Jugendliche viel seltener wegen Alkoholvergiftung in Klinik
11.02.2026 - 09:48:47Alkoholmissbrauch fĂŒhrt in Deutschland immer seltener zu einem Klinikaufenthalt. Besonders auffĂ€llig ist der RĂŒckgang bei Jugendlichen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden wurden 2024 rund 283.500 Menschen aufgrund einer ausschlieĂlich durch Alkohol bedingten Diagnose stationĂ€r im Krankenhaus behandelt. Das waren rund 29 Prozent weniger Patientinnen und Patienten als zehn Jahre zuvor (398.500). Der Anteil der MĂ€nner lag bei etwa 73 Prozent.
«Damit erreichten die Fallzahlen 2024 den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre», erklĂ€ren die Statistiker. Sie weisen auch darauf hin, dass die Zahl der Krankenhausbehandlungen insgesamt im selben Zeitraum ebenfalls zurĂŒckging - um 8,6 Prozent auf 17,9 Millionen FĂ€lle. Zugleich sank aber auch der Anteil stationĂ€rer Aufenthalte durch Alkoholkonsum von 2 Prozent im Jahr 2014 auf 1,6 Prozent im Jahr 2024.
StĂ€rkster RĂŒckgang bei den 10- bis 19-JĂ€hrigen
Generell ging die Zahl der alkoholbedingten Krankenhausbehandlungen in nahezu allen Altersgruppen zurĂŒck, wie die Experten betonen. Den stĂ€rksten RĂŒckgang (minus 59 Prozent) gab es binnen zehn Jahren bei den der 10- bis 19-JĂ€hrigen. Konkret sank die Zahl in dieser Altersgruppe von 24.300 auf 10.100 im Jahr 2024. «Grund dafĂŒr ist, dass immer weniger junge Menschen aufgrund einer akuten Alkoholvergiftung stationĂ€r im Krankenhaus behandelt werden», erklĂ€ren die Statistiker. Laut den Angaben sank die Zahl dieser akuten FĂ€lle um 60,8 Prozent - von 22.400 im Jahr 2014 auf 8.800 im Jahr 2024.
Auch bei den 20- bis 39-JĂ€hrigen (minus 27,6 Prozent) und von den 40- bis 59-JĂ€hrigen (minus 35,2 Prozent) gab es klare RĂŒckgĂ€nge bei den alkoholbedingten stationĂ€ren Aufenthalten. Am schwĂ€chsten war der RĂŒckgang bei den 60- bis 79-JĂ€hrigen (minus 1,4 Prozent). Lediglich in der Altersgruppe ab 80 Jahren gab es einen Anstieg - um 22,4 Prozent.
Und warum genau landen die Menschen in der Klinik?
- Die hÀufigste Ursache war AlkoholabhÀngigkeit (42,5 Prozent).
- Auf einen akuten Rausch gingen rund 21 Prozent der FĂ€lle zurĂŒck.
- Entzugssyndrome machten rund 15 Prozent aus.
- Dahinter folgten alkoholbedingte Erkrankungen des Verdauungssystems (13 Prozent) oder der BauchspeicheldrĂŒse (5 Prozent).
Zahl der ausschlieĂlich alkoholbedingten TodesfĂ€lle leicht gestiegen
Erstaunen mag, dass trotz des RĂŒckgangs bei den Klinikaufenthalten die Zahl der ausschlieĂlich alkoholbedingten TodesfĂ€lle zugenommen hat. Diese lag 2024 bei 14.400, das waren 2,1 Prozent mehr als 2014.Â
Aber auch hierfĂŒr haben die Statistiker eine ErklĂ€rung: «Der leichte Anstieg der alkoholbedingten TodesfĂ€lle ist demografisch bedingt», heiĂt es. Um demografische Effekte bereinigt zeige sich ein RĂŒckgang: Denn die altersstandardisierte Zahl der alkoholbedingten SterbefĂ€lle je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner nahm den Daten zufolge um 3,4 Prozent ab.
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