Tag, Erkrankungen

Tag der seltenen Erkrankungen 2025 / Gemeinsam fĂŒr mehr AufklĂ€rung und VerstĂ€ndnis

12.02.2025 - 09:30:24

Frankfurt am Main - Weltweit sind Millionen von Menschen von seltenen Erkrankungen betroffen - allein in Deutschland sind es rund 4 Millionen, in Österreich sind es ungefĂ€hr eine halbe Million Menschen.[1-3] Dennoch bleiben ihre BedĂŒrfnisse oft unbeachtet. Der Tag der seltenen Erkrankungen 2025 steht unter dem Zeichen der SolidaritĂ€t, AufklĂ€rung und Forschung. Ziel ist es, den Betroffenen eine Stimme zu geben, die Öffentlichkeit fĂŒr die Herausforderungen und den "unmet medical need" - den ungedeckten medizinischen Bedarf - zu sensibilisieren und innovative medizinische Lösungen zu fördern.

Diagnostische Odyssee - ein langer Weg zur richtigen Diagnose

Patienten mit seltenen Erkrankungen, wie beispielsweise AADC-Mangel, stehen hĂ€ufig vor immensen Herausforderungen. Viele von ihnen suchen jahrelang nach einer Antwort auf ihre Beschwerden, konsultieren zahlreiche FachĂ€rzte, unterziehen sich unzĂ€hligen Untersuchungen und erhalten oftmals Fehl- oder SpĂ€tdiagnosen.[4] Diese Unsicherheiten und Verzögerungen bedeuten nicht nur eine hohe Belastung fĂŒr Betroffene und ihre Familien, sondern kosten oft auch wertvolle Zeit, die fĂŒr eine frĂŒhzeitige Behandlung entscheidend wĂ€re.

"Kaum zu glauben, aber im Durchschnitt vergehen bis zu sieben Jahre, bis Menschen mit einer seltenen Erkrankung die richtige Diagnose und damit Zugang zu einer angemessenen Therapie erhalten [5]", erklĂ€rt Kristina Kempf, Country Head Deutschland, Österreich und Ungarn von PTC Therapeutics. Bis dahin haben Betroffene acht verschiedene Ärzte aufgesucht und 40 % von ihnen erhalten zunĂ€chst eine Fehldiagnose.[5,6] Doch gerade bei seltenen Erkrankungen ist eine frĂŒhzeitige Diagnose essenziell: Drei von zehn Kindern mit einer seltenen Erkrankung erleben ihren fĂŒnften Geburtstag nicht.[7]

Ein Graffiti fĂŒr mehr Aufmerksamkeit

Ein innovativer Ansatz, um das Bewusstsein fĂŒr seltene Erkrankungen wie den AADC-Mangel zu stĂ€rken, ist ein außergewöhnliches Graffiti des KĂŒnstlers Peter Tronser. Das Motiv des Graffitis - eine Puppe, die mit schlaffen Muskeln dasitzt - ist das symbolische Kampagnenbild zur AufklĂ€rung ĂŒber AADC-Mangel. AADC-Mangel ist eine seltene Erbkrankheit, die das zentrale Nervensystem betrifft und sich durch MuskelschwĂ€che, Bewegungsstörungen und Entwicklungsverzögerungen Ă€ußert.[8]

Das Kunstwerk thematisiert eindrucksvoll die Herausforderungen, mit denen Patienten konfrontiert sind, und verdeutlicht die StĂ€rke und den Mut der Betroffenen. Die RealitĂ€t der Betroffenen wird visuell greifbar. "Kunst ist eine kraftvolle Sprache, um Menschen zu erreichen und wichtige Themen ins öffentliche Bewusstsein zu rĂŒcken", betont Kempf. "Wir möchten nicht nur ĂŒber diese seltene Krankheit aufklĂ€ren, sondern auch ein Zeichen setzen fĂŒr alle Menschen, die von seltenen Krankheiten betroffen sind."

AufklÀrung ist enorm wichtig - Beispiel Phenylketonurie (PKU)

Ein weiteres Beispiel fĂŒr die dringende Notwendigkeit von AufklĂ€rung und Forschung ist die Phenylketonurie (PKU), eine angeborene Stoffwechselerkrankung, die unbehandelt zu schweren Entwicklungsstörungen fĂŒhren kann. Menschen mit PKU mĂŒssen von Geburt an lebenslang eine strikte, eiweißarme DiĂ€t einhalten, um FolgeschĂ€den zu vermeiden.[9] Eine Anreicherung von Phenylalanin, einer AminosĂ€ure, die in fast allen eiweißreichen Lebensmitteln vorkommt, kann zu irreversiblen neurologischen SchĂ€den fĂŒhren.

