Herzerkrankungen beim Hund: Hör auf sein Herz
05.11.2024 - 12:13:45GrundsÀtzlich können alle Hunde eine HerzschwÀche entwickeln. Von genetisch vererbten Herzkrankheiten sind sogar schon Welpen betroffen. Die Gefahr einer Herzerkrankung steigt jedoch deutlich an, je Àlter der Hund wird.
Die Symptome sind zunÀchst unauffÀllig
Die Symptome entwickeln sich meist schleichend und lassen sich zunĂ€chst nicht eindeutig zuordnen. Vielleicht spielt der Hund nicht mehr so gerne oder hat keine Lust mehr auf groĂe SpaziergĂ€nge. Auch vermehrtes Hecheln oder gelegentliches HĂŒsteln können frĂŒhe Anzeichen sein. In einem spĂ€teren Stadium wirken herzkranke Tiere mĂŒde und schlapp. Der Appetit lĂ€sst nach. SpĂ€testens jetzt sollten die Alarmglocken klingeln. Wenn der Vierbeiner bereits nach kurzer körperlicher Anstrengung stark hechelt oder hustet, ist die Krankheit oft schon weit fortgeschritten. In besonders schweren FĂ€llen treten diese Symptome bereits in Ruhe auf. In dramatischen FĂ€llen kann es auch zum Kollaps oder zu OhnmachtsanfĂ€llen kommen.
Das Herz arbeitet wie eine Pumpe
Ist ein Hundeherz krank bzw. kann nicht mehr richtig pumpen, spricht man allgemein von einer HerzschwÀche oder Herzinsuffizienz. Welche der möglichen Herzerkrankungen dahinter steckt, kann nur der Tierarzt herausfinden. Deshalb ist es wichtig, bei Routineuntersuchungen das Herz abzuhören. Krankhafte HerzgerÀusche können erste Hinweise liefern. Bei Verdacht können weitere Untersuchungen die Diagnose bestÀtigen.
Herzklappen und -muskel arbeiten nicht mehr richtig
Die chronische Klappenerkrankung ist die hĂ€ufigste Ursache einer Herzinsuffizienz bei Hunden. Es handelt sich um krankhafte VerĂ€nderungen an den Herzklappen. Diese erfĂŒllen nicht mehr ihre Ventilfunktion, so dass bei jedem Herzschlag Blut zurĂŒckflieĂt. Je nachdem welche der beiden Herzklappen geschĂ€digt ist, kommt es zum RĂŒckstau in den groĂen Blutkreislauf oder in die Lunge. Betroffen sind vor allem Ă€ltere Hunde und kleinere Rassen wie Cavalier King Charles, Yorkshire Terrier, Pudel und Dackel. Die Krankheit verlĂ€uft schleichend.
Die HerzmuskelschwĂ€che (dilatative Kardiomyopathie, kurz DCM) ist die zweithĂ€ufigste Herzerkrankung bei Hunden. Sie kommt fast ausschlieĂlich bei jĂŒngeren bis mittelalten gröĂeren Hunden, wie dem Dobermann, dem Wolfshund oder der Deutschen Dogge vor. Dabei wird der Herzmuskel dĂŒnn und schwach und kann seine Pumpleistung nicht mehr erbringen. Die Krankheit nimmt meist einen recht schnellen Verlauf.
Auch können Herzrhythmusstörungen auftreten, sogenannte Arrhythmien, die in einigen FĂ€llen zum plötzlichen Herztod (Sekundentod) fĂŒhren können.
Was kann der Hundehalter tun?
Obwohl es keine Heilung bei einer Herzinsuffizienz gibt, kann eine frĂŒhzeitige medikamentöse Behandlung dem Hund ein lĂ€ngeres und relativ beschwerdefreies Leben ermöglichen. HerzkrĂ€ftigende Medikamente entlasten bereits in einer Phase das Herz, bei der sich noch keine Symptome zeigen. Deshalb sind regelmĂ€Ăige Vorsorgeuntersuchungen so wichtig. Es ist von groĂer Bedeutung, dass sich ein herzkranker Hund regelmĂ€Ăig bewegt, dabei aber nicht ĂŒberanstrengt wird. Besonders an heiĂen Tagen bleibt ein herzkranker Hund lieber im Schatten. Eine gesunde ErnĂ€hrung und Normalgewicht können ebenfalls dazu beitragen, die LebensqualitĂ€t des herzkranken Hundes möglichst lange zu erhalten.
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