Isabelle, Tschumi

Isabelle Tschumi: Wenn Traumata nicht heilen

28.05.2024 - 09:15:46

Bremgarten - Viele Menschen leiden unter den Symptomen eines nicht aufgearbeiteten Traumas. HĂ€ufig ist den Betroffenen dabei gar nicht bewusst, dass die Ursache einschneidende Erlebnisse in der Vergangenheit sind. Isabelle Tschumi, NaturĂ€rztin und klassische Homöopathin, setzt bei der Behandlung ihrer Klienten daher auf einen ganzheitlichen Ansatz, in dem unter anderem auch vorhandene Ängste in den Blick genommen werden. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Arten von Traumata besonders hĂ€ufig hinter diversen Leiden stecken, wie die Behandlung solcher Erfahrungen verlĂ€uft und wie die einschneidenden traumatischen Erlebnisse zu einem Teil des Selbst gemacht werden können.

Rastlosigkeit, innere Unruhe, Ängste, ein GefĂŒhl, das Leben nicht bewĂ€ltigen zu können - nicht immer erfahren Menschen, die unter diesen Symptomen leiden, bei der Behandlung durch einen Arzt oder Therapeuten Linderung. ZunĂ€chst lĂ€sst sich dies noch durch Pech bei der Wahl des Spezialisten erklĂ€ren, doch wenn auch der zweite oder gar dritte aufgesuchte Experte nicht helfen kann, macht sich zunehmend Verzweiflung breit. Die Betroffenen fĂŒrchten mit der Zeit, dass ihnen niemand helfen können wird und sie ihr restliches Leben mit den erlebten EinschrĂ€nkungen zurechtkommen mĂŒssen. "Das GefĂŒhl, wenn einem nicht geholfen werden kann, kommt einer Ohnmacht gleich. Man fĂŒhlt sich nicht verstanden und nicht gesehen und zweifelt zunehmend an der eigenen Selbstwahrnehmung. HĂ€ufig kann man in solchen FĂ€llen beobachten, dass sich die Symptome bei einem falschen Behandlungsansatz mit der Zeit sogar noch verstĂ€rken, anstatt dass endlich die ersehnte Linderung eintritt", erklĂ€rt Isabelle Tschumi, GrĂŒnderin der NatĂŒrlich Tschumi GmbH.

"Der Grund liegt in der Angst. Angst ist eine urtĂŒmliche Emotion mit enormer Macht. FrĂŒher war sie ĂŒberlebenswichtig und rettete den Menschen vor lebensbedrohlichen Situationen. Heute wird sie von vielen Menschen ignoriert oder weggedrĂŒckt, bis sie sich auf anderen Wegen Gehör verschafft. Traumata, die massive Angst auslösen, fĂŒhren deshalb besonders hĂ€ufig zu SpĂ€tfolgen. Wird die Angst, die dahintersteckt, nicht bearbeitet, entsteht noch mehr Angst - Angst davor, ein Leben lang zu leiden", erklĂ€rt die NaturĂ€rztin weiter. Sie praktiziert als klassische Homöopathin, die sich auf Frauen mit chronischen Schmerzen und psychischen Leiden spezialisiert hat, bei denen bisherige Therapien und Medikationen keinen Erfolg gezeigt haben. Ihr Ziel ist es, diese Frauen dabei zu unterstĂŒtzen, sich selbst zu heilen und ihren Platz in der Welt zu finden.

Traumata durch Menschen und Beziehungen

Jeder Mensch hat Kontakt zu anderen Menschen - die Beziehungen zu diesen können dabei durchaus bereichernd und hilfreich sein. Allerdings sind viele Beziehungen auch durch schĂ€digende Handlungen geprĂ€gt, die tiefgreifende psychische Verletzungen hinterlassen und so oft schwere Traumata bedingen. "Traumata, die durch Menschen und die Beziehungen zu diesen entstehen, basieren meist auf irgendeiner Form von Gewalt", betont Isabelle Tschumi. "HĂ€ufig mussten Betroffene direkte Übergriffe erleiden, etwa sexuellen Missbrauch, physische Gewalt oder emotionale Manipulation." Um solche Erfahrungen aufzuarbeiten, setzt das Team um Isabelle Tschumi auf bewĂ€hrte Techniken. "Will man Traumata, die durch Beziehungen entstanden sind, aufarbeiten, muss es in erster Linie darum gehen, ein VerstĂ€ndnis dafĂŒr zu entwickeln, was Beziehungen eigentlich sind", betont die Expertin. "Dieser Frage gehen wir gemeinsam mit unseren Klienten auf den Grund." Ziel dabei ist es, auch abseits der klassischen Rollen von Opfer, TĂ€ter und Retter eine objektive Beobachterposition einzunehmen und die Beziehung zu beurteilen: Wer gibt was? Wie sieht die Kommunikation aus? Welche BedĂŒrfnisse entstehen auf den verschiedenen Seiten? Und vor allem: In welchem VerhĂ€ltnis stehen Kommunikation und Handlung?

