BĂ€rbel, Bas

BĂ€rbel Bas im ARD-Sommerinterview

10.08.2025 - 17:28:07

Berlin - Die ARD sendet am heutigen Sonntag, dem 10. August 2025, im "Bericht aus Berlin" das ARD-Sommerinterview mit BĂ€rbel Bas, SPD-Parteivorsitzende und Bundesministerin fĂŒr Arbeit und Soziales. Im Anschluss finden Sie einige AuszĂŒge.

Arbeitsministerin BĂ€rbel Bas, SPD, sieht sich in Sachen Rentenreform als "vielleicht versetzungsgefĂ€hrdet" Laut ARD-Deutschlandtrend haben 81% der Befragten in Deutschland kein Vertrauen, dass diese Bundesregierung eine grundlegende Reform der Rentenversicherung schafft. In der Schule wĂ€re dies eine glatte 5 fĂŒr die zustĂ€ndige Bundesministerin fĂŒr Arbeit und Soziales, BĂ€rbel Bas, sagt Matthias Deiß im ARD-Sommerinterview. Bas antwortet: "Also ich bin vielleicht versetzungsgefĂ€hrdet, aber noch nicht durchgefallen, weil wir ja an den Programmen arbeiten. (...) Ein Mann bekommt einen durchschnittlichen Zahlbetrag, wenn er in Rente geht, von 1405 EUR; bei Frauen ist es sogar noch weniger: 955. Ich kann diesen Menschen jetzt nicht die Botschaft geben: Wir senken das Renten-Niveau weiter ab, weil dann wĂŒrden sie noch weniger bekommen und landen am Ende auch beim Staat, nĂ€mlich in der Grundsicherung im Alter, weil sie ZuschĂŒsse brauchen. Das kann auch nicht die Option sein."

Bas in Israel-Frage einig mit Kanzler Merz Im ARD-Sommerinterview sagt BĂ€rbel Bas zur Entscheidung der Bundesregierung, Israel nur noch eingeschrĂ€nkt Waffen zu liefern: "Ich finde, Friedrich Merz zu unterstellen, er wĂŒrde Israel verraten, das ist schon starker Tobak. (...) Wir mĂŒssen Israel weiter unterstĂŒtzen und ihnen auch helfen, aber dennoch haben wir auch eine Lage mittlerweile, dass wir auch die Menschen im Gazastreifen nicht vergessen dĂŒrfen. Auch das ist eine Verantwortung, die wir tragen." Die SPD-Chefin rĂ€t dem Kanzler aber, innerhalb seiner eigenen CDU/CSU-Fraktion in dieser Frage besser zu kommunizieren: "Das ist etwas, wo die Fraktion der CDU/CSU miteinander klĂ€ren muss, wie sie ihre Kommunikationswege in solchen wichtigen Fragen aufbaut und auch sicherstellt. Und da kann ich nur empfehlen, dass man das tut.

Ansonsten hat man einen öffentlichen Streit und den sollte man vermeiden, weil wir wollten es alle miteinander besser machen als die Ampel und das sieht im Moment nicht danach aus. Das muss man jetzt so kritisch sagen."

Uneins ist sich die SPD-Parteichefin allerdings mit dem Koalitionspartner Union in der Frage der Richterwahl und des RĂŒckzugs von Frauke Brosius-Gersdorf als SPD-Kandidatin fĂŒr das Amt als Bundesverfassungsgericht-Richterin

BĂ€rbel Bas kritisiert das Verfahren in der schwarz-roten Koalition deutlich: "Das ist fĂŒr mich auch keine Kleinigkeit und das ist auch noch nicht geklĂ€rt. (...) Das hat Wunden hinterlassen, auch in meiner Fraktion und Partei, und ich erwarte jetzt, dass wir das miteinander klĂ€ren." Konkret gefragt, ob sie Jens Spahn, den Fraktions-Chef der Union im Bundestag, noch vertraue, sagt BĂ€rbel Bas: "Das Vertrauen ist angeschlagen und ich kann auch nicht einfach so zur Tagesordnung ĂŒbergehen und wir werden darĂŒber noch sprechen."

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