«Wicked»-Regisseur bleibt trotz Oscar-Erfolg bescheiden
20.10.2025 - 05:00:45Regisseur Jon M. Chu sieht in seinem populĂ€ren Filmmusical «Wicked» mit US-Superstar Ariana Grande und SĂ€ngerin Cynthia Erivo mehr als nur einen PreisanwĂ€rter. «Ich glaube nicht, dass wir darĂŒber gerade nachdenken. "Wicked" ist fĂŒr uns sogar noch gröĂer als jede Auszeichnung», sagte Chu der Deutschen Presse-Agentur in Berlin auf die Frage, ob er bereits an die kommende Oscar-Saison denke.Â
Der Filmemacher hat das Broadway-Musical «Wicked â Die Hexen von Oz» in zwei Teilen verfilmt. Es ist ein Prequel der Geschichte «Der Zauberer von Oz». Teil eins startete 2024 in den Kinos, die Fortsetzung soll in Deutschland ab dem 19. November zu sehen sein.Â
Regisseur: «Wicked» ist ein Lebenswerk
Chu («Step Up to the Streets», «Crazy Rich») bezeichnete das Projekt als ein Lebenswerk und eine gröĂere Reise. «FĂŒr mich persönlich waren es mehr als fĂŒnf Jahre. Ich habe wĂ€hrend dieser Zeit drei Kinder bekommen. Es war ein Prozess, der unser aller Leben verĂ€ndert hat».
Zur Leistung seiner beiden Hauptdarstellerinnen Erivo und Grande rĂ€umte er ein, beide spielten generell sehr prĂ€zise. «Diese Frauen verdienen jede Auszeichnung, die es gibt».Â
Der erste Teil erhielt dieses Jahr zehn Nominierungen bei den Oscars, unter anderem als bester Film, fĂŒr die beste Hauptdarstellerin (Erivo) und die beste Nebendarstellerin (Grande). Letztlich holte «Wicked» zwei Auszeichnungen fĂŒr das beste Szenenbild und das beste KostĂŒmdesign. Es wird erwartet, dass die kommenden Oscar-Nominierungen am 22. Januar 2026 bekanntgegeben werden.Â
Ariana Grande fĂŒhlt sich wie ihre Filmfigur
«Wicked» handelt von der Freundschaft zwischen der «guten» Hexe Glinda (Grande) und der grĂŒnhĂ€utigen Elphaba (Erivo), die spĂ€ter als die «böse Hexe des Westens» im Land Oz bekannt wird. WĂ€hrend des Drehs hĂ€tten sich alle sehr nahegestanden, erzĂ€hlte Chu.Â
«Die ganze Welt wartete darauf, zu sehen, was wir erreichen konnten. Wir alle waren in unserem Leben AuĂenseiter». PopsĂ€ngerin Grande sei zwar «das beliebteste MĂ€dchen der Welt». Doch sie fĂŒhle sich auch wie ihre Filmfigur Glinda, sagte er. «Sie setzt eine Fassade auf, und Menschen suchen nach Halt bei ihr, dabei denkt sie sich: "Ich weiĂ nicht einmal, wer ich gerade bin"».





