Tulsa King: Stallone sieht sich selbst in Mafioso Manfredi
Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 09:55 Uhr | dpa, AD HOC NEWSStallones Serienfigur zwischen GeschÀft und Vergangenheit
- Dwight Manfredi kehrt nach 25 Jahren Haft in eine verĂ€nderte Welt zurĂŒck.
- In Tulsa baut der Mafioso mit AuĂenseitern ein eigenes kriminelles Imperium auf.
- Paramount+ hat bereits eine fĂŒnfte Staffel in Auftrag gegeben.
Sylvester Stallone spielt Dwight Manfredi mit persönlicher Note
Sylvester Stallone sieht in Dwight Manfredi die Film- und Serienfigur, die ihm selbst am Ă€hnlichsten ist. Zum Start der vierten Staffel von âTulsa Kingâ erzĂ€hlt der 80-JĂ€hrige, warum der Mafioso fĂŒr ihn mehr Persönlichkeit und eigenes Tempo enthĂ€lt als Rocky oder Rambo.
Ein Gangster mit menschlicher Seite
Manfredi unterscheidet sich nach Stallones EinschĂ€tzung von vielen anderen Gangsterfiguren, weil er Menschen möge und AuĂenseiter in seine Familie aufnehme. Zugleich könne er brutal und witzig sein, was ihn fĂŒr das Publikum ungewöhnlich mache.
Die Figur kehrt nach 25 Jahren im GefĂ€ngnis in eine verĂ€nderte Welt zurĂŒck. Seine neuen Bosse schicken ihn nach Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma, wo er mit einer Gruppe von AuĂenseitern ein eigenes kriminelles Imperium aufbaut.
Neue Gegner und ein persönlicher Verlust
In der vierten Staffel versucht Manfredi, seine GeschÀfte auf eine legale Grundlage zu stellen. Korrupte Politiker, gefÀhrliche neue Gegner und ein schwerer persönlicher Verlust bringen ihn jedoch erneut in BedrÀngnis.
Stallone wollte dabei auch die verletzliche Seite der Figur zeigen. Je stĂ€rker der Druck wĂ€chst, desto eher verfĂ€llt Manfredi wieder in die Instinkte aus seiner Zeit auf den StraĂen New Yorks.
Tochter steht mit Stallone vor der Kamera
Zum Ensemble gehören erneut Frank Grillo, Dana Delany und Garrett Hedlund. Neu dabei ist Gretchen Mol als Politikerin Amanda Clark.
Stallones Tochter Scarlet Rose spielt weiterhin die ehemalige Pferdepflegerin und Barkeeperin Spencer. Die 24-JĂ€hrige gebe ihrem Vater am Set regelmĂ€Ăig Anregungen, sagte Stallone der Deutschen Presse-Agentur.
Memoiren ĂŒber den Weg zu Rocky
Stallone spricht in seinen neu veröffentlichten Memoiren âThe Stepsâ ĂŒber seinen Weg von der Ankunft in New York 1969 bis zum Oscar-Erfolg von âRockyâ 1977. Er betont darin auch, dass er als Schauspieler, Autor und Regisseur lange unterschĂ€tzt worden sei.
âTulsa Kingâ gibt ihm nach seiner EinschĂ€tzung besonders viel Raum fĂŒr schauspielerische Facetten. Die von Taylor Sheridan entwickelte Serie wird zudem ausgebaut: Das Spin-off âFrisco Kingâ mit Samuel L. Jackson ist abgedreht, und Paramount+ hat eine fĂŒnfte Staffel bestellt.
Neue Folgen erscheinen wöchentlich
Die vierte Staffel lÀuft ab jetzt bei Paramount+. Die neuen Folgen werden wöchentlich veröffentlicht.
Mit der vierten Staffel verschiebt sich der Schwerpunkt von âTulsa Kingâ ĂŒber das klassische Gangsterdrama hinaus. Dwight Manfredi bleibt zwar in kriminelle Konflikte verwickelt, soll sich zugleich aber an einer legaleren GeschĂ€ftsstrategie versuchen. Dadurch entsteht der zentrale Gegensatz der neuen Folgen: Die Figur will Kontrolle ĂŒber ihr Leben gewinnen, wird jedoch von alten Reflexen, neuen Gegnern und persönlichen Belastungen zurĂŒck in ihre Vergangenheit gezogen.
Stallones Beschreibung verweist zudem auf die besondere Stellung der Serie in seiner Karriere. Anders als Rocky oder Rambo ist Manfredi nicht als ĂŒberhöhter Held angelegt, sondern als Ă€lterer Mann, dessen AutoritĂ€t, Humor und Verletzlichkeit nebeneinanderstehen. Diese Mischung erklĂ€rt, warum die Figur trotz ihrer BrutalitĂ€t als zugĂ€nglicher AuĂenseiter erzĂ€hlt wird.
Serienwelt wÀchst weiter
Paramount+ baut das Umfeld der Serie parallel aus. Mit âFrisco Kingâ ist bereits ein Spin-off mit Samuel L. Jackson abgedreht, wĂ€hrend eine fĂŒnfte Staffel von âTulsa Kingâ in New York produziert wird. FĂŒr Zuschauer bedeutet das, dass Manfredis Geschichte nicht isoliert bleibt, sondern Teil eines gröĂeren Serienkosmos wird.
Die vierte Staffel erscheint wöchentlich. Im Mittelpunkt stehen damit nicht nur neue MachtkÀmpfe, sondern auch die Frage, wie lange Manfredi seine kriminelle IdentitÀt und den Versuch eines legalen Lebens miteinander vereinbaren kann.
