BÀrbel SchÀfer empfindet keine Wut in einem Stau mehr
18.04.2024 - 07:40:40Moderatorin und Autorin BĂ€rbel SchĂ€fer (60) hat wegen eines Schicksalsschlags in ihrem Leben einen besonderen Blick auf Staus nach einem Unfall. Ihr Bruder verunglĂŒckte einst mit dem Auto und Helfer versuchten damals, ihn noch zu retten. «Wenn ich heute wegen eines Unfalls im Stau stehe, dann empfinde ich seit dieser Zeit keine Wut mehr. In einem Stau bin ich geduldig, weil ich weiĂ: Da sind gerade Menschen, die ihren Job machen wollen und versuchen, Leben zu retten», sagte SchĂ€fer der Deutschen Presse-Agentur in Köln. Sie glaube, dass es viele «verwaiste Geschwister, Eltern, Partner» gebe, die schon erlebt hĂ€tten, was RettungskrĂ€fte und NotfallĂ€rzte fĂŒr eine auĂergewöhnlich engagierte Arbeit leisteten.
Unfall ihres Bruders hat sie nachdenklich gemacht
«Bei meinem Bruder ist es leider tödlich ausgegangen. Aber bei anderen können diese Menschen womöglich noch helfen», sagte SchÀfer. Daran denke sie in solchen Situationen.
Die 60-JĂ€hrige prĂ€sentiert von Montag (22. April) an bei Sat.1 und Joyn die Doku-Reihe «Notruf», in der echte RettungskrĂ€fte ihre schwierigsten EinsĂ€tze kommentieren werden. Die FĂ€lle werden dafĂŒr aufwendig nachgestellt. Das Format lĂ€uft von Montag bis Freitag um 18.00 Uhr. Der Titel der Sendung dĂŒrfte vielen Zuschauern dabei noch in Erinnerung sein. Von 1992 bis 2006 lief «Notruf» bei RTL, groĂ gemacht von einstigen Talker Hans Meiser (1946-2023).
Deshalb will BÀrbel SchÀfer «Notruf» moderieren
SchĂ€fer sagte, sie selbst habe sich aufgrund einer «Kombination aus verschiedenen Assoziationen und Gedanken» entschieden, die neue Sendung zu moderieren. Ein Grund ist fĂŒr sie, die Arbeit von RettungskrĂ€ften wertschĂ€tzen zu wollen. Als Beispiel nannte sie aber auch «ganz private Assoziationen» mit dem Thema. «Mein Bruder ist mit dem Auto verunglĂŒckt und sehr viele Helfer haben an der Autobahnleitplanke noch versucht, ihn zu retten», berichtete sie. Erfahren habe sie davon, als sie ein Notfallseelsorger aus dem Bett geklingelt habe. Ăber diese Erlebnisse hat sie auch ein Buch geschrieben.


