Auszeichnung, Fernsehen

WDR-Journalist Borhan Akid erhÀlt Hanns-Joachim-Friedrichs-Förderpreis

23.10.2025 - 06:35:00

Köln - Der diesjĂ€hrige Hanns-Joachim-Friedrichs-Förderpreis geht an den WDR-Journalisten Borhan Akid. Die Auszeichnung ist eine von insgesamt drei, die der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis e. V. jedes Jahr fĂŒr herausragende Leistungen im Fernsehjournalismus vergibt. Den Hauptpreis erhalten die ARD-Korrespondentinnen Sophie von der Tann (Studio Tel Aviv) und Katharina Willinger (Studio Istanbul/Teheran). Der Sonderpreis geht an „Reporter ohne Grenzen“.

WDR-Intendantin Dr. Katrin Vernau, erstmals Schirmherrin des Preises in diesem Jahr: „Der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis an die Korrespondentinnen Sophie von der Tann und Katharina Willinger zeigt, wie stark das ARD-Auslandsnetzwerk in der weltweiten Berichterstattung ist. Reporter ohne Grenzen erhĂ€lt den Sonderpreis fĂŒr ihr – wie die Jury zu Recht beschrieb – ‚lebenswichtiges Engagement‘ fĂŒr Pressefreiheit und den Schutz von gefĂ€hrdeten Medienschaffenden weltweit. Als WDR-Intendantin freue ich mich ganz besonders fĂŒr Borhan Akid, der den Förderpreis erhĂ€lt. Borhan Akids Arbeit und Leistung beeindrucken mich sehr: Vor zehn Jahren selbst aus Syrien geflĂŒchtet, lernte er Deutsch, fasste als Journalist beim WDR Fuß und setzt seitdem spannende Formate um. Er bringt eine wichtige und bereichernde Perspektive in unser Programm ein.“

Zwei herausragende Leistungen in einem Jahr

Borhan Akid sei in diesem Jahr durch zwei herausragende Leistungen aufgefallen, so die Jury. Zum einen gestaltete und moderierte Akid das von WDRforyou umgesetzte Format „Danke, aber... 10 Jahre nach Merkels Versprechen“ – ein einstĂŒndiges GesprĂ€ch zwischen ehemals GeflĂŒchteten und Angela Merkel. Laut Jury „konnte man ĂŒber eine Stunde lang eine authentische Begegnung erleben zwischen Politik und den Menschen, deren Leben sie unmittelbar verĂ€ndert hat. Eine Stunde, in der das Thema ‚Migration‘ mal nicht als Problem behandelt wird.“

Zum anderen dokumentierte Borhan Akid in der Reportage „Wieder in Syrien“ seine eigene RĂŒckkehr nach Damaskus – nach dem Sturz des Assad-Regimes –, in der er Filmemacher, Betroffener und Presenter gleichzeitig ist. Der Jury zufolge gelingt es ihm, „dieses Dreieck uneitel und ĂŒberzeugend zu zeichnen. [
] Akid lĂ€sst die Menschen erst einmal aufatmen, reflektiert ĂŒber das Exil, ĂŒber seine eigenen Empfindungen zurĂŒck in der Nachbarschaft seiner Jugend. Über die zerrissene Generation der Ă€lteren GeflĂŒchteten, die noch viel mehr in Syrien verhaftet sind und vor der Frage stehen: Gehen oder bleiben?“

Zur Person

Borhan Akid arbeitete vor dem Krieg in Syrien als Journalist. 2015 flĂŒchtete er von Damaskus ĂŒber die Balkanroute nach Deutschland und kam in die Eifel. 2018 machte er ein Praktikum bei WDRforyou, dem Online-Format, das Inhalte fĂŒr GeflĂŒchtete in drei Sprachen anbietet. Dann folgte 2020 ein Ressortvolontariat. Seitdem arbeitet Borhan Akid fĂŒr den WDR und gestaltete und moderierte u. a. den Podcast „CUT – das Silvester, das uns verfolgt“, in dem die Ereignisse der Silvesternacht 2015 aufgearbeitet wurden.

Der Förderpreis ist mit 2.500 € dotiert. Die Preisverleihung findet am 4. Dezember im WDR Funkhaus in Köln statt.

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