WM, USA

USA im Fußball-Fieber - Traumstart mit 2:0 über Australien

19.06.2026 - 23:03:58 | dpa.de

WM-Gastgeber USA gewinnt zum zweiten Mal fulminant und überlegen. Immer mehr Fans begeistern sich für Fußball. Deutschlands Schiedsrichter Zwayer hat bei seinem Debüt keine Probleme.

  • Ein Eigentor ließ das US-Team früh jubeln. - Bild: Ted S. Warren/AP/dpa
    Ein Eigentor ließ das US-Team früh jubeln. - Bild: Ted S. Warren/AP/dpa
  • Hilton war eine von vielen Prominenten beim Spiel der USA. - Bild: Lindsey Wasson/AP/dpa
    Hilton war eine von vielen Prominenten beim Spiel der USA. - Bild: Lindsey Wasson/AP/dpa
  • In den USA herrscht zur WM Fußballstimmung. - Bild: Maddy Grassy/AP/dpa
    In den USA herrscht zur WM Fußballstimmung. - Bild: Maddy Grassy/AP/dpa
  • Große Begeisterung für Pochettinos Team. - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa
    Große Begeisterung für Pochettinos Team. - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa
  • Referee Zwayer hatte die Partie bestens im Griff. - Bild: Ted S. Warren/AP/dpa
    Referee Zwayer hatte die Partie bestens im Griff. - Bild: Ted S. Warren/AP/dpa
Ein Eigentor ließ das US-Team früh jubeln. - Bild: Ted S. Warren/AP/dpa Hilton war eine von vielen Prominenten beim Spiel der USA. - Bild: Lindsey Wasson/AP/dpa In den USA herrscht zur WM Fußballstimmung. - Bild: Maddy Grassy/AP/dpa Große Begeisterung für Pochettinos Team. - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa Referee Zwayer hatte die Partie bestens im Griff. - Bild: Ted S. Warren/AP/dpa

Gastgeber USA hat schon früh im Turnier eine große Welle der Begeisterung ausgelöst und mit dem besten WM-Auftakt seit 1930 die Qualifikation für die nächste Runde perfekt gemacht. Das Team von Trainer Mauricio Pochettino besiegte Australien in Seattle souverän mit 2:0 (2:0) und vollbrachte damit erstmals seit 96 Jahren wieder einen Start mit zwei aufeinanderfolgenden Siegen.

Ein Eigentor von Cameron Burgess (11. Minute) sowie ein Treffer von Alex Freeman (43.) sorgten vor 66.925 Zuschauern im ausverkauften Lumen Field für die Entscheidung zugunsten der Amerikaner, die nach dem fulminanten 4:1 gegen Paraguay eindrucksvoll nachlegten. Schon vor der Partie säumten tausende euphorische Fans das Studio des übertragenden Senders Fox, im ganzen Land kamen Menschen zu Public-Viewing-Events zusammen.

Zwayer mit problemlosem WM-Debüt

Für Australien ist das Weiterkommen nach dem 2:0-Coup gegen die Türkei weiterhin möglich. Der deutsche Schiedsrichter Felix Zwayer hatte bei seinem WM-Debüt keine Probleme. Zwayer, der in der Schlussphase kurzzeitig behandelt werden musste, leitete die Partie in der Mittagssonne von Seattle mit großer Ruhe und ohne Fehler. Das Duell bot allerdings auch keine echten Aufreger. Das zunächst wegen Abseits zurückgepfiffene zweite Tor der Gastgeber wurde nach langer Video-Überprüfung doch anerkannt.

Die Amerikaner - sonst eher dem American Football oder Basketball verschrieben - werden allmählich warm mit der Sportart, die sie nur «Soccer» nennen. 

Angesichts der frühen Anstoßzeit um 12 Uhr mittags hatten sich die Fans schon frühmorgens in den Pubs rund um das Stadion versammelt und ihre ersten Biere bestellt. Als die Hymne abgespielt war, flogen mehrere Hubschrauber über das imposante Heimstadion des Football-Clubs Seattle Seahawks.

Pulisic-Ausfall nicht bemerkbar

Auf dem Rasen ging es nur in eine Richtung. Und die USA profitierten - wie schon beim Start gegen Paraguay - von einem frühen Eigentor. Diesmal war es Australiens Abwehrspieler Burgess, der eine scharfe Hereingabe von Stürmer Folarin Balogun ins Tor lenkte. Dass Stürmerstar Christian Pulisic von der AC Mailand wegen einer Wadenverletzung nicht mitwirken konnte, war dem US-Spiel nicht anzumerken.

Auch mit der frühen Führung änderte sich nichts an den Spielanteilen. Die Australier verteidigten, die USA griffen an. Immer wieder ging es über die rechte Seite und Sergiño Dest, gegen den die Socceroos einfach nicht ankamen. Das Team von Trainer Tony Popovic vermittelte von Beginn an den Eindruck, den Schaden vor dem Gruppenfinale gegen Paraguay begrenzen zu wollen.

Knapp 120 Dezibel im Lumen Field

So sahen zahlreiche Stars wie Paris Hilton eigentlich nur die USA spielen. Und kurz vor der Pause belohnte sich Pochettinos Team für den großen Aufwand ein zweites Mal: Nach einer Eckenvariante schloss Dest aus 20 Metern ab - sein abgeblockter Schuss wurde zur Vorlage für Verteidiger Freeman, der durchstartete und den Ball ins Tor köpfte. Die US-Fans feierten das zweite Tor ohrenbetäubend. Schon vor der Partie waren knapp 120 Dezibel gemessen worden.

Nach der Pause wechselte Popovic dreimal, auch Burgess musste nach seinem Eigentor weichen. Die Australier hielten zwar besser mit und erspielten sich angeführt vom dynamischen Joker Nestroy Irankunda auch Chancen, doch spannend wurde es nicht mehr. Auf der Gegenseite brach immer wieder Balogun durch, doch auch die USA trafen nicht mehr.

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