MDR-Talk „Die Krise in der Mitte – Geht´s nur noch extrem?“
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 15:48 Uhr | presseportal, AD HOC NEWSKathleen Bernhardt und Lars Sänger moderieren den Talk, bei dem das Live-Publikum im Studio wesentlichen Anteil am Gesprächsverlauf hat und sich mit Meinungen, Standpunkten, Erfahrungen und Fragen einbringt. Im Podium stellen sich der Diskussion folgende Gäste:
„Der Diskurs ist so aufgeheizt, dass nur noch extreme Parolen durchdringen“, bedauert der CDU-Fraktionschef im Thüringer Landtag Andreas Bühl. Gleichzeitig gesteht er ein, dass seiner Partei auf Bundesebene momentan eine klare Vision fehle, wie Deutschland zukunftsfähig gemacht werden soll. Für die parlamentarische Geschäftsführerin der Thüringer AfD-Landtagsfraktion Wiebke Muhsal steht fest: „Die Mitte der Gesellschaft fühlt sich von den etablierten Parteien nicht mehr repräsentiert.“ Das Erstarken der Ränder sei somit ein klares Verschulden der ehemaligen Volksparteien CDU und SPD.
Das sieht der Politikwissenschaftler Professor Oliver Lembcke von der Ruhruniversität Bochum ähnlich: „Wohin sollen denn frustrierte Wähler sich wenden, wenn die Mitte schon besetzt ist durch SPD und CDU?“ Für die Thüringer Sozialministerin Katharina Schenk haben Kompromisse, die ihre Sozialdemokraten in Regierungskoalitionen eingehen müssen, einen negativen Effekt. Dadurch würden in vielen Politikfeldern die Kernlinien der Partei verwässert. Sie macht Defizite in der Verteilungsgerechtigkeit als eine Ursache für den Wählerfrust aus.
Fakt ist! Aus Erfurt: „Die Krise in der Mitte – Geht´s nur noch extrem?“
Mittwoch, 07.10.2026, 20.15 Uhr im Live-Stream auf mdr.de/fakt-ist
Mittwoch, 07.10.2026, 20.45 Uhr im MDR-Fernsehen
Nach der Ausstrahlung ein Jahr in der ARD-Mediathek
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MDR, Landesfunkhaus ThĂĽringen, Kommunikation, Jens Borghardt,
Tel.: (0361) 2 18 12 96, E-Mail: Jens.Borghardt@mdr.de
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