Horst Lichter lässt sich für «Verstehen Sie Spaß?» den Schnurrbart abschneiden
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 12:23 Uhr | dpa, AD HOC NEWSHorst Lichter hat sich für einen Streich bei «Verstehen Sie Spaß?» vor laufenden Kameras Teile seines berühmten Schnurrbarts abschneiden lassen und wäre nach eigenen Worten sogar zu einem noch größeren Opfer bereit gewesen.
Streich im «Frühstücksfernsehen»
Der Moderator war in der vergangenen Woche im Sat.1-«Frühstücksfernsehen» zu Gast und gab vor, eine große Typveränderung anzustreben. Er wolle sich «neu erfinden» und Reality-Star werden, erklärte Lichter den Moderatoren Matthias Killing und Karen Heinrichs.
Auch sein Markenzeichen solle verschwinden. «Ich will diesen Schnurrbart weg haben!», sagte Lichter und bezeichnete ihn als «wie Staub und Dreck». Den Schnurrbart trägt er nach eigenen Angaben seit seinem 19. Lebensjahr.
Einige Zentimeter abgeschnitten
Vor laufenden Kameras wurden daraufhin einige Zentimeter seiner imposanten Haarpracht abgeschnitten. Zudem wechselte Lichter seine Kleidung und spielte einen Mann, der scheinbar live vor Publikum die Kontrolle verliert.
Erst als Barbara Schöneberger ins Studio stürmte, wurde klar, dass es sich um einen Streich für die ARD-Sendung «Verstehen Sie Spaß?» handelte. Killing und Heinrichs hatten nach Lichters Darstellung sogar die Regie, den Sendungsleiter und die Chefetage kontaktiert, weil sie ihm helfen wollten.
«Bereit, meinen Schnurrbart zu opfern»
«Wenn die beiden Moderatoren noch weiter vorne angesetzt hätten, wäre es eben so gewesen», sagte Lichter der Deutschen Presse-Agentur. «Ich war bereit, meinen Schnurrbart zu opfern.» Die Idee, den Bart in den Streich einzubauen, habe er selbst vorgeschlagen.
Für Lichter sei der Auftritt dennoch belastend gewesen. «Es war für mich wirklich schwierig, weil die Sorge der Moderatoren mir persönlich Schmerzen bereitet hat», sagte er. Karen Heinrichs habe gezittert. Er habe trotzdem immer weiter den «anderen Horst» spielen müssen.
Vorab mit dem ZDF abgestimmt
Der Rückschnitt sei für ihn nicht völlig ungewohnt, sagte Lichter. Jedes Jahr am 1. August schneide er seinen Schnurrbart so kurz und lasse ihn ungefähr sechs Wochen in dieser Form, weil er in dieser Zeit keine Auftritte habe.
Für den Fernsehstreich habe er sich zusätzlich abgesichert. Auch das ZDF, bei dem seine Sendung «Bares für Rares» läuft, sei eingeweiht gewesen, damit sein verändertes Aussehen dort nicht überraschend für Irritationen sorge.
Ausstrahlung am Samstag
Die vollständige Geschichte ist am Samstag, 10. Oktober 2026, um 20.15 Uhr in einer neuen Live-Ausgabe von «Verstehen Sie Spaß?» im Ersten und in der ARD-Mediathek zu sehen. Weitere Streiche werden unter anderem Simone Thomalla und Heino Ferch gespielt.
Ein Markenzeichen als Teil der TV-Inszenierung
Horst Lichters Schnurrbart ist seit Jahrzehnten eng mit seinem öffentlichen Erscheinungsbild verbunden. Der Moderator trägt ihn nach eigenen Angaben seit seinem 19. Lebensjahr und nutzt ihn zugleich als wiedererkennbares Element seiner Auftritte. Dass er für einen Fernsehstreich eine sichtbare Veränderung zulässt, erhöht deshalb die Glaubwürdigkeit der gespielten Situation.
Prank-Format mit realem Einsatz
Der Vorgang folgt dem Prinzip von «Verstehen Sie Spaß?»: Eine vermeintlich spontane Situation wird so inszeniert, dass Beteiligte und Publikum zunächst von ihrer Echtheit ausgehen. Die Reaktion der Moderatoren im «Sat.1-Frühstücksfernsehen» bildet dabei den eigentlichen Kern des Streichs; Lichter musste seine Rolle konsequent fortführen, obwohl die Sorge der Kollegen nach seiner Darstellung echt war.
Bedeutung für die Ausstrahlung
Die Auflösung verlagert die Aufmerksamkeit vom möglichen Verlust des Schnurrbarts auf die schauspielerische Leistung und die Reaktion der Getäuschten. Der angekündigte Auftritt am 10. Oktober 2026 verbindet damit einen bekannten Fernsehmoderator, ein starkes persönliches Markenzeichen und die Dramaturgie einer Live-Unterhaltungssendung. Für Zuschauer ist vor allem interessant, wie lange die Täuschung im Studio aufrechterhalten werden konnte und wie die Beteiligten auf die Auflösung reagieren.
