Weitere Weichenstellung fĂŒr Reformen: SWR wird flexibler, zukunftsfest und verkleinert seine FlĂ€chen
04.02.2025 - 13:01:27Um den Menschen im SĂŒdwesten auch kĂŒnftig ein relevantes öffentlich-rechtliches Programmangebot zu machen, muss der SWR VerĂ€nderungen annehmen und mitgestalten. Voraussetzung hierfĂŒr ist, dass sich der SWR so flexibel wie möglich beim Einsatz seiner Ressourcen zur ErfĂŒllung des Programmauftrags aufstellt. In diesem Zusammenhang hat die GeschĂ€ftsleitung des SWR entschieden, die bislang in Eigenproduktion hergestellten "Tatort"-Reihen des SWR und die regionale Serie "Die Fallers" sowie die Unterhaltungsformate "Sag die Wahrheit", "Tigerenten Club" und "Schlager-SpaĂ mit Andy Borg" ab 2026 schrittweise an externe Produktionsfirmen zu vergeben und StudioflĂ€chen am Standort Baden-Baden zu reduzieren.
Kai Gniffke, Intendant des SWR:
"Die Mediennutzung der Menschen verĂ€ndert sich rasant und mit ihr der SWR. Dabei mĂŒssen wir verantwortungsvoll mit den uns anvertrauten Mitteln umgehen und werden deshalb kĂŒnftig stĂ€rker Produktionsfirmen beauftragen, statt in eigene StudiokapazitĂ€ten zu investieren. Dadurch gewinnt der SWR an FlexibilitĂ€t und stĂ€rkt gleichzeitig die Produzentenlandschaft."
Clemens Bratzler, Programmdirektor des SWR fĂŒr Information, Sport, Fiktion, Service und Unterhaltung:
"Diese strukturelle Entscheidung ist keine Entscheidung gegen die Formate, die hoffentlich noch lange zur DNA des SWR gehören, auch wenn wir sie kĂŒnftig im Auftrag produzieren. Der schrittweise Ausstieg aus den Eigenproduktionen, die unsere Kolleginnen und Kollegen in exzellenter QualitĂ€t und mit viel Herzblut herstellen, ist ein schmerzhafter Einschnitt. Aber wir werden damit beweglicher und schaffen Raum fĂŒr Neues. Damit machen wir uns zukunftsfest - im Sinne unseres Publikums."
Michael Eberhard, Direktor des SWR fĂŒr Technik und Produktion:
"Die Kolleginnen und Kolleginnen, auf deren Arbeitsfelder sich die VerĂ€nderungen auswirken, werden innerhalb des SWR fĂŒr neue Aufgaben qualifiziert oder können entsprechend ihrer bisherigen Expertise fĂŒr die Produktion anderer Formate arbeiten, die wir weiterhin selbst herstellen. Perspektivisch stellen wir uns in der Produktion flexibler auf - das gesamte Leistungsprofil der Technik- und Produktionsbereiche wird auf Kernanforderungen und zukunftsorientierte Aufgaben ausgerichtet."
Jan BĂŒttner, Verwaltungsdirektor des SWR:
"Nach dem Bezug des neuen Medienzentrums im Jahr 2023 gibt die jetzt vorgenommene Weichenstellung dem SWR neuen Spielraum, seinen Immobilienbestand perspektivisch weiter zu konsolidieren und dadurch Bewirtschaftungskosten einzusparen. Dieses Geld kommt wiederum dem Programm zugute. Gleichzeitig zahlt dies auch auf die KEF-Forderung zur Verbesserung der FlÀcheneffizienz ein."
Bereits in der Vergangenheit hat der SWR einen Reformprozess gestartet, der nun mit den nĂ€chsten Schritten zusĂ€tzliche und spĂŒrbare VerĂ€nderungen bringt. DafĂŒr treibt die GeschĂ€ftsleitung die Digitalstrategie des Senders mit Tempo voran. Investitionen in die Zukunft, insbesondere in die QualitĂ€t des Journalismus und in neue Technologie wie zur Anwendung KĂŒnstlicher Intelligenz, haben höchste PrioritĂ€t. Verbunden damit wird die demografische Entwicklung in den nĂ€chsten Jahren genutzt, um den notwendigen Umbau sozialvertrĂ€glich zu gestalten.
Anke Mai, Programmdirektorin des SWR fĂŒr Kultur, Wissen und Junge Formate:
"Der SWR wird auch in Zukunft MaĂstĂ€be bei Information, Kultur und Unterhaltung setzen. Dies gilt auch fĂŒr den Standort Baden-Baden, zu dem wir uns klar bekennen und den wir als Audiostandort stark halten. Zudem wird hier die ARD Audiothek inhaltlich verantwortet, die wir weiter stĂ€rken wollen."
Baden-Baden ist und bleibt ein wichtiger Standort: Die Wellen SWR Kultur und SWR3, das junge Programm DASDING und das Radioprogramm des medienĂŒbergreifenden Nachrichtenangebots SWR Aktuell kommen beispielsweise von dort, ebenso die erfolgreiche SWR Nachmittagssendung "Kaffee oder Tee". Das Innovationslabor SWR X Lab, das ARD Audio Lab sowie das SWR Medienzentrum sind dort angesiedelt. Auch die technische Sendeabwicklung fĂŒr die linearen Fernsehprogramme des SWR, des SaarlĂ€ndischen Rundfunks (SR), des Hessischen Rundfunks (HR), des Bayerischen Rundfunks (BR), des Westdeutschen Rundfunks (WDR) sowie fĂŒr den ARD Bildungskanal ARD alpha erfolgt inzwischen zentral in Baden-Baden.
Newsletter: "SWR vernetzt", SWR vernetzt Newsletter
Pressekontakt:
Stefanie Zenke, Tel. 0711 929 11030, kommunikation@SWR.de
Original-Content von: SWR - SĂŒdwestrundfunk ĂŒbermittelt durch news aktuell


