Islamist gestÀndig: Blutbad bei Swift-Konzert geplant
08.08.2024 - 12:11:48Ein festgenommener 19 Jahre alter Islamist wollte in Ăsterreich bei einem Konzert von Taylor Swift ein Blutbad anrichten. Er habe mit Sprengstoff und Stichwaffen im Umfeld des Stadions agieren wollen, ein Ticket fĂŒr eines der drei geplanten Konzert in dieser Woche habe er nach derzeitigen Erkenntnissen nicht gehabt, berichteten die Behörden in Wien. Ein Hinweis auf die PlĂ€ne sei von einem auslĂ€ndischen Geheimdienst gekommen.Â
Der 19-JĂ€hrige habe bei seinem umfangreichen GestĂ€ndnis gesagt, dass er die Absicht gehabt habe, «entweder heute oder morgen sich selbst und eine groĂe Menschenmenge zu töten», sagte Omar Haijawi-Pirchner, der Leiter der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst im Bundesinnenministerium, am Donnerstag. Er sei Teil eines islamistischen Netzwerks gewesen, das der Polizei bekannt gewesen sei. Er habe sich online ĂŒber den Bau von Bomben informiert.Â
PlÀne wurden in letzter Minute bekannt
Die Polizei hatte am Mittwoch, keine 48 Stunden vor dem ersten Live-Konzert der US-SĂ€ngerin Taylor Swift in Wien, ein Komplott fĂŒr einen Anschlag auf die Veranstaltung aufgedeckt. Sie nahm neben dem 19-JĂ€hrigen auch einen 17-JĂ€hrigen fest und verhörte zudem einen 15-JĂ€hrigen. Beide hĂ€tten Kontakt mit dem 19-JĂ€hrigen gehabt.Â
Der junge Mann habe am 25. Juli seinen Job gekĂŒndigt und dabei gesagt, dass er noch GroĂes vorhabe, so die Polizei. Er habe sich dann intensiv auf einen geplanten Anschlag vorbereitet. Der VerdĂ€chtige habe jĂŒngst einen Treueschwur gegenĂŒber dem aktuellen FĂŒhrer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geleistet.
Das erste von drei Swift-Konzerten sollte heute Abend in Wien stattfinden. Alle drei Konzerte wurde abgesagt. Wo Taylor Swift sich aufhielt, war unklar. Sie hat weitere Konzerte in London geplant.Â
Sprengstoff und Chemikalien
Bei einer Durchsuchung seiner WohnrĂ€ume in Ternitz sĂŒdlich von Wien waren chemische Substanzen und technische Vorrichtungen bei SprengsĂ€tzen sichergestellt worden, die auf «konkrete Vorbereitungshandlungen» hindeuteten, sagte der Generaldirektor fĂŒr die öffentliche Sicherheit im Innenministerium, Franz Ruf.Â
Durch die Festnahmen sei die konkrete Bedrohungslage zwar minimiert worden. Eine abstrakte Bedrohung mit erhöhter Terrorgefahr bestehe aber weiter. Ăsterreich hatte die Terrorwarnstufe nach den AnschlĂ€gen der islamistischen Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober auf die zweithöchste Stufe vier angehoben.Â
Durch das Einschreiten der Fahnder ist nach Angaben von Ăsterreichs Innenminister Gerhard Karner (ĂVP) eine Tragödie verhindert worden. «Die Lage war ernst, die Lage ist ernst», sagte er bei einer Pressekonferenz. «GroĂe Konzerte sind oft ein bevorzugtes Ziel von islamistischen AttentĂ€tern», sagte er.





