Kongress, Grundlagen

Kongress bietet wertvolle Grundlagen fĂŒr Arbeit vor Ort / 150 Personen bei DFV-Fortbildung in Berlin / Kooperation mit Handwerk bekrĂ€ftigt

13.09.2024 - 15:46:43 | presseportal.de

Berlin - Kommunikation und FĂŒhrung standen im Mittelpunkt des 12. Bundesfachkongresses des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) in Berlin. "Vom Operationsplan Deutschland bis zum Waldbrandatlas, von Resilienz der Bevölkerung bis Ansprache der Politik: Wir bieten Grundlagen fĂŒr die Arbeit der Feuerwehren vor Ort", resĂŒmierte DFV-PrĂ€sident Karl-Heinz Banse die erfolgreiche Veranstaltung. 150 Feuerwehrangehörige aus ganz Deutschland nahmen an dem Kongress im Haus der Bundespressekonferenz teil. Zahlreiche Mitglieder des DFV-Förderkreises haben sich in einer begleitenden Fachausstellung zusĂ€tzlich eingebracht.

Kongress bietet wertvolle Grundlagen fĂŒr Arbeit vor Ort / 150 Personen bei DFV-Fortbildung in Berlin / Kooperation mit Handwerk bekrĂ€ftigt - Foto: presseportal.de
Kongress bietet wertvolle Grundlagen fĂŒr Arbeit vor Ort / 150 Personen bei DFV-Fortbildung in Berlin / Kooperation mit Handwerk bekrĂ€ftigt - Foto: presseportal.de

Der Bundesfachkongress war eine gute Gelegenheit, die Gemeinsame ErklĂ€rung zwischen dem Deutschen Feuerwehrverband und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) zu erneuern. DFV-PrĂ€sident Karl-Heinz Banse und ZDH-PrĂ€sident Jörg Dittrich bekrĂ€ftigten die Zusammenarbeit beider VerbĂ€nde. Banse erklĂ€rte Kooperationen zu wichtigen Grundlagen vielversprechenden Miteinanders: "Es ist mir ein großes Anliegen, die bereits seit vielen Jahren bestehende Kooperationsvereinbarung zu erneuern und mit zeitgemĂ€ĂŸen Überlegungen fortzuentwickeln." Banse verwies auf die bestehende und gute Tradition, dass in den Feuerwehren viele Menschen mit einer soliden handwerklichen Ausbildung engagiert sind und oft auch Handwerksmeister FĂŒhrungsaufgaben ĂŒbernĂ€hmen. Dittrich betonte: "Wir können jeweils viel voneinander lernen. Die Herausforderungen heutzutage sind so komplex, dass Spezialwissen handwerklicher Berufe im Feuerwehreinsatz immer wieder helfen kann." Als aktuelle Beispiele nannte er Kenntnisse zu Photovoltaikanlagen oder Dacheindeckungen. "Der Zentralverband des Deutschen Handwerks schĂ€tzt das Engagement seiner Mitarbeiter fĂŒr Gemeinwohlaufgaben in der Feuerwehr, gerade auch zunehmend im lĂ€ndlichen Raum", so Dittrich.

GesprÀche mit Politikern: enger Bezug zum eigenen Wirkungskreis

Der gute und nachhaltige Kontakt zu GesprĂ€chspartnern auf der jeweiligen Ebene und der enge Bezug zum eigenen Wirkungskreis sind unerlĂ€sslich. Ein regelmĂ€ĂŸiger und vertrauensvoller Austausch ist die Grundlage jeder Zusammenarbeit. Und nur so sind Ansprechpartner in der Politik bereit, sich auf die berechtigten Anliegen einzulassen. "Wer etwas erreichen möchte, muss den Politikern den GesprĂ€chsbedarf, aber auch Inhalte und Anliegen gezielt und verstĂ€ndlich erlĂ€utern - am besten schon vorab", stellte die Vorsitzende des DFV-Beirats, Claudia Crawford, in ihrem Vortrag zum Kontakt zur Politik dar. Sie beteiligte in ihrem Vortrag die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktiv mit einem Online-Tool zu Meinungen und aktueller politischer Stimmungslage - ein gelungenes Novum in diesem Format, das sie bereits in der Online-Fortbildung "DFV direkt" genutzt hatte.

