Macron, Regierung

Macron gegen Regierung von LinksbĂŒndnis - neue GesprĂ€che

26.08.2024 - 21:15:46

Seit Wochen sucht Frankreich eine neue Regierung. PrÀsident Macron will mit GesprÀchen eine Lösung finden. Dem Wahlsieger erteilt er nun aber eine klare Absage.

  • Macron will eine möglichst breite und stabile Regierung finden. (Archivbild) - Foto: Christophe Simon/POOL AFP/dpa

    Christophe Simon/POOL AFP/dpa

  • Macron trifft fĂŒr seine BeratungsgesprĂ€chen auch die PrĂ€sidentin und den PrĂ€sidenten der beiden Parlamentskammern. - Foto: Thomas Padilla/AP

    Thomas Padilla/AP

  • Das LinksbĂŒndnis will geschlossen agieren (Archivbild). - Foto: Thomas Padilla/AP/dpa

    Thomas Padilla/AP/dpa

  • Auch Le Pen und Bardella waren zu GesprĂ€chen im ÉlysĂ©e-Palast. - Foto: Thomas Padilla/AP/dpa

    Thomas Padilla/AP/dpa

Macron will eine möglichst breite und stabile Regierung finden. (Archivbild) - Foto: Christophe Simon/POOL AFP/dpaMacron trifft fĂŒr seine BeratungsgesprĂ€chen auch die PrĂ€sidentin und den PrĂ€sidenten der beiden Parlamentskammern. - Foto: Thomas Padilla/APDas LinksbĂŒndnis will geschlossen agieren (Archivbild). - Foto: Thomas Padilla/AP/dpaAuch Le Pen und Bardella waren zu GesprĂ€chen im ÉlysĂ©e-Palast. - Foto: Thomas Padilla/AP/dpa

Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron schließt eine Regierung des LinksbĂŒndnisses Nouveau Front Populaire aus und will mit erneuten GesprĂ€chen einen Weg hin zu einer stabilen Regierung ausloten. Eine Regierung, die sich allein auf das Programm und die Parteien des Nouveau Front Populaire (NFP) stĂŒtze, wĂŒrde in der Nationalversammlung direkt durch ein Misstrauensvotum gestĂŒrzt, hieß es in einem Schreiben des ÉlysĂ©epalasts. «Meine Verantwortung besteht darin, dass das Land weder blockiert noch geschwĂ€cht wird», so Macron. Es gehe um die institutionelle StabilitĂ€t.

Bei der vorgezogenen Parlamentswahl vor sieben Wochen war das LinksbĂŒndnis auf Platz eins gelandet - vor Macrons Mitte-KrĂ€ften und den Rechtsnationalen um Marine Le Pen. Eine absolute Mehrheit in der Nationalversammlung erhielt kein Lager. Die Regierungsbildung gestaltet sich daher schwierig. Immer wieder betonte NFP aber seinen Regierungsanspruch.

GesprĂ€che mĂŒssen nun weitergehen

Schon am Dienstag will Macron sich erneut mit den Fraktions- und Parteivorsitzenden zusammensetzen. Sein Ziel ist eine möglichst breite und stabile Regierung. Bereits am Freitag und am Montag hatte Macron mit Vertretern der Parteien und des Parlaments darĂŒber beraten.

Macron rief die Beteiligten auf, Verantwortung zu ĂŒbernehmen. Die GesprĂ€che vor allem mit den Zentrumsparteien hĂ€tten mögliche Koalitionen aufgezeigt. Die Fraktionen seien bereit, eine Regierung zu unterstĂŒtzen, die von einer Person gefĂŒhrt wĂŒrde, die nicht aus den eigenen Reihen stamme. Macron und seinem Mitte-Lager schwebt eine Art große Koalition vor.

Linkspartei bleibt der Zankapfel

In dem Schreiben teilte Macron weiter mit: «Die Sozialistische Partei, die GrĂŒnen und die Kommunisten haben bisher keine Wege der Zusammenarbeit mit den anderen politischen KrĂ€ften vorgeschlagen. Es liegt nun an ihnen, dies zu tun.» Damit spricht Macron explizit alle Parteien des LinksbĂŒndnisses außer der Linkspartei La France Insoumise (LFI) an. Sein Lager hatte eine Zusammenarbeit mit der teils populistischen Partei bereits in den vergangenen Wochen immer wieder ausgeschlossen.

Das LinksbĂŒndnis hingegen hatte wiederholt klargemacht, im Verbund regieren zu wollen. Am Nachmittag teilte es zudem mit, nur fĂŒr GesprĂ€che mit Macron zur VerfĂŒgung zu stehen, in denen es um eine Regierung unter ihrer Wunschkandidatin Lucie Castets gehe. Nach Macrons AnkĂŒndigung, eine Regierung des BĂŒndnisses auszuschließen, Ă€ußerte sich die Allianz empört. GrĂŒnen-Chefin Marine Tondelier nannte Macrons Mitteilung eine Schande. Der PrĂ€sident ignoriere das Wahlergebnis. LFI-Fraktionschefin Mathilde Panot drohte Macron sogar mit einem Amtsenthebungsverfahren.

Wie es in Frankreich nun weitergeht, ist unklar. Da im Herbst der nĂ€chste Haushalt verabschiedet werden muss, bleibt nicht viel Zeit, um eine Regierung auf die Beine zu stellen. Medien hatten wiederholt berichtet, Macron könnte noch vor der Eröffnung der Paralympischen Spiele am Mittwochabend einen neuen Premierminister oder eine neue Premierministerin ernennen wollen. Derzeit ist die Regierung des zurĂŒckgetretenen Premier Gabriel Attal noch geschĂ€ftsfĂŒhrend im Amt.

@ dpa.de