Selenskyj, Ukraine

Selenskyj warnt bei „maischberger“: Ukraine könnte zweites Afghanistan werden

17.02.2025 - 16:33:21

Berlin/MĂŒnchen - Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj warnt davor, dass es bei einem Ende des Ukraine-Kriegs zu einer Situation wie in Afghanistan kommen könnte. „Ich glaube, dass niemand an einem Afghanistan 2.0 interessiert ist. Fehlender Respekt vor Menschenleben hat damals zur Tragödie gefĂŒhrt“, sagt Selenskyj in der ARD-Talksendung „maischberger“. „Wir erinnern uns, was in Afghanistan passiert ist, als die US-Amerikaner ĂŒberstĂŒrzt abgezogen sind. Es gibt also Erfahrungen damit, was passiert, wenn jemand etwas undurchdacht beendet und sich sehr schnell zurĂŒckzieht.“

Selenskyj betont, wie wichtig die UnterstĂŒtzung der USA fĂŒr sein Land nach wie vor sei. Die Ukraine sei heute zwar ein anderes Land als zu Beginn des russischen Angriffskriegs, es sei „sehr erfahren, mit einer eigenen RĂŒstungsproduktion“. Aber: „Einen Sieg der Ukraine wird es ohne UnterstĂŒtzung der USA definitiv nicht geben“, sagt Selenskyj bei „maischberger“.

GesprĂ€che ĂŒber einen Waffenstillstand mĂŒssten nach Ansicht des ukrainischen PrĂ€sidenten auch Sicherheitsgarantien umfassen: „Dann sprechen wir auch ĂŒber die Frage der Truppenkontingente“, sagt Selenskyj. DarĂŒber habe er mit US-PrĂ€sident Donald Trump gesprochen. Trump verfolge den Ansatz, dass ein europĂ€isches Truppenkontingent der Ukraine helfen sollte. „Ich habe ihm gesagt, dass die Amerikaner dabei sein sollten. Es geht nicht nur um TruppenstĂ€rke. Es ist eine wichtige Machtdemonstration gegenĂŒber Putin, dass alle VerbĂŒndeten gemeinsam die Ukraine schĂŒtzen“, sagt Selenskyj bei „maischberger“.

Das Interview mit Selenskyj wurde am Samstag, 15. Februar 2025, bei der Sicherheitskonferenz in MĂŒnchen aufgezeichnet. Es wird am Dienstag, 18. Februar 2025, um 23:05 Uhr in der ARD-Talksendung "maischberger" in Das Erste ausgestrahlt und ist heute ab 20:00 Uhr in der ARD-Mediathek verfĂŒgbar.

„maischberger“ ist eine Gemeinschaftsproduktion der ARD, hergestellt vom WDR in Zusammenarbeit mit Vincent productions GmbH.

Redaktion: Elke Maar

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