10 Jahre TextilbĂŒndnis - Gemeinsames Engagement fĂŒr nachhaltige und gerechte Lieferketten
02.12.2024 - 14:43:55 | presseportal.de
Die Veranstaltung verdeutlichte: Allianzen wie das TextilbĂŒndnis sind unverzichtbar, insbesondere vor dem Hintergrund neuer Gesetzgebungen wie dem deutschen Lieferkettengesetz und der EU-Lieferkettenrichtlinie.
Gemeinsam mehr erreichen: AbsichtserklÀrung zur StÀrkung von Rechteinhaber*innen
Ein Höhepunkt der JubilĂ€umsveranstaltung war die Unterzeichnung einer AbsichtserklĂ€rung durch Entwicklungsministerin Svenja Schulze und Partnerorganisationen. Unter dem Motto "Weil wir gemeinsam mehr erreichen" bekrĂ€ftigt die ErklĂ€rung die Notwendigkeit, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen in ProduktionslĂ€ndern als legitime Vertretung von Rechteinhaber*innen anzuerkennen und ihre Perspektiven inklusiv und partizipativ in die BĂŒndnisarbeit einzubringen. Die ErklĂ€rung wird von einer Vielzahl von Akteuren getragen, darunter Blutsgeschwister GmbH, der Deuter Sport GmbH, der Hakro GmbH, der Karl Dickhoff GmbH & Co. KG, der KiK Textilien und Non-Food GmbH, der Lidl Stiftung & Co. KG, der s.Oliver Bernd Freier GmbH & Co. KG, der Tchibo GmbH, der Weitblick GmbH & Co. KG, FEMNET e. V., Health and Environment Justice Support e. V., dem INKOTA-netzwerk e. V., SĂDWIND e. V., Fairtrade Deutschland e. V. und ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft.
Svenja Schulze, Bundesministerin fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: "Nachhaltige und gerechte Lieferketten können gelingen, wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten, ihr Wissen teilen und weitergeben. Genau diesen Austausch wollen wir im Textilsektor jetzt vorantreiben. Dabei kommt es besonders auf die Gewerkschaften in unseren PartnerlĂ€ndern an. Denn sie sind zusammen mit den lokalen Nichtregierungsorganisationen unerlĂ€sslich fĂŒr soziale VerĂ€nderungen vor Ort."
Allianzen fĂŒr die StĂ€rkung von Menschenrechten und Umweltschutz
Die BĂŒndnisarbeit hat gezeigt, dass Allianzen eine SchlĂŒsselrolle bei der nachhaltigen Transformation von Lieferketten spielen. So hat das TextilbĂŒndnis tausende kleinbĂ€uerliche Familien in Indien dabei unterstĂŒtzt, Bio-Baumwolle statt konventioneller, nicht nachhaltiger Baumwolle anzubauen. Die BĂ€uerinnen und Bauern können so ein höheres Einkommen erzielen und ihre Kinder zur Schule schicken. DarĂŒber hinaus wurden Beschwerdemechanismen mit UnterstĂŒtzung des BĂŒndnisses eingerichtet. Ăber 150.000 Arbeiterinnen und Arbeiter haben dadurch heute die Möglichkeit, auf MissstĂ€nde aufmerksam zu machen und Verbesserungen anzustoĂen. Auch in Deutschland sind die Erfolge des TextilbĂŒndnisses sichtbar: So haben sich die BĂŒndnismitglieder frĂŒh dazu verpflichtet, unternehmerische Sorgfaltspflichten in ihren Lieferketten umzusetzen. Dies hat maĂgebliche Grundarbeit geleistet, auf die das deutsche Lieferkettengesetz und die EU-Lieferkettenrichtlinie aufbauen konnten.
Zur Wirkung und Arbeit in einer Allianz wie dem TextilbĂŒndnis diskutierten Entwicklungsministerin Svenja Schulze gemeinsam mit Anke Ehlers von Aldi SĂŒd, Silke Zimmer von ver.di, Dr. Gisela Burckhardt von FEMNET e.V. und Kilian Dieckhoff von Karl Dieckhoff GmbH & Co. KG. Die Panelist*innen berichteten u.a. aus ihrer Sicht von Chancen und Herausforderungen als BĂŒndnismitglied. Hierbei hoben sie insbesondere die Arbeit in den gemeinsamen Projekten (BĂŒndnisinitiativen) fĂŒr mehr Wirkung vor Ort hervor.
StÀrkere Einbindung von Rechteinhaber*innen in ProduktionslÀndern
Neben der Bedeutung von Allianzen lag ein zentraler Fokus auf der Einbindung von Rechteinhaber*innen in den ProduktionslĂ€ndern. So berichteten Vertreter*innen lokaler Gewerkschaften aus Indien und Indonesien von der Zusammenarbeit mit BĂŒndnisunternehmen. Durch das TextilbĂŒndnis-Projekt "Joint Grievance Mechanism with Fair Wear Foundation" haben Rechteinhaber*innen beispielsweise nun die Möglichkeit, eine Beschwerde einzureichen und gehört zu werden.
Die Parlamentarische StaatssekretĂ€rin BĂ€rbel Kofler (BMZ) hob hervor: "Die Einbindung von Rechteinhaber*innen ist nicht nur notwendig und richtig, sondern auch ein entscheidender Erfolgsfaktor fĂŒr gerechte Lieferketten."
Blick nach vorne: Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft stÀrken
Die Veranstaltung schloss mit einem Ausblick auf kommende Herausforderungen und Chancen. Die Entwicklungen in Bangladesch, die Umsetzung der EU-Lieferkettenrichtlinie und die EU-Textilstrategie verdeutlichen, dass der Bedarf an starken Allianzen weiter wÀchst.
Gina Burgard, Sekretariatsleiterin des TextilbĂŒndnisses, fasste zusammen: "Das TextilbĂŒndnis war schon immer und wird auch in Zukunft eine Plattform fĂŒr Erfahrungsaustausch und wirkungsvolle Projektarbeit vor Ort sein - weit ĂŒber gesetzliche Vorgaben hinaus."
Pressekontakt:
BĂŒndnis fĂŒr nachhaltige Textilien
Deutsche Gesellschaft fĂŒr Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Friedrich-Ebert-Allee 32 + 36
53113 Bonn
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