Ermittler: Liam Paynes Balkonsturz war kein Suizid
08.11.2024 - 00:54:48Der tödliche Sturz des ehemaligen One-Direction-SĂ€ngers Liam Payne von einem Hotelbalkon in Buenos Aires war nach Ăberzeugung der Ermittler kein Suizid. Eine «bewusste Handlung» des SĂ€ngers sei auszuschlieĂen, aufgrund seines Drogenkonsums sei er nicht bei vollem Bewusstsein gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag (Ortszeit) mit. Als der 31-JĂ€hrige vor gut drei Wochen vom Balkon stĂŒrzte, habe er wegen seines Zustands weder gewusst, was er tat, noch die Folgen seines Handelns verstehen können.
Bei gerichtsmedizinischen Untersuchungen waren der Staatsanwaltschaft zufolge Spuren von Alkohol, Kokain und einem verschreibungspflichtigen Antidepressivum in Paynes Körper nachgewiesen worden. Von anderen Substanzen war keine Rede.
Drei MĂ€nner angeklagt
In den vergangenen Wochen seien Dutzende Zeugen vernommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Mehr als 800 Stunden Videomaterial von verschiedenen Sicherheitskameras seien analysiert worden. Auf Paynes Handy hĂ€tten die Ermittler Anrufe, Nachrichten und soziale Netzwerke durchforstet. AuĂerdem seien die Bestellungen von Bars und Restaurants untersucht worden, um die Ess- und Trinkgewohnheiten des Musikers nachzuvollziehen.
Im Zusammenhang mit Paynes Tod wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft nun drei MÀnner angeklagt. Einer von ihnen soll ein Freund und stÀndiger Begleiter Paynes in Buenos Aires gewesen sein. Ihm wird vorgeworfen, Payne in einer hilflosen Lage im Stich gelassen und damit eine Mitschuld auf sich geladen zu haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft drohen ihm im Falle einer Verurteilung bis zu 15 Jahre GefÀngnis.
Bei dem zweiten Angeklagten handle es sich um einen Hotelangestellten. Ihm werde zur Last gelegt, Payne in zwei FĂ€llen mit Kokain versorgt zu haben. Zur IdentitĂ€t des dritten Angeklagten Ă€uĂerte sich die Staatsanwaltschaft nicht - Medienberichten zufolge handelt es sich um eine Reinigungskraft, die in dem Hotel arbeitete. Die zustĂ€ndige Richterin habe die Angeklagten ĂŒber die VorwĂŒrfe informiert und ihnen die Ausreise aus Argentinien untersagt, hieĂ es. Nach Angaben der Zeitung «ClarĂn» bleiben die Angeklagten vorerst auf freiem FuĂ.
Ermittler: Payne bei Sturz nicht bei Bewusstsein
Der Ex-SĂ€nger der britischen Boyband One Direction war am 16. Oktober von einem Balkon im dritten Stock des Hotels gestĂŒrzt. Nach frĂŒheren Angaben der Staatsanwaltschaft könnte Payne eine Krise wegen des Konsums von Drogen und Alkohol durchgemacht haben. Der Musiker habe auch nicht reflexartig versucht, sich zu schĂŒtzen, hatten die Ermittler bereits zuvor erklĂ€rt. Daher sei davon auszugehen, dass er beim Sturz teilweise oder komplett bewusstlos war.
Die Leiche des SĂ€ngers wurde am vergangenen Wochenende mit Genehmigung der Justiz an Paynes Vater ĂŒbergeben, wie die Staatsanwaltschaft nun bekanntgab. Inzwischen wurde sie laut der argentinischen Zeitung «Clarin» nach London ĂŒberfĂŒhrt.