Anschließend werden Mechanismen zur besseren Artikulation entwickelt, damit eigene Grenzen besser geschĂŒtzt werden können. Das Ziel der psychologischen Arbeit ist ein tieferes Bewusstsein ĂŒber die Auswirkungen der eigenen Handlungen und Worte zu entwickeln. "Wir arbeiten daran, den Selbstschutz unserer Kunden zu aktivieren, sodass sie bereits im Inneren von ihrer StĂ€rke, ihren BedĂŒrfnissen und ihrem Willen ĂŒberzeugt sind und das nach außen strahlen, um missbrĂ€uchlichem Verhalten anderer keine Chance zu geben", betont Isabelle Tschumi.

Traumata durch das Leben

Doch nicht nur Menschen, auch unkontrollierbare Ereignisse wie Naturkatastrophen, Verluste oder UnfĂ€lle können Traumata auslösen. Vor allem die Unmöglichkeit, diese zu kontrollieren, kann regelrecht lĂ€hmend wirken. Anders als auf Beziehungsebene kann hier auch eine gute Beziehung zu sich selbst die Traumata nicht lösen. "Aus diesem Grund setzen wir in der Behandlung hĂ€ufig auf einer philosophischen Ebene an: Durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen Ansichten ĂŒber Geburt, Tod und die zyklische Natur des Lebens, beispielsweise aus der buddhistischen Psychologie und Philosophie, sollen unsere Klienten eine tiefergehende Resilienz und Gelassenheit entwickeln", erklĂ€rt Isabelle Tschumi.

Um solche Traumata zu verarbeiten, ist oft eine langfristige therapeutische Begleitung, manchmal ĂŒber Monate hinweg, notwendig. Dadurch kann das geistige Wachstum gefördert werden, um neue Lebensperspektiven und Philosophien zu erkunden und sich zu eigen zu machen. "Das Ziel hinter dieser Art von Behandlung ist der Erwerb von FĂ€higkeiten und Wissen, um offen, gelassen und lebensbejahend zu bleiben - auch nach schweren Lebenskrisen", so die klassische Homöopathin.

Spezialisierter Ansatz bei therapieresistenten Patienten

Mitunter kommt es vor, dass Betroffene trotz therapeutischer Begleitung ihre Traumata nicht ĂŒberwinden können. Isabelle Tschumi möchte insbesondere diesen Menschen mit bisher therapieresistenten psychischen Störungen wie Depressionen oder Ängsten helfen. WĂ€hrend der Zusammenarbeit mit dem Klienten findet eine intensive Auseinandersetzung mit philosophischen und natĂŒrlichen Lebensgesetzen statt, um ihm ein tiefgehendes VerstĂ€ndnis ĂŒber die HintergrĂŒnde und ZusammenhĂ€nge von Traumata zu vermitteln. Langfristig soll so eine neue Perspektive und eine positive Lebenseinstellung gefördert und eingenommen werden. DarĂŒber hinaus liegt der Fokus auf der Entwicklung von Resilienz durch Bildung und persönliche Transformation, um gegen möglicherweise auftretende SchicksalsschlĂ€ge besser gewappnet zu sein. "Unser Ziel ist es, unsere Klienten zu einer inneren Ruhe zu fĂŒhren. Durch das Beobachten und Erkennen von Naturgesetzen schaffen wir es, die Grundstruktur des Lebens zu verstehen und uns als Teil des Ganzen zu akzeptieren - so schaffen wir es am Ende auch Traumata zu lösen und ein freies und glĂŒckliches Leben zu fĂŒhren", so Isabelle Tschumi abschließend.

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