Social Media, Medien

Projekt FACTory startet: Faktenchecks fĂŒr die Logik sozialer Medien

10.02.2026 - 10:00:17 | presseportal.de

Berlin - Falschinformationen verbreiten sich in sozialen Netzwerken schnell und in unterhaltsamen Formaten wie Videos und Bildern. Faktenchecks dagegen erscheinen hĂ€ufig noch in nĂŒchternen, textlastigen Darstellungsformen - und erreichen viele Nutzerinnen und Nutzer auf mobilen Plattformen nur begrenzt. Das europĂ€ische Projekt FACTory (Building Reach & Amplifying Truth) setzt genau hier an. Ziel des Vorhabens ist es, Faktencheck-Inhalte sichtbarer, attraktiver und effizienter zu machen - auch fĂŒr kleinere Redaktionen mit begrenzten Ressourcen.

Projekt FACTory startet: Faktenchecks fĂŒr die Logik sozialer Medien - Foto: presseportal.de
Projekt FACTory startet: Faktenchecks fĂŒr die Logik sozialer Medien - Foto: presseportal.de

"Falschbehauptungen sind auf schnelle Verbreitung optimiert - wenn Faktenchecks auf Social Media mithalten wollen, brauchen auch sie attraktive, plattformgerechte Formate, ohne Abstriche bei der journalistischen QualitĂ€t", sagt Teresa Dapp, Leiterin dpa-Faktencheck und GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der dpa-infocom GmbH.

FACTory wird von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) koordiniert und vereint fĂŒnf etablierte Faktencheck-Organisationen aus Europa. Gemeinsam entwickeln und testen sie neue Formate und ArbeitsablĂ€ufe, mit denen geprĂŒfte Informationen besser auf sozialen Plattformen verbreitet werden können. Ein zentraler Bestandteil ist dabei der verantwortungsvolle Einsatz von KĂŒnstlicher Intelligenz.

Faktenchecks fĂŒr mobile und visuelle Plattformen

Im Mittelpunkt stehen visuelle, interaktive und plattformgerechte Formate fĂŒr Angebote wie TikTok, Instagram, YouTube oder Messenger-Dienste. Gleichzeitig arbeiten die Projektpartner an effizienteren Produktionsprozessen, die es ermöglichen, Faktenchecks schneller und skalierbarer umzusetzen.

Neben der dpa beteiligen sich an FACTory: Pravda Association (Polen), Lakmusz / Magyar Jeti Zrt (Ungarn), Delfi (Litauen) und Funky Citizens (RumÀnien). Zudem holen die Teams lokale Partner ins Boot.

Wissenstransfer fĂŒr nachhaltige Wirkung

Damit die Ergebnisse ĂŒber die 18-monatige Projektlaufzeit hinaus wirken, erstellt FACTory ein mehrsprachiges Playbook, das erprobte Formate, KI-gestĂŒtzte Workflows und Best Practices dokumentiert. ErgĂ€nzend sind Workshops und Schulungen fĂŒr die europĂ€ische Faktencheck-Community und weitere Interessierte geplant.

FACTory wird von der EuropÀischen Union im Rahmen der Ausschreibung CNECT/2024/1910855 kofinanziert.

Über dpa:

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) wurde 1949 gegrĂŒndet und gehört zu den weltweit fĂŒhrenden unabhĂ€ngigen Nachrichtenagenturen. dpa beliefert Medien, Unternehmen und Organisationen mit redaktionellen Angeboten. Dazu zĂ€hlen Texte, Fotos, Videos, Grafiken, HörfunkbeitrĂ€ge und andere Formate. Als international tĂ€tige Agentur berichtet dpa in sieben Sprachen. Rund 1000 Journalistinnen und Journalisten arbeiten weltweit an etwa 140 Standorten. Gesellschafter der dpa sind rund 170 deutsche Medienunternehmen. Die Zentralredaktion der dpa unter der Leitung von Chefredakteur Sven Gösmann befindet sich in Berlin. Die GeschĂ€ftsfĂŒhrung um ihren Vorsitzenden Peter Kropsch ist am Unternehmenssitz in Hamburg tĂ€tig. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Daniel Schöningh (CEO Ippen-Mediengruppe, MĂŒnchen).

Im In- und Ausland vertrauen Medien unterschiedlicher redaktioneller Ausrichtung der ĂŒberparteilichen, neutralen und verifizierten Berichterstattung der dpa. Die dpa arbeitet nach den in ihrem Statut festgelegten GrundsĂ€tzen: unabhĂ€ngig von Weltanschauungen, Wirtschaftsunternehmen oder Regierungen. Finanzielle Zuwendungen von staatlichen Stellen, Unternehmen und Privatpersonen lehnt die dpa ab. Projektgebundene Förderungen nimmt die dpa lediglich in einigen wenigen ausgesuchten FĂ€llen und nach sorgfĂ€ltiger PrĂŒfung an. Eine Auflistung dieser Projekte ist auf unserer Website zu finden.

Pressekontakt:

dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
Jens Petersen
Leiter Konzernkommunikation
Telefon: +49 40 4113 32843
E-Mail: pressestelle@dpa.com

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