bonprix Fashion Report 2023: Internationale Studie: Emotionen und Einstellungen von Frauen variieren im LĂ€ndervergleich
14.12.2023 - 11:08:56Hat Mode fĂŒr Frauen in verschiedenen LĂ€ndern eine jeweils unterschiedliche Bedeutung? Was denken sie ĂŒber Trends, Nachhaltigkeit und Vielfalt? bonprix hat dazu gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos ĂŒber 7.000 Frauen in Deutschland, Ăsterreich, Schweiz, Frankreich, Niederlande, Italien und Polen in einer reprĂ€sentativen Online-Studie befragt. In dem europĂ€ischen LĂ€ndervergleich kristallisieren sich Gemeinsamkeiten, aber auch lĂ€nderspezifische Unterschiede heraus. So zeigt sich, dass bei Frauen in Italien und Polen Mode stĂ€rker emotional aufgeladen ist als in anderen LĂ€ndern. Ăberdurchschnittlich wird hier beispielsweise eine emotionale Beziehung zu KleidungsstĂŒcken und deren Funktion als "GlĂŒcksbringer" benannt. Auch bei dem Thema Nachhaltigkeit gibt es spannende Unterschiede: Hier ist das Nachhaltigkeitsbewusstsein bei den Polinnen, Französinnen und Italienerinnen höher ausgeprĂ€gt als bei den Frauen in Deutschland, Ăsterreich, der Schweiz und den Niederlanden. Ambivalenzen zeigen sich bei den Befragten bei der Relevanz von Trends.
"Wir sind als Modemarke mittlerweile in mehr als 25 LĂ€ndern aktiv. Daher interessiert uns neben dem im Juli veröffentlichten Fashion Report rund um das Modebewusstsein der Frauen in Deutschland naturgemÀà auch die internationale Perspektive, fĂŒr die wir uns unsere europĂ€ischen KernmĂ€rkte genauer angeschaut haben. Dieser zusĂ€tzliche Blick hat sich mehr als gelohnt, denn die Ergebnisse zeichnen ein spannendes Bild. Besonders erfreulich finde ich, dass Mode 85 Prozent aller befragten Frauen Selbstvertrauen gibt und 65 Prozent bei Mode bereits auf Nachhaltigkeit achten", sagt Carolin Klar, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin bei bonprix fĂŒr Einkauf, Beschaffung und Corporate Responsibility.
Gemeinsamkeiten: Selbstbewusste Frauen und WĂŒnsche an die Modebranche
Die Frauen in allen untersuchten LĂ€ndern verbindet ein selbstbestimmter Umgang mit Mode. Nur wenige lassen sich von Trends beeinflussen: Ăber 90 Prozent von ihnen kaufen nach eigener Aussage, was gefĂ€llt, unabhĂ€ngig von Trends. AuĂerdem zeichnet die befragten Frauen ein recht hohes Selbstbewusstsein aus. Kleidung kann hier als VerstĂ€rkung erkannt werden, denn 85 Prozent aller Befragten gibt es viel Selbstvertrauen, wenn sie sich gut gekleidet fĂŒhlen. Hier kommen zudem die LieblingskleidungsstĂŒcke ins Spiel: Die Nummer eins unter den befragten Frauen ist ĂŒber alle LĂ€nder hinweg ganz klar die Jeans. Nur in Deutschland und in den Niederlanden rangiert der Pullover noch vor dem Modeklassiker.
Einig sind sich die Frauen auch bei den Erwartungen an die Modebranche: Ganz weit oben auf ihrer Wunschliste stehen mit jeweils fast 50 Prozent echte, authentische Fotos ohne Filter und Bildbearbeitung sowie die Abkehr von unrealistischen Schönheits- und Figuridealen.
Gleichzeitig sind etwa drei Viertel aller befragten Frauen der Meinung, dass es bereits genug Vielfalt in der Mode gibt - allen voran die Italienerinnen und Polinnen mit rund 80 Prozent. Dennoch empfindet es ĂŒber die HĂ€lfte der Frauen in den untersuchten LĂ€ndern (59 Prozent) als nicht einfach, schöne Kleidung zu finden, die zu ihnen und ihrem Körper passt. AuĂerdem wĂŒnscht sich fast die HĂ€lfte aller befragten Frauen mehr Kleidung fĂŒr alle KonfektionsgröĂen.
