Naturschutz, Tierschutz

BÀume statt Böller

29.12.2025 - 10:00:09

Bonn - Seit dem Ende der Pandemie verzeichnet die Feuerwerksbranche in Deutschland RekordumsĂ€tze. TatsĂ€chlich ließ sich in den Jahren 2023 und 2024 ein "Nachholeffekt" beobachten. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) klĂ€rt ĂŒber die damit einhergehenden Folgen fĂŒr unsere Umwelt auf und zeigt, warum die Aktion "BĂ€ume statt Böller" ein wichtiges Zeichen fĂŒr den Schutz von Mensch, Tier und Natur setzt.

In Deutschland wurde in den letzten Jahren sehr viel Feuerwerk abgebrannt: wĂ€hrend im Pandemiejahr 2022 nur knapp 10.000 Tonnen Feuerwerk importiert wurden, waren es im folgenden Jahr schon 40.000 Tonnen. Das sorgte fĂŒr einen Rekordumsatz von 180 Millionen Euro, der im Jahr 2024 noch getoppt werden konnte: hier lag der Umsatz der Branche bei 197 Millionen Euro. Damit konnte ein Wachstum von knapp 10 Prozent verzeichnet werden.

Dennoch wĂ€re es fĂŒr die Mehrheit der Deutschen kein Problem, wenn privates Feuerwerk verboten wĂŒrde. 76 Prozent gaben an, dass sie auf Böller und Raketen verzichten könnten - mehr als zwei Drittel nannten Umwelt- oder TierschutzgrĂŒnde als Hauptargumente. Die SDW ruft daher auch in diesem Jahr zur Spendenaktion "BĂ€ume statt Böller" auf. Mit einer Baumspende anstelle von teurem Feuerwerk können Sie dem Wald und der Umwelt helfen.

Zahlen zur Feinstaubbelastung durch Feuerwerk

GefÀhrdung von Haus- und Wildtieren

Die Zahlen zeigen: Es entsteht ein Gesundheitsrisiko fĂŒr den Menschen, das von einer vorĂŒbergehenden BeeintrĂ€chtigung bis hin zu lĂ€ngerfristigen Atemwegserkrankungen reichen kann.

Aber nicht nur Menschen sind durch das Neujahrsfeuerwerk gefĂ€hrdet. Sowohl Haus- als auch Wildtiere leiden darunter. Durch das Abbrennen von Feuerwerk gelangen Feinstaub, Schwermetalle und PlastikmĂŒll in den Nahrungskreislauf und in das Wasser. Außerdem können Tiere die lauten FeuerwerksgerĂ€usche nur schlecht einordnen, sodass sie hĂ€ufig versuchen die Flucht zu ergreifen. Sie haben dann eine verringerte Wahrnehmung ihrer Umgebung, laufen auf die Straße und - im schlimmsten Fall - vor fahrende Autos.

Wildtieren kostet diese Flucht gerade im Winter viel Energie, die sie aufgrund des Nahrungsmangels zum Überleben brauchen. Insbesondere Vögel sind hohem Stress ausgesetzt. Aufgeschreckt durch den LĂ€rm und das grelle Blitzen steigen sie in SchwĂ€rmen auf und verlieren beim Flug die Orientierung. Jungvögel verlassen oder stĂŒrzen aus ihren Nestern. Die Untersuchung eines in Gefangenschaft lebenden GĂ€nsegeiers zeigte, dass die Herzfrequenz des Tieres wĂ€hrend des Feuerwerkes von 50 auf 170 SchlĂ€ge pro Minute stieg.

BÀume statt Böller

Diese vielen negativen Auswirkungen von Feuerwerk zeigen, dass ein Umdenken wichtig ist. Die Neujahrs-Spendenaktion "BĂ€ume statt Böller" der SDW setzt dabei ein Zeichen fĂŒr mehr Umweltbewusstsein. Auf unserer Website finden Sie unser Spendentool.

Wussten Sie, dass BĂ€ume nicht nur wichtige RĂŒckzugsorte fĂŒr viele Tierarten sind, sondern dass sie auch wie natĂŒrliche Luftfilter funktionieren? Mit ihrem Laub fangen sie Feinstaub auf, der mit dem nĂ€chsten Regen abgewaschen wird. Besonders gesunde BĂ€ume mit einer dichten Baumkrone begĂŒnstigen den Effekt. In Parkanlagen kann der Staubgehalt in der Luft auf ein Sechstel der regulĂ€ren Belastung in Stadtzentren reduziert werden. Schließlich bedeutet eine Entscheidung gegen privates Feuerwerk auch nicht den Verzicht auf Tradition. Drohnen- oder Lasershows bieten ökologische Alternativen, die gemeinschaftlich an öffentlichen Orten bewundert werden können.

Über die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW):

Am 5. Dezember 1947 wurde die SDW in Bad Honnef gegrĂŒndet und ist damit einer der Ă€ltesten NaturschutzverbĂ€nde in Deutschland. Heute engagieren sich in den 15 LandesverbĂ€nden rund 25.000 Mitglieder aktiv fĂŒr den Wald. Auch in diesem Jahr klĂ€rt die SDW ĂŒber die Folgen von Feuerwerk auf. Mit der Spendenaktion "BĂ€ume statt Böller" gibt sie die Möglichkeit, alternativ zum Kauf von Feuerwerkskörpern einen Baum zu spenden.

Pressekontakt:

Tim Niereisel
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Bundesverband e. V. (SDW)
Kaiserstraße 12 | 53113 Bonn
Tel.: 0228 945984-4
Mail: tim.niereisel@sdw.de

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