PKU-Patienten fehlt ein Enzym zur Verstoffwechselung dieser AminosĂ€ure. Durch den Enzymmangel sammelt sich Phenylalanin im Blut an und fĂŒhrt zu einer SchĂ€digung des Gehirns. Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier, NĂŒsse und HĂŒlsenfrĂŒchte sind fĂŒr PKU-Patienten tabu. Selbst viele Getreideprodukte mĂŒssen stark eingeschrĂ€nkt werden. Betroffene mĂŒssen spezielle Lebensmittel sowie medizinische AminosĂ€uremischungen zu sich nehmen. Ihre Blutwerte mĂŒssen regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒft werden, um eine exakte Anpassung der ErnĂ€hrung sicherzustellen. Diese Herausforderungen verdeutlichen, wie unverzichtbar frĂŒhzeitige Diagnosen sind, um rechtzeitig Behandlungsmöglichkeiten einzuleiten, damit FolgeschĂ€den vermieden werden können.[9] Bei der PKU werden in Deutschland alle neuen FĂ€lle im Neugeborenen-Screening entdeckt - bei vielen anderen seltenen Erkrankungen ist dies jedoch nicht der Fall.

PTC Therapeutics - Forschung und Engagement im Bereich seltener Erkrankungen

Die Firma PTC Therapeutics engagiert sich seit ĂŒber 25 Jahren in der Forschung und Entwicklung von Therapien fĂŒr seltene Krankheiten. Ziel ist es, innovative Lösungen zu schaffen, die das Leben der Betroffenen nachhaltig verbessern.

"Der Tag der seltenen Erkrankungen erinnert uns daran, wie wichtig es ist, diese Menschen und ihre BedĂŒrfnisse in den Mittelpunkt zu stellen. Es geht darum, Hoffnung zu geben, Lösungen zu finden und das Bewusstsein in der Gesellschaft zu stĂ€rken", betont Kempf.

Gemeinsam handeln, gemeinsam aufklÀren

Der Tag der seltenen Erkrankungen ist ein Aufruf an Politik, Forschung, Gesellschaft und Medien, aktiv zu werden. Durch Aktionen wie das Graffiti von Peter Tronser, gezielte AufklĂ€rungskampagnen und die UnterstĂŒtzung innovativer Forschung können wir dazu beitragen, die Situation der Patienten zu verbessern. "Lassen Sie uns gemeinsam neue Wege gehen, um den Betroffenen eine Stimme zu geben und fĂŒr mehr VerstĂ€ndnis und SolidaritĂ€t zu sorgen."

Über PTC Therapeutics, Inc.

PTC Therapeutics blickt auf 25 Jahre intensive Forschung und Entwicklung zurĂŒck. PTC Therapeutics ist ein forschendes, biopharmazeutisches Unternehmen mit Stammsitz in New Jersey, USA. Die Niederlassung der PTC Therapeutics Germany GmbH befindet sich in Frankfurt am Main. PTC setzt sich dafĂŒr ein, Behandlungsoptionen fĂŒr Patienten mit lebensbedrohlichen Erkrankungen zu finden, bei denen es derzeit keine ausreichenden oder kausalen therapeutischen Optionen gibt.

Quellen

1. Verband der UniversitÀtsklinika Deutschland. https://ots.de/BqXus0 [zuletzt abgerufen am 03.02.2025]

2. Achse. https://ots.de/ULeXzB [zuletzt abgerufen am 03.02.2025]

3.. Bundesministerium Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz https://ots.de/nP8UNX. [zuletzt abgerufen am 04.02.2025]

4. Tag der seltenen Erkrankung. https://www.rarediseaseday.org/ [zuletzt abgerufen am 03.02.2025]

5. https://ots.de/st0eqq [zuletzt abgerufen am 03.02.2025]

6. https://ots.de/BjTiQT [zuletzt abgerufen am 03.02.2025]

7. Global Genes. RARE Diseases. https://globalgenes.org/ [zuletzt abgerufen am 03.02.2025]

8. https://www.aadc-mangel.de/was-ist-aadc-mangel [zuletzt abgerufen am 03.02.2025]

9. Schiergens A et al. Bundesgesundheitsbl 2020; 63: 864-871. https://doi.org/10.1007/s00103-020-03168-x [zuletzt abgerufen am 03.02.2025]

DE-CORP-0224/ DE, AT / Februar 2025

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