Unterschiede: Variierende Einstellungen zu Emotionen, Trends und Nachhaltigkeit
Einen hohen Stellenwert hat Mode fĂŒr insgesamt 73 Prozent aller fĂŒr den Report befragten Frauen. Die persönliche Bindung zu Kleidung jedoch ist in den einzelnen LĂ€ndern unterschiedlich: In Italien und Polen beispielsweise scheint Mode offenbar stĂ€rker emotional aufgeladen zu sein als anderswo. 83 Prozent der Polinnen und 74 Prozent der Italienerinnen sagen, dass sie eine emotionale Bindung zu manchen ihrer KleidungsstĂŒcke haben. Bei den Deutschen sind es mit 53 Prozent deutlich weniger. FĂŒr Polinnen mit 70 Prozent und Italienerinnen mit 59 Prozent fungiert Kleidung zudem hĂ€ufiger als fĂŒr andere Frauen als "GlĂŒcksbringer".
Auch Trends messen Frauen je nach Land augenscheinlich unterschiedliche Bedeutung bei. Vor allem den Polinnen (68 Prozent), Französinnen (67 Prozent) und Italienerinnen (66 Prozent) ist es sehr wichtig, dass ihre gekaufte Kleidung angesagt ist. Bei den Schweizerinnen, Ăsterreicherinnen und Deutschen ist das weniger der Fall, hier liegen alle Zahlen unter 60 Prozent. Dabei zeigt sich eine spannende Ambivalenz: Ăber 90 Prozent aller befragten Frauen geben an, dass sie unabhĂ€ngig von Modetrends kaufen. Dennoch bleibt die Orientierung an Trends ein wichtiges Kaufkriterium, insbesondere in Polen, Frankreich und Italien - wie bei den obigen Ergebnissen zu sehen ist.
"Bei der angeblichen UnabhĂ€ngigkeit von Modetrends und gleichzeitiger Orientierung daran zeigt sich ein sogenannter 'Attitude Behaviour Gap'", erklĂ€rt Carl Tillessen, Trendanalyst bei DMI (Deutsches Mode-Institut) und Bestsellerautor, der die Studienergebnisse im Rahmen eines Interviews als Teil des Reports eingeordnet hat. "Menschen verhalten sich im Alltag oft nicht so, wie es ihren in Umfragen geĂ€uĂerten Einstellungen entsprechen wĂŒrde. Das zeigt sich besonders hĂ€ufig bei ihren VorsĂ€tzen zu mehr Nachhaltigkeit. Solche VorsĂ€tze haben die Menschen jetzt auch in Bezug auf Trends gefasst. Zu schnell wechselnde Modeströmungen werden zunehmend kritisch gesehen, und die Langlebigkeit von Kleidung wird immer wichtiger."
Im LĂ€ndervergleich zeigt sich, dass 65 Prozent aller befragten Frauen bei Mode bereits auf das Thema Nachhaltigkeit achten. Bei den Deutschen ist dies weniger stark ausgeprĂ€gt, hier ist dieser Aspekt fĂŒr etwas ĂŒber die HĂ€lfte relevant. DafĂŒr scheint das Nachhaltigkeitsbewusstsein vor allem bei den Polinnen, Französinnen und Italienerinnen besonders hoch zu sein - bei ihnen liegen die Werte jeweils ĂŒber 70 Prozent. In diesen LĂ€ndern sind auch die positivsten Werte zu verzeichnen bei der Beurteilung des Engagements der Modebranche: Ăber 50 Prozent der befragten Frauen in Polen, Frankreich und Italien nehmen diese als nachhaltig wahr. In Deutschland, Ăsterreich, der Schweiz und in den Niederlanden sind die Zustimmungsraten geringer: Hier empfinden wiederum klar weniger als die HĂ€lfte die Modebranche als nachhaltig.