Große sicherheitspolitische Aufgaben erfordern eine gute zivil-militĂ€rische Zusammenarbeit von Bundeswehr und Feuerwehren

Gerade in den vergangenen Jahren hat die Bundeswehr bei etlichen friedensmĂ€ĂŸigen Ereignissen im Rahmen von Amtshilfe und damit zivil-militĂ€rischer Zusammenarbeit in der Bundesrepublik Deutschland wirksam unterstĂŒtzt. Oberst Armin Schaus aus dem Territorialen FĂŒhrungskommando der Bundeswehr (TerrFĂŒKdoBw) skizzierte viele Beispiele aus zurĂŒckliegenden Lagen wie Pandemie, Hochwasser, WaldbrĂ€nde, FlĂŒchtlingshilfe oder G-20-Gipfel. Die aktuelle Lage bezeichnete er als Situation zwischen Frieden und Krieg. "Die hybriden Bedrohungen, bei denen jedes einzelne Ereignis auf Bedrohung und Angriffssystematik hin geprĂŒft sowie bewertet wird, stellen auch immer die Resilienz der Infrastruktur auf die Probe. Eine Zusammenarbeit und gegenseitige ErgĂ€nzung von Bundeswehr und anderen Institutionen wie den Feuerwehren ist daher unerlĂ€sslich", resĂŒmierte Schaus die Dynamik der Herausforderungen. Oberst Schaus als Verantwortlicher im Planungsstab beschrieb die aktuellen Planungen der Bundeswehr mit dem "Operationsplan Deutschland". KrĂ€fte und Mittel seien nur einmal zu kalkulieren und stĂŒnden nicht mehreren Behörden und Einrichtungen zugleich zur VerfĂŒgung. Das gelte es gut zu organisieren und koordinieren. Auch die Nutzung von Verkehrswegen sei auf die Frequenz und physische Belastung hin zu ĂŒberprĂŒfen. Und immer dann, wenn die Bundeswehr sich mit solchen Einzelfragen beschĂ€ftigt, werden bei Dritten neue Problemstellungen und KlĂ€rungstatbestĂ€nde produziert. Hierbei gilt es auch die Beteiligung der Feuerwehren zu definieren. Wichtig sei aus seiner Sicht auch, die Bevölkerung an eine verĂ€nderte Lage zu gewöhnen, gerade in ruhigeren Zeiten ohne konkreten Anlass. Informationen und HintergrĂŒnde zum TerrFĂŒKdoBw: https://tinyurl.com/info-TerrFueKdoBw.

Einheiten fĂŒr lĂ€nderĂŒbergreifenden Einsatz einheitlich aufstellen

Die lĂ€nderspezifischen Unterschiede in der Zusammenstellung von Einheiten stellen immer wieder anfordernde und angeforderte Stellen im Rahmen der lĂ€nderĂŒbergreifenden Hilfe vor Probleme. "Wir ĂŒberfordern das gesamte System mit dem, was wir hier haben", kritisierte Mathias Bessel, stellvertretender Vorsitzender des Fachausschusses Zivil- und Katastrophenschutz der deutschen Feuerwehren (FA ZKS), im Vortrag "FĂ€higkeitsmanagement - Der Weg zur lĂ€nderĂŒbergreifenden Anforderung von KrĂ€ften und Mittel" den Status Quo. Einen Ansatz, diesen Zustand aufzulösen, stellte er zusammen mit Alexander Schuh, Leiter der Branddirektion Leipzig und Vorsitzender der AGBF Sachsen, dem Auditorium vor. Kern ist ein FĂ€higkeitskatalog, der vom FA ZKS in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Leiterinnen und Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF) sowie dem Bundesamt fĂŒr Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) erarbeitet wurde. Damit werden unabhĂ€ngig vom Einsatzszenario konkrete Anforderungen an die FĂ€higkeiten, Ausstattung, FĂŒhrung und Autarkie von Einheiten beschrieben. Wenn es gelĂ€nge, Einheiten fĂŒr den lĂ€nderĂŒbergreifenden Einsatz einheitlich nach dieser Systematik zu katalogisieren und aufzustellen, wĂŒrde dies mit der Aufstellung einer Datenbank verfĂŒgbarer Einheiten einen effektiveren und zielgerichteteren Anforderungsprozess und damit ein modernes FĂ€higkeitenmanagement bedeuten.

