Ausweg aus der Misere: BĂ€derallianz Deutschland stellt Schwimmbadplan vor
03.07.2025 - 09:30:01Der Schwimmbadplan schlĂ€gt ein System von vier BĂ€dertypen vor, die bedarfsgerecht verteilt in ausreichender Zahl vorhanden sein mĂŒssen, um eine gleichwertige Versorgung der Bevölkerung zu gewĂ€hrleisten. Oberstes Ziel bei der Planung hat der Schwimmunterricht fĂŒr die Kinder. Kuhn: "Nur mit einer flĂ€chendeckenden, modernen Infrastruktur kann Schwimmunterricht in Schulen und Vereinen wieder fĂŒr alle zugĂ€nglich werden - unabhĂ€ngig vom Wohnort oder Einkommen der Eltern."
Schwimmen lernen hat oberste PrioritÀt
Von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) beauftragte reprĂ€sentative Befragungen legen nahe, dass rund 60 Prozent der Kinder am Ende der Grundschule nicht sicher schwimmen können. Gleichzeitig schrumpft das Netz an nutzbaren SchwimmbĂ€dern in Deutschland seit Jahrzehnten. Hunderte Anlagen sind bereits geschlossen, die HĂ€lfte der vorhandenen ist sanierungsbedĂŒrftig. "Wenn wir wollen, dass Kinder sicher aufwachsen, brauchen wir wohnortnahe, funktionstĂŒchtige SchwimmbĂ€der. Schwimmen zu lernen ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit", sagt die PrĂ€sidentin der DLRG, Ute Vogt.
Dem schlieĂt sich auch der organisierte Schwimmsport an. "Unser gemeinsames Ziel ist es, dass bis Mitte des kommenden Jahrzehnts jedes Kind in Deutschland beim Verlassen der Grundschule sicher schwimmen kann. Der Deutsche Schwimmbadplan schafft dafĂŒr die notwendige Grundlage. Ohne Schwimmerinnen und Schwimmer findet auch kein Schwimm- und Wassersport mehr statt", so David Profit, PrĂ€sident des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV).
Appell an die gemeinsame Verantwortung
Die VerbĂ€nde in der BĂ€derallianz Deutschland fordern mit dem Schwimmbadplan, dass jede Grundschule in der Zukunft ein Schwimmbad in erreichbarer NĂ€he hat, in dem mindestens das Schwimmabzeichen Bronze erreicht werden kann. Die verstĂ€rkte Zusammenarbeit von Schulen und Vereinen, etwa bei Angeboten des schulischen Ganztags, soll dazu fĂŒhren, die SchwimmfĂ€higkeit deutlich zu verbessern. Niemand aus der Bevölkerung soll lĂ€nger als 30 Minuten mit dem Auto unterwegs sein mĂŒssen, um ein Schwimmbad zu erreichen. Wartelisten fĂŒr PrĂ€ventions- und Rehasport sollen der Vergangenheit angehören.
Damit diese Ziele erreicht werden können, gilt es zunĂ€chst, Bedarfe zu erfassen und fĂŒr jede Region eine passende Infrastruktur zu schaffen. Die BĂ€derallianz fordert von Bund, LĂ€ndern und Kommunen, gemeinsam Verantwortung zu ĂŒbernehmen und mit einer verbindlichen, langfristigen Planung dem Sanierungsstau und der SchlieĂung von BĂ€dern entgegenzuwirken. Die VerbĂ€nde selbst bieten fĂŒr diesen Prozess ihre UnterstĂŒtzung an.
Neugeordnete Förderung
Zur Finanzierung des Vorhabens fordert die BĂ€derallianz Deutschland unter anderem ein BĂ€derförderprogramm, aus dem ĂŒber zwölf Jahre lang jĂ€hrlich mindestens eine Milliarde Euro flieĂen soll. Die LĂ€nder sollen dieses Programm durch eigene LandesbĂ€derplĂ€ne mit gleicher Laufzeit ergĂ€nzen. Eine Servicestelle BĂ€dersanierung und -entwicklung ermittelt die Bedarfe und spricht Empfehlungen fĂŒr die Verwendung von Mitteln aus. Diese neu zu schaffende Einrichtung, die beim Bundesinstitut fĂŒr Bau-, Stadt- und Raumforschung angesiedelt werden könnte, soll auch Kommunen und Vereine zum Betrieb von BĂ€dern beraten.
Die Mitglieder der Initiative BĂ€derallianz Deutschland:
Pressekontakt:
Martin Holzhause, Pressesprecher DLRG, Telefon: 0162 175 12 04, E-Mail: [email protected]
Christian Mankel, Koordinator BĂ€derallianz Deutschland, Telefon: 0151 72 19 59 33, E-Mail: [email protected]
Raik Hannemann, Pressesprecher DSV, Telefon: 01515 615 5515, E-Mail: [email protected]
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