Mediziner, Schornsteinfeger

Mediziner und Schornsteinfeger warnen vor erhöhten Kohlenmonoxid-Risiken in der Heizsaison

21.01.2025 - 08:05:00

Berlin - Laut den letzten "Erhebungen des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks" wurden 2023 deutschlandweit ĂŒber 19 Millionen Heizanlagen mit fossilen Brennstoffen betrieben. Fast 14,4 Millionen nutzen Erdgas, rund 5 Millionen Öl. Die Schornsteinfeger mĂŒssen in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden ihren gesetzlichen Aufgaben nachkommen und u.a. den CO-Gehalt im Abgas der Anlagen ĂŒberprĂŒfen. Bei mehr als 121.000 Gasfeuerungsanlagen lag dieser Wert zwischen 500 und 1.000 ppm und es wurde vom Schornsteinfegerhandwerk eine Wartung empfohlen. Bei rund 86.000 Gasfeuerungsanlagen, die bereits einen gefĂ€hrlichen CO-Gehalt von mehr als 1.000 ppm aufwiesen, wurde eine MĂ€ngelmeldung mit Fristsetzung ausgestellt.

Die Gefahr: Das Atemgift Kohlenmonoxid ist mit den menschlichen Sinnen nicht wahrnehmbar. Ein einziger Defekt an der Heizungsanlage oder ein zugesetzter Schornstein kann dazu fĂŒhren, dass CO-haltiges Abgas austritt und sich unbemerkt in geschlossenen RĂ€umen ansammelt. In der kalten Jahreszeit steigt somit die Gefahr von Kohlenmonoxid-Vergiftungen.

Vorsicht im Umgang mit HeizgerÀten und FeuerstÀtten

Mediziner und Schornsteinfeger fordern daher gemeinsam mit der Initiative "CO macht K.O." dazu auf, Heizungen sowie Schornsteine regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒfen zu lassen, und warnen eindringlich vor den oft unterschĂ€tzten Gefahren des giftigen Gases Kohlenmonoxid. Es ist geruchlos, unsichtbar sowie geschmacklos und kann innerhalb weniger Minuten zu schweren gesundheitlichen SchĂ€den fĂŒhren. In hohen Konzentrationen wirkt das Gas, das auch als lautloser Killer bezeichnet wird, sogar tödlich.

"Erste Symptome einer Vergiftung sind Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel", erklĂ€rt Dr. Hella Körner-Göbel von der Initiative "CO macht K.O." und warnt: "Besonders riskant ist der Betrieb von Heizpilzen oder Holzkohlegrills in InnenrĂ€umen. Was viele nicht wissen: CO dringt ungehindert durch Decken und WĂ€nde und kann so auch aus dem Keller oder der Nachbarwohnung in die eigenen vier WĂ€nde gelangen."

Schornsteinfeger: CO-Melder können Leben retten

"Eine einfache, aber wirkungsvolle Schutzmaßnahme sind CO-Warnmelder. Sie alarmieren frĂŒhzeitig, wenn die CO-Konzentration in einem Raum gefĂ€hrlich wird." Besonders in RĂ€umen mit GasheizgerĂ€ten oder Kaminöfen sind die Melder empfehlenswert", erklĂ€rt Julia Bothur, VorstĂ€ndin fĂŒr Presse und Öffentlichkeitsarbeit im Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks.

Empfehlungen der Initiative "CO macht K.O."

Über die Initiative zur PrĂ€vention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen:

Die Initiative zur PrĂ€vention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen wurde im Jahr 2018 gegrĂŒndet. Zu den Mitgliedern gehören der Bundesverband der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst (ÄLRD), die Bundesarbeitsgemeinschaft NotĂ€rzte (BAND), der Deutsche Feuerwehrverband (DFV), der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV), der BHE Bundesverband Sicherheitstechnik, das Deutsche Pelletinstitut (DEPI), der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) sowie verschiedene Hersteller von Kohlenmonoxid-Meldern.

Pressekontakt:

Initiative zur PrÀvention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen
"CO macht K.O. - SchĂŒtze dich vor Kohlenmonoxid!"
Frau Claudia Groetschel
Tel.: 030/44 02 01 33
E-Mail: [email protected]

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