Johann Lafer spricht über Fortschritte bei Lymphdrüsenkrebs
Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 13:19 Uhr | dpa, AD HOC NEWSLafer bleibt in Behandlung
- Johann Lafer sagte in der NDR-Talkshow „Das! Rote Sofa“, er fühle sich auf dem Weg der Besserung.
- Der 69-Jährige erklärte, die Erkrankung sei noch nicht überstanden und er müsse an seiner Behandlung dranbleiben.
- Lafer hatte im Mai öffentlich gemacht, an nicht heilbarem Lymphdrüsenkrebs erkrankt zu sein.
Der Fernsehkoch Johann Lafer berichtet von einer Verbesserung seines Gesundheitszustands, betont aber zugleich, dass seine Behandlung noch nicht abgeschlossen ist.
Fortschritte nach der Chemotherapie
„Es ist besser geworden, es ist natürlich noch nicht zu Ende“, sagte Lafer in der NDR-Talkshow „Das! Rote Sofa“. Er fühle sich besser und sei auf dem Weg, den man sich bei einer solchen Erkrankung wünsche.
Der 69-Jährige sagte, er habe in den vergangenen Wochen gemerkt, dass sich der Kampf lohne. Zugleich müsse er auf jeden Fall weiter dranbleiben.
Erkrankung im Mai öffentlich gemacht
Lafer lebt in Rheinland-Pfalz. Im Mai hatte er mitgeteilt, dass er an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist. Anfang des Jahres begann nach seinen Angaben eine Chemotherapie.
Der Krebs sei nicht heilbar, könne aber eingedämmt werden, hatte Lafer damals erklärt.
Dankbarkeit und psychische Belastung
Die Erkrankung sei ein sehr großes Paket, das körperliche und psychische Folgen habe, sagte Lafer. Er sei nachdenklicher geworden und bewusster mit sich selbst und seinem Umfeld.
Außerdem sei er dankbarer. Mediziner bezeichnete Lafer als „Helden der Gegenwart“. Auch den Menschen, die ihn unterstützt und ihm Genesungswünsche geschickt hätten, sprach er seinen Dank aus.
Weiterarbeiten trotz Kritik
Lafer berichtete zudem von Vorwürfen, er arbeite weiter und wolle mit seiner Krankheit Geld verdienen. Ihm habe geholfen, sich zu sagen: „Es geht ja noch.“
Wenn man in der Klinik liege und ständig negative Gedanken habe, müsse man psychisch sehr gefestigt sein, um alles zu verarbeiten, sagte der Fernsehkoch. Das Weiterarbeiten habe ihm offenbar geholfen, mit der Situation umzugehen.
Umgang mit schwerer Erkrankung
Eine nicht heilbare Krebserkrankung verändert den Alltag meist weit über die medizinische Behandlung hinaus. Neben den körperlichen Belastungen können Chemotherapien Müdigkeit, Schmerzen und Einschränkungen verursachen. Hinzu kommen psychische Belastungen durch Ungewissheit, Abhängigkeit und die Frage, wie viel Normalität möglich bleibt.
Bei Lymphdrüsenkrebs hängt der Verlauf unter anderem von der konkreten Krebsart, dem Stadium und dem Ansprechen auf die Therapie ab. Eine Chemotherapie kann darauf zielen, die Erkrankung zurückzudrängen oder ihr Fortschreiten zu bremsen. Die individuelle Behandlung und Prognose legen Ärztinnen und Ärzte anhand der Befunde fest.
Arbeit als Teil des Alltags
Lafers Aussagen lenken den Blick zudem auf den Umgang mit Arbeit während einer schweren Behandlung. Berufliche Aktivität kann Struktur geben und psychisch stabilisieren, ist aber abhängig von Therapie, Belastbarkeit und medizinischer Einschätzung. Eine allgemeingültige Bewertung lässt sich daraus nicht ableiten.
Für Betroffene und Angehörige stehen neben der Krebsmedizin auch psychoonkologische und soziale Unterstützungsangebote zur Verfügung. Sie können helfen, Ängste zu verarbeiten, den Alltag zu organisieren und Entscheidungen über Behandlung sowie berufliche Belastung gemeinsam zu treffen.

