Artenschutz, Tierschutz

Blutspur von Japan zu den FĂ€röer-Inseln: GRD ĂŒbergibt 24.144 Unterschriften gegen Delfinschlachtungen

16.09.2025 - 14:52:06

MĂŒnchen - Aus Tradition töten Japaner und FĂ€ringer jedes Jahr zu Hunderten intelligente Delfine und verwandeln die Buchten regelmĂ€ĂŸig in blutige SchlachthĂ€user. Gegen diese grausame Praxis protestierten am World Dolphin Day (Freitag, 12. September) auf Initiative der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) in Berlin zahlreiche Demonstrant:innen. Im Rahmen dieser Aktion ĂŒbergab die GRD ĂŒber 24.000 Unterschriften gegen das Töten an die Botschaften von DĂ€nemark und Japan. Mit einer symbolischen Blutspur zwischen den Botschaften machten die Teilnehmenden zusĂ€tzlich auf die Schlachtungen aufmerksam.

Delfinschlachtungen stoppen!

Auf den Tag genau vier Jahre nach der grĂ¶ĂŸten dokumentierten Treibjagd auf Delfine, der am 12. September 2021 insgesamt 1.428 Weißseitendelfine zum Opfer fielen, versammelten sich im Berliner Botschaftsviertel zahlreiche TierschĂŒtzer:innen, um ihrem Protest gegen die brutalen Massaker Ausdruck zu verleihen. Aufgerufen hatte die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V., unterstĂŒtzt von der Captain Paul Watson Foundation Germany. In ihren Auftaktreden prangerten beide Organisationen die unhaltbaren ZustĂ€nde der Treibjagden und das immense Leid der MeeressĂ€uger an.

"Jedes einzelne Lebewesen, um das gekÀmpft wird, ist es wert."

Mathias Hansen (GRD) betonte: "FĂ€ringer und Japaner rechtfertigen das Schlachten der Delfine mit Tradition. Doch Tradition kann niemals ein Argument sein, wenn sie auf dem Blut unschuldiger Lebewesen basiert."

Tom Strerath (Captain Paul Watson Foundation Germany) richtete seine Worte direkt an die SchlÀchter in Japan und auf den FÀröer-Inseln: "Seid euch immer gewiss: Es gibt Menschen, die euer Handeln nicht akzeptieren - auch wenn es legal ist. Diese Menschen mobilisieren sich auf Demonstrationen, in den Medien, mit Kampagnen. Jedes einzelne Lebewesen, um das gekÀmpft wird, ist es wert."

Weshalb Delfine und Wale trotz internationalen Schutzes in einigen LÀndern noch immer bejagt werden, erklÀrte Björn Thun von PETA Deutschland in seiner Rede.

Anschließend begaben sich die Teilnehmenden zu den Botschaften von DĂ€nemark (die FĂ€röer-Inseln sind ein autonomes Gebiet des Königreichs DĂ€nemark) und Japan. Auf ihrem Weg dorthin zogen sie mit einem 800 Meter langen Stoffband eine symbolische Verbindung zwischen beiden LĂ€ndern: Eine Blutspur, die verdeutlichte, dass beide Staaten schwerwiegende Verbrechen an den Delfinen begehen. Japaner und FĂ€ringer sind vereint im brutalen Schlachten von MeeressĂ€ugern, die zu den SchlĂŒsselarten fĂŒr das ökologische Gleichgewicht in den Ozeanen zĂ€hlen. Jeder getötete Delfin und jeder geschlachtete Wal bedeutet einen Verlust fĂŒr die biologische Vielfalt, die StabilitĂ€t der Meere und letztlich auch fĂŒr uns Menschen, da unser Leben von gesunden Ozeanen abhĂ€ngig ist.

Übergabe von rund 25.000 Protest-Unterschriften

In den vergangenen Jahren hat die GRD 19.608 Unterschriften gegen die Schlachtungen in Japan und 4.536 Unterschriften gegen die Jagden auf den FĂ€röer-Inseln gesammelt. Diese wurden am Freitag den Botschaften ĂŒbergeben. Bezeichnend: WĂ€hrend die zweite GRD-Vorsitzende und MitgrĂŒnderin Angelika Gebhard in der dĂ€nischen Botschaft die Listen samt einem Schreiben an den Botschafter persönlich an eine Mitarbeiterin ĂŒberreichen konnte, mussten die an Japan gerichteten Unterschriften am EmpfangshĂ€uschen der Botschaft nahezu anonym abgegeben werden.

Den Abschluss der Protestveranstaltung gestaltete die GRD-Delfinbotschafterin, Mezzosopranistin und Leiterin der UnterwasserOper, Claudia Herr. In ihrem Beitrag schilderte sie ihre gefĂŒhlvollen Begegnungen mit MeeressĂ€ugern vor La Gomera: Sie sang unter Wasser, und die Tiere reagierten auf ihren Gesang - fast so, als wollten sie ihr antworten. Ein kurzer Ausschnitt dieser mittels Hydrophon aufgezeichneten "Kommunikation" wurde den Teilnehmenden vorgespielt.

Die GRD betonte zudem, dass sie von den Botschaften nun erwartet, die Forderungen nicht zu ignorieren, sondern an die jeweiligen Regierungen weiterzutragen. Es ist höchste Zeit, dass die Verantwortlichen ein klares Signal setzen und das Töten von Delfinen beenden.

Hintergrund:

Delfinschlachtungen sind in einigen LĂ€ndern nach wie vor grausame RealitĂ€t. Auf den FĂ€röer-Inseln wurden allein in diesem Jahr bereits ĂŒber 900 Delfine getötet - die Buchten der Inselgruppe im Nordatlantik fĂ€rben sich wĂ€hrend der sogenannten GrindadrĂĄps regelmĂ€ĂŸig blutrot. Ein Ă€hnliches Bild zeigt sich im japanischen Fischerort Taiji, wo Anfang September die sechsmonatige Fang- und Tötungssaison begonnen hat. Bereits am ersten Tag verloren zehn Delfine ihr Leben; insgesamt dĂŒrfen laut Quote bis Ende Februar 1.814 Tiere bejagt werden. Sowohl Japan als auch die FĂ€röer-Inseln rechtfertigen dieses blutige Vorgehen mit "Tradition".

Hinweis fĂŒr die Presse:

Bilder zur Protestveranstaltung stehen hier zum Download zur VerfĂŒgung.

Bildquelle: Björn Obmann

Pressekontakt:

Mathias Hansen, 089-74 16 04 10
[email protected]

Original-Content von: GRD Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. ĂŒbermittelt durch news aktuell

http://ots.de/5d5e63

@ presseportal.de