Caritas: HumanitÀre Situation im Osten des Kongos verschÀrft sich - weitere Nothilfe unabdingbar
01.03.2024 - 10:16:36Die UnterstĂŒtzung fĂŒr die FlĂŒchtlinge in den Camps im Osten des Kongos muss dringend erweitert und ausgebaut werden, das fordert das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, Caritas international. "Die Gewalt in der Region Nord-Kivu eskaliert und hat die humanitĂ€re Lage in nur wenigen Monaten dramatisch verschĂ€rft. Eine Versorgung der vielen FlĂŒchtlinge, die rund um die Stadt Goma in den hĂ€ufig improvisierten Camps leben, ist nur noch dann möglich, wenn die Hilfen umfassend erweitert werden", beschreibt Volker Gerdesmeier, Referatsleiter Afrika von Caritas international, die Situation.
Die Caritas-Mitarbeitenden sind in den Camps aktiv und helfen aktuell fast 87.000 Vertriebenen. Sie versorgen etwa 1.700 Familien mit Lebensmitteln und stellen pro Tag 200.000 Liter Trinkwasser bereit. Sie geben Hygienesets aus und bauen Latrinen. Mit zwei mobilen Kliniken werden die Vertriebenen medizinisch versorgt. Schwangere Frauen erhalten beispielsweise Vorsorgeuntersuchungen sowie Geburtshilfe und werden bei Komplikationen in lokale Kliniken gebracht. "Diese Hilfen reichen aber bei weitem nicht aus, da die Zahl der Vertriebenen massiv ansteigt", sagt Volker Gerdesmeier. Allein zwischen dem 07. und 10. Dezember haben mehr als 155.000 Menschen in den Camps um Goma Zuflucht gesucht. Insgesamt mĂŒssen nun mehr als 600.000 Vertriebene versorgt werden.
Bei Angriffen auf ihre Heimat wie auf der Flucht machen die Menschen, darunter viele Kinder, traumatische Erfahrungen. Psycholog_innen der Caritas leisten daher psychosoziale UnterstĂŒtzung und kĂŒmmern sich speziell um unbegleitete Kinder.
Caritas international unterstĂŒtzt seit 30 Jahren Vertriebene im Kongo ĂŒber die lokale Partnerorganisation Caritas Goma. Ein vergessener, sehr komplexer Konflikt, der zu 6,2 Millionen Binnenvertriebenen im Kongo gefĂŒhrt hat. Das ist die höchste Anzahl an Binnenvertriebenen weltweit. Besonders die anhaltenden KĂ€mpfe zwischen der kongolesischen Armee und der Rebellenbewegung M23 fĂŒhren zu weiteren Vertreibungen und verschĂ€rfen die angespannte humanitĂ€re Situation. Seit Januar gibt es wieder Angriffe auf die Stadt Goma, in deren Umland viele Vertriebenencamps liegen. Bereits jetzt sind 26 Millionen Menschen auf humanitĂ€rer Hilfe angewiesen.
Hinweis an die Redaktionen: Volker Gerdesmeier, Referatsleiter Afrika von Caritas international, steht Ihnen fĂŒr Interviews gerne zur VerfĂŒgung.
Caritas international bittet um Spenden mit dem Stichwort "Nothilfe fĂŒr Vertriebene in Afrika"
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