Fit bleiben nach einer Sportpause - 3 Fehler, die Hobbysportler nach einer Verletzung immer wieder machen
03.07.2024 - 09:39:30"Besonders nach einer lĂ€ngeren Pause unterschĂ€tzen viele die Wichtigkeit einer angepassten Trainingsroutine - sie ignorieren die Signale ihres Körpers und setzen unrealistische Trainingsziele, was den Heilungsprozess gefĂ€hrdet", erklĂ€rt der erfahrene Sportmediziner Dr. Csaba Losonc. Die drei gröĂten Fehler und worauf man unbedingt achten sollte, verrĂ€t er in diesem Artikel.
3 Kardinalfehler auf dem Weg zurĂŒck zum Sport
1. Die Diagnose folgt zu spÀt
Ein grundlegender Fehler entsteht bereits lange vor der eigentlichen Behandlung, nĂ€mlich durch die verzögerte Diagnosestellung. Oft vergehen viele Wochen zwischen den ersten Symptomen und der Diagnose. Ursachen hierfĂŒr können sein, dass Sportler zu spĂ€t Ă€rztliche Hilfe in Anspruch nehmen oder aufgrund ihrer Versicherung einfach zu spĂ€t einen Termin beim Arzt bekommen. Infolgedessen erhalten Betroffene eine unzureichende Vorbehandlung. Wenn die korrekte Diagnose schlieĂlich gestellt wird, kann es bereits zu spĂ€t sein fĂŒr eine wirksame Therapie. Umso wichtiger ist es, dass Sportler frĂŒhzeitig aktiv werden, um eine umgehende Diagnose zu fördern. Ein frĂŒhzeitiger Dialog mit der Versicherung, um Klarheit ĂŒber die eigenen LeistungsansprĂŒche zu erhalten, spielt dabei ebenfalls eine Rolle.
2. Sportler verzichten auf Therapien
HĂ€ufig sollen Patienten einen eigenen finanziellen Beitrag zur Therapie leisten. Viele beschlieĂen dann jedoch, die Therapie nicht zu machen, weil sie zusĂ€tzlich Geld kostet. Folgen können in vielen FĂ€llen langwierige SpĂ€tschĂ€den sein, die der Sportler kaum mehr ausmerzen kann. Dabei sollte die eigene Gesundheit stets im Vordergrund stehen. Die Ausgaben fĂŒr therapeutische MaĂnahmen sollten als Investition in die persönliche Gesundheit betrachtet werden. Es gibt zudem Möglichkeiten, diese finanzielle Belastung zu mildern, etwa durch alternative Finanzierungsmodelle oder die Option einer Ratenzahlung. Es lohnt sich auch, mit der Krankenkasse ĂŒber die Ăbernahme von Therapiekosten zu sprechen. Manche Kassen bieten zusĂ€tzliche Leistungen an, die nicht allgemein bekannt sind.
3. Es fehlt eine Begleitung
Ein weiterer hĂ€ufiger Fehler besteht darin, dass Sportler ohne gezielte Koordination und Vorbereitung in ihren Sport zurĂŒckkehren. Die Zusammenarbeit mit einem Sportmediziner bereits vor der vollstĂ€ndigen Wiederaufnahme sportlicher AktivitĂ€ten ist dabei von groĂem Vorteil. SportĂ€rzte sind in der Lage, durch Tests, wie die ĂberprĂŒfung der Muskelkraft oder Koordination, eine fundierte EinschĂ€tzung des Genesungsstatus nach einer Verletzung zu geben. Ein unĂŒberlegter Wiedereinstieg ohne vorherige Bewertung der körperlichen Verfassung ist nicht ratsam. Zudem ist ein schrittweiser Wiedereinstieg in den Sport, der auf den Ă€rztlichen Empfehlungen basiert, entscheidend fĂŒr eine erfolgreiche und nachhaltige RĂŒckkehr zur gewĂŒnschten sportlichen LeistungsfĂ€higkeit.
ZusĂ€tzliche Tipps fĂŒr eine sichere RĂŒckkehr zum Sport:
Fazit:
Wenn alle Hobbysportler diese Aspekte beachten wĂŒrden, könnten mit groĂer Wahrscheinlichkeit schon 85 Prozent der Probleme nach der Verletzung deutlich reduziert werden. Denn die gröĂte Gefahr, eine Verletzung zu bekommen, ist, wenn man gerade eine frische Verletzung hinter sich hat.
Ăber Dr. Csaba Losonc:
Dr. Csaba Losonc ist Facharzt fĂŒr OrthopĂ€die und Unfallchirurgie. Der GrĂŒnder und Leiter des medizinischen Versorgungszentrums MEDICUM Rhein-Ahr-Eifel in Bad Neuenahr-Ahrweiler verhilft gemeinsam mit seinem Team aus verschiedenen FachĂ€rzten Menschen zu einem schmerzfreien Leben. Dabei setzt er auf eine ganzheitliche Behandlung und verzichtet nach Möglichkeit auf Kortison oder Operation. Mehr Informationen dazu unter: https://medicum-rae.de
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