Erkältungszeit: Abgelaufene Medikamente und ihre Verpackungen richtig entsorgen
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 10:00 Uhr | presseportal, AD HOC NEWSDie Nase läuft, der Hals kratzt und der Kopf schmerzt. Zum Glück gibt es Hustensaft, Nasenspray und Kopfschmerztabletten. So unterschiedlich diese Medikamente sind, so individuell sind sie auch verpackt. Bei der Entsorgung ihrer Verpackungen muss deshalb einiges beachtet werden. Denn wer sie richtig trennt und entsorgt, hilft dabei, wertvolle Rohstoffe zurückzugewinnen. Dass sich Mülltrennung lohnt, zeigen aktuelle Recyclingzahlen: 2024 wurden zum Beispiel 70,8 Prozent der bei den dualen Systemen gemeldeten Kunststoffverpackungen dem werkstofflichen Recycling zugeführt. "Aus gebrauchten Verpackungen können neue Rohstoffe für Produkte und Verpackungen entstehen. Damit das gelingt, kommt es auf die richtige Mülltrennung an - auch bei Medikamentenverpackungen. Wichtig ist: Die Verpackungen müssen vollständig leer sein", erklärt Axel Subklew, Sprecher der Initiative "Mülltrennung wirkt". Zur Erkältungssaison hat die Initiative Tipps für die umweltfreundliche Entsorgung von Arzneimittelverpackungen.
Korrekte Entsorgung von Medikamentenverpackungen
Grundsätzlich gilt auch für Medikamentenverpackungen die einfache Grundregel für richtige Mülltrennung: In die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack gehören alle leeren Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind. Das sind zum Beispiel Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech oder Verbundmaterialien. Papier, Pappe und Karton werden im Altpapier, leere Einweg-Glasverpackungen sortiert nach Farben in Glascontainern gesammelt.
Regeln für die umweltschonende Entsorgung von Arzneimittelresten
Die Entsorgung von Arzneimitteln ist regional unterschiedlich geregelt. Wichtig ist, dass sie nicht über die Toilette oder die Spüle entsorgt werden, denn Arzneimittelrückstände belasten das Grundwasser und schaden der Umwelt. In vielen Orten können Medikamente in der Restmülltonne entsorgt werden: Die Medikamente verbleiben dafür in ihren Verpackungen und werden sorgfältig im Müllbeutel verschlossen. Denn sie sollten in der Mülltonne nicht zu sehen sein, damit unbefugte Personen sie nicht herausholen. Doch es gibt Ausnahmen, beispielsweise zahlreiche Asthmasprays oder Mittel zur Behandlung von Krebs (Zytostatika). Informationen zur Entsorgung dieser Medikamente sind auf dem Beipackzettel vermerkt. Auskunft geben außerdem Apotheken oder Arztpraxen. In einigen Kommunen müssen Medikamente bei Schadstoffmobilen oder Schadstoffsammelstellen von Recyclinghöfen abgegeben werden. Manche Apotheken nehmen Medikamente freiwillig zurück. Wie die Entsorgung von Medikamenten lokal geregelt ist, darüber informieren die kommunalen Abfallberatungen. Konkrete Ansprechpartner*innen findet man beispielsweise auf der Website der Initiative "Mülltrennung wirkt" in der Postleitzahlsuche.
Bildmaterial und die Pressemitteilung zum Download sowie weitere Informationen zum Thema richtige Mülltrennung finden Sie unter: www.mülltrennung-wirkt.de/presse
Über "Mülltrennung wirkt"
"Mülltrennung wirkt" ist eine Initiative der dualen Systeme in Deutschland. Die dualen Systeme organisieren mit ihren Dienstleistern aus der Entsorgungs- und Recyclingbranche die Sammlung, Sortierung und Verwertung gebrauchter Verkaufsverpackungen. Grundlage für ihre Arbeit ist das Verpackungsgesetz. An der bundesweiten Initiative "Mülltrennung wirkt" sind aktuell zehn duale Systeme beteiligt. Gemeinsam wollen sie über richtige Abfalltrennung und Recycling von Verpackungen aufklären, mit Irrtümern und Müllmythen aufräumen und möglichst viele Menschen zum Mitmachen motivieren.
Pressekontakt:
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Axel Subklew, Sprecher der Initiative "Mülltrennung wirkt"
Tel.: +49 (0)2203 50 26 414 | Mobil: +49 (0)178 24 46 547
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