Blitzeis legt Flughafen BER lahm - Massencrash auf A10
05.02.2026 - 21:45:45Keine FlĂŒge mehr am Airport BER, Massencrash auf der Autobahn 10 und weniger fahrende Linienbusse: EisglĂ€tte hat in Berlin und Brandenburg den Verkehr erheblich beeintrĂ€chtigt.
Der Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld hat den Betrieb am Abend eingestellt - noch ist offen, wie lange. Aufgrund von Blitzeis seien derzeit keine Starts und Landungen mehr möglich, sagte eine Flughafensprecherin der Deutschen Presse-Agentur. «Unsere FlĂ€chen sind spiegelglatt. Es besteht Gefahr fĂŒr Leib und Leben.»Â
Seit dem frĂŒhen Abend ging auf dem Flugfeld nichts mehr. Danach gilt zunĂ€chst ab Mitternacht das Nachtflugverbot. «Danach sehen wir am Freitagmorgen weiter», sagte die BER-Sprecherin.Â
Schon tagsĂŒber viele VerspĂ€tungen und FlugausfĂ€lle
FluggĂ€ste am BER hatten schon tagsĂŒber zum Teil viel Geduld haben mĂŒssen. Im Flugbetrieb kam es zu einer Reihe von Problemen. ZunĂ€chst konnten am Morgen nach gefrierendem Regen keine Maschinen starten. Das Enteisen der Flugzeuge nahm jeweils bis zu einer Stunde Zeit in Anspruch. Der erste Flieger hob dann erst am spĂ€ten Vormittag ab.
Im Flugplan kam es anschlieĂend zu erheblichen VerspĂ€tungen und zahlreichen AusfĂ€llen. Von den 180 geplanten Starts wurden der Sprecherin zufolge bis gegen Mittag bereits 35 komplett gestrichen und danach noch weitere mehrere Dutzend. Insgesamt konnte nur der kleinere Teil der Maschinen ĂŒberhaupt starten.Â
Verletzte bei UnfÀllen auf A10
Auch auf den StraĂen kam es wegen Schnee und EisglĂ€tte an vielen Stellen zu Problemen. In Berlin lagen der Polizei am Abend noch keine Hinweise auf schwere VerkehrsunfĂ€lle vor. Nach EinschĂ€tzung des Lagezentrums der Polizei in Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam gab es im ganzen Land glĂ€ttebedingte UnfĂ€lle, bis zum Abend aber ebenfalls keine mit Toten oder Schwerstverletzten.Â
Auf der eisglatten Autobahn 10 bei Potsdam gab es eine Reihe von UnfĂ€llen, bei denen insgesamt 19 Menschen verletzt wurden. Der Polizei zufolge sind zwischen dem Autobahndreieck Nuthetal und der Anschlussstelle Michendorf (Potsdam-Mittelmark) in beiden Fahrtrichtungen jeweils mehrere Fahrzeuge bei groĂer GlĂ€tte ineinander gefahren.Â
Nach derzeitigen Erkenntnissen seien von den 19 Verletzten drei ins Krankenhaus gekommen. Die 16 Leichtverletzten seien ambulant behandelt worden, so die Polizei weiter. Neben einer Reihe von Pkw waren den Angaben zufolge an den UnfĂ€llen auch ein Lkw und zwei Kleintransporter beteiligt.Â
Busse stehen still
In Brandenburg wurden einige Buslinien wegen der Witterungsfolgen eingestellt. So teilte die Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft mit, dass wegen der StraĂenglĂ€tte der Linienverkehr des Busunternehmens bis FreitagfrĂŒh eingestellt bleibt.
Nach Angaben des Landkreises Prignitz hat auch die Arge Prignitzbus den Busverkehr im Landkreis am spĂ€ten Nachmittag gestoppt. Der Verkehrsgesellschaft Teltow-FlĂ€ming zufolge gilt das auch fĂŒr die Buslinien 753, 754, 758, 768, 769, 777 und den Rufbus R777 in dem betreffenden Landkreis.
Eisregen sorgt fĂŒr Probleme im U-BahnverkehrÂ
Die U-Bahnlinie 3 ist zwischen Warschauer StraĂe und Gleisdreieck weiter unterbrochen. Das teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Abend mit. Der kleine sĂŒdliche Abschnitt der U3 bis Krumme Lanke wird dagegen wieder befahren.Â
Auch der zentrale Abschnitt der U2 zwischen Bahnhof Zoologischer Garten und Potsdamer Platz ist der BVG zufolge wieder in Betrieb. Auf dem kurzzeitig unterbrochenem Nordabschnitt fahre die U2 ebenfalls wieder. Damit sei die wichtige Linie wieder vollstĂ€ndig im Einsatz.Â
Insgesamt fahren Busse, StraĂenbahnen und die ZĂŒge der meisten U-Bahnlinien trotz der anhaltenden Extremwetterlage mit immer wieder einsetzendem Eisregen stabil, so das Fazit der BVG.Â
Mann bricht in Halensee ein und stirbt
Auf dem vereisten Halensee in Berlin hat es ein tödliches UnglĂŒck gegeben: Ein Mann brach ein und starb im Krankenhaus. Das sagte ein Sprecher der Berliner Polizei der Deutschen Presse-Agentur.Â
Ersthelfer hatten von einem Steg aus erste Rettungsversuche gestartet, wie die Feuerwehr mitteilte. Ein Feuerwehrmann habe sich dem verunglĂŒckten Senior dann mit einem Schutzanzug im Wasser genĂ€hert und ihn an Land gezogen. Nach einer medizinischen Erstversorgung kam der Mann mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus, wo er starb.
Meteorologen warnen
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte zuvor vor den erhöhten Risiken durch Glatteis im Westen und Nordwesten Brandenburgs gewarnt. Die amtliche Unwetterwarnung vor Glatteis galt bis 21.00 Uhr.Â
Es bleibt frostig: Auch fĂŒr die Nacht zum Freitag hat der DWD gebietsweise gefrierenden Regen oder SprĂŒhregen mit Glatteisbildung, vor allem im Norden und Westen Brandenburgs auch mit Unwettergefahr vorhergesagt.Â
Zum Teil bis mittags ist auch anschlieĂend gefrierender SprĂŒhregen mit Glatteisgefahr nicht ausgeschlossen. Bei Bodenfrost kommt es weiterhin streckenweise zu EisglĂ€tte. Am Freitagabend erwartet der DWD gebietsweise erneut gefrierenden SprĂŒhregen.





