew Milligan/PA Wire/dpa
    Alexander Sintschenko (vorne) bejubelt sein Tor zum 1:0 fĂŒr die Ukraine mit seinen Mannschaftskollegen. - Foto: Andrew Milligan/PA Wire/dpa
  • Schwedens Emil Forsberg (M) erzielt das Tor zum 1:1. - Foto: Jane Barlow/PA Wire/dpa
    Schwedens Emil Forsberg (M) erzielt das Tor zum 1:1. - Foto: Jane Barlow/PA Wire/dpa
  • Emil Forsberg fasst sich nach einer verpassten Torchance an den Kopf. - Foto: Robert Perry/Pool EPA/dpa
    Emil Forsberg fasst sich nach einer verpassten Torchance an den Kopf. - Foto: Robert Perry/Pool EPA/dpa
  • Der Ukrainer Alexander Sintschenko (vorn/17) erzielt das Tor zur 1:0-FĂŒhrung gegen Schweden. - Foto: Andrew Milligan/PA Wire/dpa
    Der Ukrainer Alexander Sintschenko (vorn/17) erzielt das Tor zur 1:0-FĂŒhrung gegen Schweden. - Foto: Andrew Milligan/PA Wire/dpa
  • Schwedens Torwart Robin Olsen (M) klĂ€rt den Ball per Kopf vor dem Ukrainer Andrej Jarmolenko. - Foto: Petr David Josek/Pool AP/dpa
    Schwedens Torwart Robin Olsen (M) klÀrt den Ball per Kopf vor dem Ukrainer Andrej Jarmolenko. - Foto: Petr David Josek/Pool AP/dpa
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Die Ukraine hat fĂŒr den nĂ€chsten Überraschungscoup bei der Fußball-Europameisterschaft gesorgt und ist erstmals seit der WM 2006 in ein Viertelfinale eingezogen.

Zum Abschluss der Achtelfinals gewann das Team des frĂŒheren StĂŒrmer-Stars Andrej Schewtschenko am Dienstagabend in Glasgow mit 2:1 (1:1, 1:1) nach VerlĂ€ngerung gegen Schweden mit dem ĂŒberragenden Leipziger Emil Forsberg. Alexander Sintschenko (27.) hatte den Außenseiter vor 9221 Zuschauern im Hampden Park in FĂŒhrung gebracht, die Forsberg (43.) mit seinem vierten Turniertreffer ausglich.

In Überzahl gelang Artjom Dowbik (120.+1) der Siegtreffer, nachdem der Schwede Marcus Danielson (98.) wegen groben Foulspiels nach Videobeweis Rot gesehen hatte. In der Runde der letzten Acht spielt die Ukraine nun am Samstag (21.00 Uhr) in Rom gegen Deutschland-Bezwinger England.

Formstarker Forsberg

Die Schweden hatten vor allem dank des formstarken Forsberg als Erster die Gruppe E mit zwei Siegen gegen Polen und die Slowakei sowie einem Remis gegen den Viertelfinalisten Spanien gewonnen. Erstmals bei diesem Turnier stand in Glasgow StĂŒrmer Dejan Kulusevski in der Startelf und ersetzte den Mainzer Profi Robin Quaison. Der 21-JĂ€hrige von Juventus Turin war zunĂ€chst wegen einer Corona-Infektion ausgefallen, hatte dann aber als Einwechsler beim 3:2 gegen Polen fĂŒr reichlich Schwung gesorgt.

Die Ukraine hingegen kam als einer der vier besten Gruppendritten ins Achtelfinale. DafĂŒr hatte dem Team von Trainer Andrej Schewtschenko ein 1:0 gegen Nordmazedonien gereicht. Überraschend verzichtete der frĂŒhere StĂŒrmer im ersten K.o.-Spiel fĂŒr die Ukraine auf SchlĂŒsselspieler Ruslan Malinowski von Atalanta Bergamo. Dennoch kam der Achtelfinal-Neuling zur ersten großen Tormöglichkeit der Partie. Der frĂŒhere Dortmunder Andrej Jarmolenko legte auf Sturmpartner Roman Jaremtschuk vor, dessen Schuss jedoch Schwedens Schlussmann Robin Olsson meisterlich parierte.

Außenseiter Ukraine ĂŒberrascht

Beim bislang einzigen Aufeinandertreffen beider Mannschaften bei einer EM hatte der damalige Co-Gastgeber Ukraine 2012 in Kiew das Gruppenspiel mit 2:1 unter anderem durch ein Tor von Schewtschenko gewonnen. In Glasgow hatte dessen Elf zunĂ€chst Vorteile beim Ballbesitz. Die Schweden kamen zwar durch ihr Offensivtrio Forsberg, Kulusevski und Alexander Isak einige Mal vor das Tor der Ukraine, blieben dabei aber harmlos. Im Gegensatz zum Außenseiter. Als KapitĂ€n Jarmolenko im Strafraum den Ball von rechts nach links schlenzte, war dort Alexander Sintschenko vollkommen frei und ĂŒberwand Olsson mit einem strammen Schuss (27.).

Der Gegentreffer wirkte auf die Skandinavier wie ein Weckruf. Angetrieben von dem unermĂŒdlichen Forsberg drĂ€ngten die Schweden auf den Ausgleich. Und der Leipziger Mittelfeldstratege ĂŒberwand auch die von den zahlenmĂ€ĂŸig ĂŒberlegenen Fans angefeuerte Defensive der Ukrainer. Kurz vor der Pause bekam Forsberg den Ball vor dem Strafraum und zog beherzt ab. Sein Schuss wurde noch abgefĂ€lscht und schlug unhaltbar im Netz ein. FĂŒr den 29-JĂ€hrigen war es bereits der vierte Turniertreffer.

Die erste Chance nach Wiederanpfiff hatte die Ukraine. Wieder trieb Jarmolenko den Ball auf der rechten Seite nach vorn, legte auf Sergej Sidortschuk vor, der an den Pfosten schoss (55.). Nahezu im Gegenzug schoss auch Forsberg (56.) nach einem Konter mit einem feinen Schlenzer an den Pfosten. Mit zunehmender Spielzeit drÀngten die Skandinavier die Ukraine immer mehr in die Defensive. In der 69. Minuten fasste sich erneut der Leipziger ein Herz, doch sein Schuss prallte gegen die Torlatte. Doch bis zum Ende der regulÀren Spielzeit gelang keinem der beiden Kontrahenten mehr ein Treffer, auch weil bei den meisten Akteuren sichtbar die KrÀfte schwanden.

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