Lesung und GesprÀch mit Isaac Rosa zum Welttag des Buches / Ein Schelmenroman als GegenwartsportrÀt
17.04.2024 - 12:49:29In seinem neuesten Roman beschreibt Isaac Rosa mit beiĂendem Spott wie die groĂe Unsicherheit vieler Menschen von anderen ausgenutzt wird: Im Mittelpunkt der Geschichte steht Segismundo GarcĂa, der mit einer neuen GeschĂ€ftsidee wieder zu Geld kommen möchte. Er will gĂŒnstige Minibunker fĂŒr weniger betuchte Leute verkaufen, zum Einbau in Kellern, Tiefgaragen oder GĂ€rten und als Vorkehrung gegen den globalen Kollaps. Ihm fehlt nur noch das nötige Kapital. Sein Vater gleichen Namens kann ihn dabei nicht unterstĂŒtzen, denn er saĂ im Knast und leidet nun an Demenz. Der Mann aus armen VerhĂ€ltnissen war durch ein Imperium von Billig-Zahnkliniken zu Reichtum gekommen - und hatte dann durch Betrug alles verloren. Dass der Ruf von GarcĂa Senior ruiniert ist, darunter leidet auch der Sohn, dem keine Bank vertraut.
Der 1974 in Sevilla geborene Isaac Rosa gehört zu den wichtigsten Stimmen der spanischen Gegenwartsliteratur. Seine Romane wurden in mehrere Sprachen ĂŒbersetzt und vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Premio RĂłmulo Gallegos ("El vano ayer"/"Das Leben in Rot" ), dem Premio CĂĄlamo ("La habitaciĂłn oscura" /"Im dunklen Zimmer"), dem Premio AndalucĂa de la CrĂtica ("El vano ayer"/"Das Leben in Rot" ) und zuletzt mit dem Premio Biblioteca Breve ("Lugar seguro"/"Ein sicherer Ort"). International bekannt wurde er mit seinem Bestseller "Das Leben in Rot", der erfolgreich verfilmt wurde. Isaac Rosa schreibt als Kolumnist fĂŒr verschiedene Magazine, Tageszeitungen und Nachrichtenportale.
Ăber den "Welttag des Buches"
Deutschlandweit feiern Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken, Schulen und Lesebegeisterte am 23. April ein groĂes Lesefest. 1995 erklĂ€rte die UNESCO den Tag im April zum "Welttag des Buches", dem weltweiten Feiertag fĂŒr das Lesen, fĂŒr BĂŒcher und die Rechte der Autoren. Die UN-Organisation fĂŒr Kultur und Bildung hat sich dabei von dem katalanischen Brauch inspirieren lassen, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und BĂŒcher zu verschenken. Ăber diesen Brauch hinaus hat der 23. April auch aus einem weiteren Grund besondere Bedeutung: Er ist der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes.
23. April 2024, 19 Uhr Instituto Cervantes Hamburg, Welttag des Buches/Lesung und GesprĂ€ch: Isaac Rosa: "Ein sicherer Ort"/ "Lugar seguro"; Deutsche Ăbersetzung: Luis Ruby; Verlag: Liebeskind; Moderation: Paul Ingendaay; Ort: Instituto Cervantes Hamburg, Fischertwiete 1, Chilehaus, Eingang B, Eintritt frei, Anmeldung unter: [email protected]
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