Rund um das Thema, wie verstĂ€ndlich Nachhaltigkeit ist, herrscht wieder gröĂere Einigkeit: 76 Prozent aller Befragten empfinden Nachhaltigkeit bei Mode als sehr kompliziert und sind sich oft nicht sicher, was eigentlich wirklich nachhaltig ist. "Der Auftrag an uns und andere Anbieter ist klar: Mehr Transparenz und AufklĂ€rung sind gefordert. Die Verbraucher*innen sollten nicht das GefĂŒhl haben, dass Nachhaltigkeit ein kompliziertes Unterfangen ist. Wir mĂŒssen es ihnen leicht machen, bewusste Entscheidungen fĂŒr nachhaltige Mode zu treffen, mit der sie sich gleichzeitig gut gekleidet und selbstbewusst fĂŒhlen", sagt Carolin Klar abschlieĂend.
Carl Tillessen ergÀnzt: "Die Studie zeigt sehr deutlich, dass Themen wie Nachhaltigkeit, Langlebigkeit, fairer Handel und Body Positivity nicht mehr nur in einer elitÀren Bubble diskutiert werden, sondern schon jetzt im Mainstream angekommen sind und mit Blick auf die Zukunft einen immer wichtigeren Einfluss auf die QualitÀt und QuantitÀt unseres Modekonsums haben werden."
Hintergrund zur Studie von bonprix und Ipsos
FĂŒr den "bonprix Fashion Report 2023 - International Edition" hat bonprix mit dem Hamburger Marktforschungsinstitut Ipsos zusammengearbeitet und 7.175 Frauen* in Deutschland, Ăsterreich, Schweiz, Frankreich, Niederlande, Italien und Polen im Alter von 18 bis 70 Jahren in einer reprĂ€sentativen** Online-Studie befragt.
Wie bei dem "bonprix Fashion Report 2023 - das neue ModeBewusstSein" fĂŒr Deutschland, den das das Unternehmen der Otto Group im Juli 2023 bereits gemeinsam mit Ipsos veröffentlicht hat, lassen sich auch fĂŒr die internationale Studie die Ergebnisse in vier Dimensionen unterteilen: "Feel" (Bedeutung von Mode, Trends und Kleidungsstilen), "Act" (Modebudget, Kaufverhalten und Inspirationsquellen), "Change" (Nachhaltigkeit und Innovationen) und "Empower" (Selbstakzeptanz).
Der gesamte "bonprix Fashion Report 2023 - International Edition" steht zum Download bereit.
*Die möglichen Antwortoptionen waren "Frauen" und "Personen mit diversem Geschlecht". Nahezu 100 Prozent haben die Antwortoption "Frauen" gewÀhlt. Im "bonprix Fashion Report 2023 - International Edition" sprechen wir von "Frauen", darin sind alle Befragten inkludiert.
**ReprĂ€sentativ nach Alter, Region, Bildung und HaushaltsgröĂe
Ăber bonprix
bonprix ist ein international erfolgreiches Mode- und E-Commerce-Unternehmen. 1986 als Katalog-VersandhĂ€ndler in Hamburg gegrĂŒndet, beschĂ€ftigt bonprix heute etwa 2.900 Mitarbeitende weltweit. Mehr als 16 Millionen aktive Kund*innen in ĂŒber 25 LĂ€ndern shoppen vor allem in den bonprix Webshops und Apps Kleidung und Accessoires fĂŒr Damen, Herren und Kinder sowie Home- und Living-Produkte. Als vertikale Fashion Brand vertreibt bonprix ausschlieĂlich eigene Mode mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis.
Im GeschĂ€ftsjahr 2022/2023 (28. Februar 2023) erwirtschaftete die bonprix Gruppe einen Umsatz von 1,76 Milliarden Euro und ist damit eines der umsatzstĂ€rksten Unternehmen in der Otto Group. In Deutschland gehört bonprix.de zu den gröĂten Onlineshops und ist auf Platz 4 der Onlineshops mit dem Hauptproduktsegment Mode.*
*Quelle: Ranking umsatzstÀrkste Onlineshops "E-Commerce-Markt Deutschland 2023" von EHI Retail Institute/ecommerceDB
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