«Let's Dance»-Star Mouroum: Kampfsport sollte Schulfach sein
27.06.2025 - 05:42:36Sehr viele Menschen kennen ihr Gesicht aus der RTL-Tanzshow «Let's Dance»: Hollywood-Stuntfrau Marie Mouroum. Nun hat sie sich fĂŒr Kampfsport als festen Bestandteil der LehrplĂ€ne an deutschen Schulen ausgesprochen.Â
«Das könnte eigentlich eine Grundsportart in den Schulen sein», sagte die 32 Jahre alte Berlinerin der Deutschen Presse-Agentur. «In vielen osteuropÀischen LÀndern ist das ja auch so, dass das auch wirklich zur Grundbasis dazu gehört, so wie wir im Sport Leichtathletik und GerÀteturnen haben.»
Gerade fĂŒr MĂ€dchen erfĂŒlle das Beherrschen einer Kampfsportart eine besondere Funktion, sagte Mouroum. «Ich wĂŒrde es Kindern generell empfehlen, MĂ€dchen oder Jungs, aber bei MĂ€dchen ist es dann natĂŒrlich noch mal wichtiger, weil MĂ€dchen von Natur aus seltener dieses Selbstbewusstsein mitbringen wie kleine Jungs.» Jungen prĂŒgeln sich gern, wollten ihre StĂ€rken kennenlernen. Das sei bei MĂ€dchen eher nicht der Fall.
«Das macht etwas mit dem Selbstbewusstsein»
«Ich glaube, es ist schon sehr wichtig, dass MÀdchen sich ihrer StÀrke bewusst sind, wissen, dass sie sich verteidigen könnten, dass sie richtig doll hauen könnten, wenn es drauf ankommt.» Das mache etwas mit dem Selbstbewusstsein, so die Berlinerin. «Ich glaube, dass man dann einfach ein bisschen stÀrker durch die Welt geht, von Grund auf. Und eine StÀrke auch ausstrahlt und dadurch vielleicht auch sich Gefahr fernhÀlt.»
Respekt und Disziplin
Disziplin sei ein wichtiger Punkt. «Es ist wirklich ein sehr, sehr respektvolles VerhĂ€ltnis im Kampfsport. Man lernt da wirklich, sich zu beherrschen und seine Kampfkunst, die man da erlernt, auch nicht drauĂen anzuwenden. Das ist auch ein ganz wichtiges Thema.» Dennoch diene es im Ernstfall zur Verteidigung.
An diesem Samstag (28. Juni) wird Marie Mouroum in Hamburg beim Mixed-Martial-Arts-Event «Oktagon 73» als Backstage-Reporterin fĂŒr RTL+ im Einsatz sein. Sie wirft fĂŒr das Publikum einen Blick hinter die Kulissen. Beginn von «Oktagon 73» ist um 17.30 Uhr auf RTL+. Im Hauptkampf feiert Christian Eckerlin â Deutschlands bekanntester MMA-Star â sein Comeback nach acht Monaten Pause.
Der Stunt im Bond-Film - unvergesslich
Die 32-JĂ€hrige ist seit ihrem 18. Lebensjahr im Stunt-GeschĂ€ft. Sie doubelte unter anderem Queen Latifah in «The Equalizer» und Bond-Girl Lashana Lynch in «James Bond 007: Keine Zeit zu sterben».Â
Der Agentenfilm sei auch einer ihrer gefĂ€hrlichsten Stunts gewesen, erinnerte sie sich. «Du fliegst durch die Luft von einem GebĂ€ude zum anderen.» Die Agentin, die sie gedoubelt hat, entfĂŒhrt in dieser Szene einen Wissenschaftler auf Kuba. «Du fĂ€llst wirklich fast wie im freien Fall. Kurz vor dem Boden stoppt Dich das Seil. Und das ist wirklich so ein Moment, wo Du denkst: "Was ist, wenn dieses Seil Dich nicht im letzten Moment hĂ€lt?"»
Verletzungen als Berufsrisiko
Verletzungen gehören fĂŒr Stuntleute zum Berufsalltag, da macht auch Mouroum keine Ausnahme. «Bei "The Equalizer" habe ich mir ein FuĂgelenk gebrochen und die BĂ€nder am FuĂgelenk durchgerissen.» Da sei sie von einem Balkon im zweiten Stock gesprungen. «Du springst in so eine Art Kartonbox, die den Aufprall auffangen soll. Diese Boxen sollten eigentlich zerbrechen.»Â
Als Extraschutz lag darauf auch eine kleine Matte. «Aber es war so kalt, dass diese Matte quasi fast gefroren war und dann war es, als wĂ€re sie aus Beton, nichts ist zerbrochen. Das war nicht geplant. Da habe ich mir das FuĂgelenk gebrochen. Rippenprellung hatte ich auch. Aktuell Kreuzbandriss.»


