Medaille, MĂ€rtens

Zweite Medaille verfehlt: MĂ€rtens schwimmt auf Platz fĂŒnf

29.07.2024 - 20:55:33

Zweites Finale, zweite Medaille? Diese Hoffnung erfĂŒllt sich fĂŒr Lukas MĂ€rtens nicht. Auch fĂŒr einen Teamkollegen lĂ€uft es in der La DĂ©fense Arena nicht wie gewĂŒnscht.

Kein zweites Medaillen-MĂ€rchen fĂŒr Lukas MĂ€rtens, Vorlauf-Aus fĂŒr Florian Wellbrock: Die deutschen Top-Schwimmer haben bei den Olympischen Spielen in Paris EnttĂ€uschungen verkraften mĂŒssen. Olympiasieger MĂ€rtens verfehlte sein erhofftes zweites Edelmetall trotz langer FĂŒhrung. Der 22-JĂ€hrige schwamm nach Gold ĂŒber 400 Meter ĂŒber 200 Meter Freistil auf den geteilten fĂŒnften Platz. MĂ€rtens schlug nach 1:45,46 Minuten an. Den Sieg sicherte sich David Popovici aus RumĂ€nien.

MĂ€rtens war zwar nicht Goldfavorit, aber als aussichtsreicher Medaillenkandidat ins Rennen gegangen. An die Ausnahmeleistung seines Triumphs auf seiner Paradestrecke am Samstag kam er diesmal aber nicht heran. Auf Bronze und den US-Amerikaner Luke Hobson fehlten ihm 67 Hundertstelsekunden. Silber sicherte sich Matthew Richards aus Großbritannien, Bronze ging an den Amerikaner Luke Hobson.

MĂ€rtens war als Zweiter der Weltjahresbestenliste ĂŒber 200 Meter nach Paris gereist. Nach seinem Halbfinale, in dem er in 1:45,36 Minuten Platz vier belegt hatte, war er noch zuversichtlich gewesen. «Ich denke, ich habe alles sehr gut ĂŒber die BĂŒhne bekommen, konnte vielleicht das ein oder andere Korn sparen», sagte er. FĂŒr das Finale sei alles drin. Seine Hoffnungen erfĂŒllten sich jedoch nicht. Bei der letzten Wende hatte er noch vorne gelegen.

Wellbrock mit enttÀuschendem Start

WĂ€hrend MĂ€rtens zum Auftakt der Beckenwettbewerbe mit seinem Gala-Auftritt in der La DĂ©fense Arena schon eindrucksvoll gezeigt hat, zu was er in der Lage ist, gelang Wellbrock das bei diesen Olympischen Spielen noch nicht. MĂ€rtens' Magdeburger Teamkollege schied ĂŒber 800 Meter Freistil bereits im Vorlauf aus. Der 26-JĂ€hrige schwamm in 7:47,91 Minuten nur die zwölftschnellste Zeit.

Schon mehrmals hatte Wellbrock auf der zweitlĂ€ngsten Beckendistanz Probleme gehabt. Zuletzt auch bei den Weltmeisterschaften im Februar. Über 1500 Meter und im Freiwasser ist er stĂ€rker einzuschĂ€tzen. Ärger ließ sich Wellbrock nicht anmerken, er gab sich in der Interviewzone cool.

«Beunruhigen tut mich das jetzt nicht. Wir kennen das Spiel mit den 800 Metern», sagte der Freiwasser-Olympiasieger. «Theoretisch war ich gar nicht qualifiziert. Durch einen glĂŒcklichen Zufall habe ich die Strecke jetzt bekommen und konnte sie als Einstieg nutzen. FĂŒr meine beiden Topstrecken, die jetzt noch kommen, war es, glaube ich, auch wichtig, dass ich die genutzt habe.» Wellbrock war nur gestartet, weil Oliver Klemet auf seinen Platz verzichtet hatte. «Augen nach vorne. Zwei Rennen kommen noch», sagte Wellbrock.

Anders als der gebĂŒrtige Bremer war der zweite deutsche Starter «mega zufrieden». Sven Schwarz schlug nach 7:43,67 Minuten an und qualifizierte sich damit als Sechster fĂŒr das Finale an diesem Dienstag. Dann ist auch MĂ€rtens als Teil der 4x200 Meter Freistil-Staffel wieder gefordert.

@ dpa.de