Diebe, FĂ€lscher

Diebe, FĂ€lscher, Nazi-Kunst: Neue Staffel des NDR Kultur Podcasts „Kunstverbrechen“

01.09.2025 - 09:39:08

Hamburg - Der True-Crime-Podcast verbindet akribische Recherche, exklusive Interviews und atmosphÀrisches Sounddesign. Ab 2. September in der ARD Audiothek.

Der erfolgreiche True-Crime-Doku-Podcast „Kunstverbrechen“ von NDR Kultur geht in eine neue Runde. Die vierte Staffel erzĂ€hlt die Geschichten von Kunstdieben, FĂ€lschern und verschwundenen Kunstwerken und bringt ungewöhnliche Perspektiven auf einen Bereich, der lĂ€ngst verstĂ€rkt im Fokus öffentlicher Debatten steht: das Dunkelfeld krimineller Machenschaften rund um Kunst und Kulturgut.

„Kunstverbrechen“ verbindet seit Beginn das Spannende eines Kriminalfalls mit einem fundierten Blick auf Kunst und Geschichte. Im Zentrum stehen diesmal vier sorgfĂ€ltig recherchierte FĂ€lle, ausgewĂ€hlt nach WĂŒnschen der Hörerinnen und Hörer. In mehreren Episoden pro Fall zeichnet das Team um die Hosts Lenore Lötsch und Torben Steenbuck die Ermittlungsgeschichten mit atmosphĂ€rischem Sounddesign und akustischen Collagen lebendig nach. Die Reise fĂŒhrt unter anderem an die Tatorte in Amsterdam, Schleswig-Holstein, Bayern und nach Berlin.

Der Auftaktfall „Van Gogh und die Mafia“ erzĂ€hlt, wie 2002 zwei Meisterwerke des Malers aus dem Van-Gogh-Museum in Amsterdam gestohlen wurden – ein spektakulĂ€rer Diebstahl, der ĂŒber die Jahre mit Verstrickungen in die italienische Mafia noch an KomplexitĂ€t gewann. FĂŒr den Podcast gelingt es, einen der Diebe zu interviewen, der offen ĂŒber Planung, DurchfĂŒhrung und die brisante Übergabe spricht. ErgĂ€nzt wird die Recherche durch GesprĂ€che mit einem Mafia-Experten und dem renommierten niederlĂ€ndischen Kunstdetektiv Arthur Brand, dessen Arbeit sich immer wieder mit dem organisierten Verbrechen im Hintergrund beschĂ€ftigt.

Im zweiten Fall „Großpapi, Goebbels und die Nazi-Kunst“ steht eine Bronze-Statue einer „BogenschĂŒtzin“ im Fokus. Sie ist Teil eines dunklen Erbes: Ein Guss stand wĂ€hrend der NS-Zeit vor der Villa des Propagandaministers Joseph Goebbels; die andere Version gehörte lange Zeit zur privaten Sammlung einer Kunstverbrechen-Hörerin. Das Team reist fĂŒr die Spurensuche nach Bayern und zu Europas grĂ¶ĂŸter privater Sammlung von NS-Kunst. Neben der kriminalistischen Recherche zeichnen sich hierbei auch Familiengeschichten und historische Fragen rund um die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit ab.

Der Fall „John Lennon und die gestohlenen TagebĂŒcher“ thematisiert das Verschwinden persönlicher Erinnerungen des Musikers nach seiner Ermordung 1980. Der Kunst-Kommissar RenĂ© Allonge berichtet vom ĂŒberraschenden Fund der TagebĂŒcher in Berlin und den Herausforderungen zwischen Echtheit und Betrug zu unterscheiden. UnterstĂŒtzt werden die Hosts in diesem Fall durch Einblicke des Beatles-Experten Ocke Bandixen.

Abschließend widmet sich die Staffel dem „FĂ€lscher mit den HĂ€nden von Picasso“: Edgar Mrugalla, der als einer der produktivsten KunstfĂ€lscher der deutschen Nachkriegszeit gilt. Die Hosts sprechen mit Zeitzeugen, unter anderem seinem Sohn in Schleswig-Holstein, interviewen FĂ€lschungsexperten und reflektieren ĂŒber die anhaltende PrĂ€senz seiner FĂ€lschungen im Kunstmarkt. Befinden sich womöglich noch FĂ€lschungen von Mrugalla in Museen? Eine Spur fĂŒhrt nach Berlin.

In ihrer Kombination aus investigativem Journalismus, erzĂ€hlerischem Storytelling und kulturell-historischer Einordnung nĂ€hert sich „Kunstverbrechen“ auf eine sensible und zugleich spannende Art einem vielschichtigen Thema. Dabei steht der respektvolle Umgang mit Opfern und Betroffenen im Mittelpunkt – eine bewusste Abgrenzung gegenĂŒber gĂ€ngigen True-Crime-Formaten mit blutigen Details.

Das Team hinter „Kunstverbrechen“ zieht bei dieser Staffel erstmals aktiv Hinweise und Inspiration aus der Hörerschaft mit in den Entstehungsprozess der Podcastfolgen mit ein. Diese Community-orientierte Arbeitsweise verleiht dem Podcast eine lebendige und authentische Dimension.

ARD Audiothek: https://ots.de/k2kWop

Pressedossier: https://story.ndr.de/kunstverbrechen/index.html

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