StÀrken kombinieren, Fehlverhalten durch Unwissen minimieren

"Es gibt viel Fehlverhalten in Katastrophen durch Unwissen", so Frieder Kircher, Vorsitzender des Gemeinsamen Ausschusses Brandschutzerziehung und -aufklĂ€rung von DFV und vfdb, in seinem Vortrag "Lessons Learned: Wieder mehr AufklĂ€rung und Selbsthilfe in der Bevölkerung". Aufmerksamkeit und Verantwortungsbewusstsein wecken, Grundlagen schaffen, selbststĂ€ndig Vorsorge treffen - das haben sich DFV und vfdb im Rahmen ihrer Brandschutzerziehung und -aufklĂ€rung zusammen mit dem BBK zur Aufgabe gemacht. Ziel ist es, die StĂ€rken aller Institutionen zu kombinieren. "Wir haben gemeinsam schon viel erreicht", so Kircher. Bereits in Schulen und auch der Öffentlichkeit allgemein werde vermehrt das richtige Verhalten bei Katastrophen und UnglĂŒcksfĂ€llen sowie Möglichkeiten zur eigenen Vorbereitung nĂ€hergebracht.

Waldbrandatlas als wichtiges Hilfsmittel fĂŒr den Feuerwehr-Einsatz

Kartenmaterial, digitale Atlanten, Onlinedienste und Satellitendaten: Dies ist eine Auswahl von Services, die Dr. Martin Lenk, Abteilungsleiter Geodienstleistungen, in seinem Vortrag "Ressourcen des Bundesamtes fĂŒr Kartographie und GeodĂ€sie: Praxisnutzen und Anwendung" dem interessierten Publikum vorstellte. Die klassische Karte, ob in analoger oder auch digitaler Form, ist nur ein Angebot des Bundesamtes fĂŒr die KrĂ€fte im Katastrophenschutz. Neben der laufenden Erhebung und Bereitstellung verschiedenster Geodaten stellt das Bundesamt auch anlassbezogen Leistungen zur VerfĂŒgung, etwa zur Identifikation von neuralgischen Punkten bei Großveranstaltungen. VerfĂŒgbar sind derzeit die digitalen Atlanten fĂŒr DĂŒrre, Hitze, Hochwasser und Waldbrand, die nahezu in Echtzeit online gestellt werden. Einzig fĂŒr den Waldbrandatlas ist eine einfache Registrierung als Katastrophenschutzeinheit erforderlich. In Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen wird das Angebot laufend verbessert und erweitert. "Es ist eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit", freute sich Lenk ĂŒber den steten Austausch mit den Feuerwehren.

Bilder der Veranstaltung stehen unter https://www.feuerwehrverband.de/presse/bilder/ zur VerfĂŒgung. Weitergehende Informationen zu den einzelnen VortrĂ€gen werden unter https://www.feuerwehrverband.de/veranstaltungen/bundesfachkongress/ bereitgestellt.

Helge Kudenholdt/Matthias Oestreicher (DFV-Presseteam)

Pressekontakt:

Deutscher Feuerwehrverband e. V. (DFV)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Silvia Oestreicher
Telefon: 030-28 88 48 823
E-Mail: oestreicher@dfv.org

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