Psychologie, Gesundheit

Mentale Gesundheit im Lehrerberuf: Expertin Stefanie Schnier ruft auf didacta und Leipziger Buchmesse zum Umdenken auf

05.03.2026 - 07:00:04 | presseportal.de

Berlin - Psychische Belastung im Lehrerberuf wird zunehmend zu einem Gesundheitsrisiko. Expertin Stefanie Schnier macht auf der didacta (10. bis 14. MĂ€rz in Köln) und der Leipziger Buchmesse (19. bis 22. MĂ€rz) auf die mentale Gesundheit von LehrkrĂ€ften aufmerksam. In ihrem Buch "Wenn nichts mehr geht" (Orbita Media Verlag) zeigt sie Wege aus Überlastung - von prĂ€ventiven Strategien bis zu persönlichen Erfahrungen, etwa wie Stand-up-Paddleboarding ihr half, Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Mentale Gesundheit im Lehrerberuf: Expertin Stefanie Schnier ruft auf didacta und Leipziger Buchmesse zum Umdenken auf - Foto: presseportal.de
Mentale Gesundheit im Lehrerberuf: Expertin Stefanie Schnier ruft auf didacta und Leipziger Buchmesse zum Umdenken auf - Foto: presseportal.de

Wenn der Arbeitstag schon mit Druck beginnt

FĂŒr viele Lehrerinnen und Lehrer beginnt der Tag nicht mit Vorfreude, sondern mit Erschöpfung. Das Klingeln des Weckers löst bereits Stress aus: Gedanken kreisen um Korrekturen, anstehende Meetings, Elternanfragen, unerledigte Aufgaben vom Vortag und die immer lĂ€nger werdenden To-do-Listen.

"Manchmal fĂŒhle ich mich schon vor dem ersten Schritt ins Klassenzimmer ausgelaugt", berichtet eine Lehrerin aus Berlin, die anonym bleiben möchte. "Es ist, als wĂŒrde man gegen einen stĂ€ndigen Strom an Aufgaben schwimmen."Dieser Zustand ist fĂŒr zahlreiche LehrkrĂ€fte RealitĂ€t - und Studien belegen, dass er kein Einzelfall ist. Weltweit zeigen bis zu 74 % der LehrkrĂ€fte moderate bis schwere Symptome von Stress, Burnout, Angst oder Depression. In Deutschland berichten ĂŒber 80 % von hohem Zeitdruck, psychosozialen Belastungen und Schlafproblemen

Lehrer sein heißt Mehrfachbelastung

Die Anforderungen an LehrkrĂ€fte haben sich in den letzten Jahren massiv verĂ€ndert. Neben der Vermittlung von Wissen ĂŒbernehmen sie eine Vielzahl sozialer Rollen: Berater, Mediator, Mentor, Konfliktmanager und oft Ersatz fĂŒr fehlende Strukturen außerhalb der Schule.

"Lehrerinnen und Lehrer stehen stÀndig zwischen den Erwartungen der Schule, der Eltern und der Gesellschaft", erklÀrt Stefanie Schnier. "Die Arbeitsbelastung ist hoch, die Zeit zu knapp und die Verantwortung enorm."

Digitalisierung, Inklusion und HeterogenitĂ€t der Klassen verstĂ€rken den Druck zusĂ€tzlich. Lehrerinnen und Lehrer berichten von stĂ€ndiger Erreichbarkeit, kurzfristigen Vertretungen, endlosen Korrekturen und einer Flut an administrativen Aufgaben. Viele fĂŒhlen sich, als wĂŒrde ihre eigene Gesundheit immer weiter hinten anstehen.

Die schleichende Erschöpfung

Schnier kennt diese Belastungen aus eigener Erfahrung. Jahrelang arbeitete sie als Lehrerin, bis die schleichende Erschöpfung sie selbst einholte. In ihrem Buch erzĂ€hlt sie, wie kleine alltĂ€gliche Faktoren sich summierten: unerwartete Konflikte in der Klasse, spĂ€te Meetings, Elternabende am Wochenende, das stĂ€ndige GefĂŒhl, nie alles erledigen zu können - und kaum Raum, eigene BedĂŒrfnisse wahrzunehmen.

"Ich habe lange versucht, einfach weiterzumachen", sagt Schnier. "So wie viele meiner Kolleginnen und Kollegen."

Die Symptome Ă€ußerten sich in Schlafproblemen, RĂŒckzug, innerer Unruhe und dem GefĂŒhl, den Anforderungen nicht mehr gerecht zu werden. Ein klassischer Burnout - und ein Spiegelbild dessen, was viele LehrkrĂ€fte erleben.

Lesungen, Workshops und SUP-Gewinnspiel auf den Messen

Auf der didacta in Köln und der Leipziger Buchmesse prĂ€sentiert Schnier nicht nur ihr Buch, sondern fĂŒhrt auch Lesungen und Workshops durch, die LehrkrĂ€ften, Fachpublikum und Interessierten konkrete Strategien zur PrĂ€vention von Überlastung zeigen.

Ein besonderes Highlight ist das SUP-Gewinnspiel, bei dem Messebesucherinnen und -besucher ein Board gewinnen können. Das macht das Thema erlebbar und symbolisiert, wie Bewegung und SelbstfĂŒrsorge zur mentalen Gesundheit beitragen. "Viele erkennen sich in meiner Geschichte wieder", sagt Schnier. "Das zeigt: Mentale Gesundheit ist ein Thema, das uns alle betrifft - und ĂŒber das offen gesprochen werden muss."

Der Weg zurĂŒck ist fĂŒr Schnier nicht nur eine Frage der Organisation oder der Mentaltechnik, sondern auch der Bewegung. Als leidenschaftliche Stand-up-Paddleboarderin (SUP) entdeckt sie, dass Sport auf dem Wasser eine meditative Wirkung hat: Körperliche Anstrengung, Rhythmus und das Spiel mit den Wellen helfen ihr, Abstand zu gewinnen, den Kopf frei zu bekommen und Stress abzubauen.

"Das SUP-Board wurde fĂŒr mich ein Symbol fĂŒr Balance", sagt Schnier. "StabilitĂ€t bedeutet nicht Stillstand, sondern Bewegung - nur wer sich bewegt, bleibt im Gleichgewicht."

Auf den Messen macht sie dies greifbar: Besucherinnen und Besucher können an kleinen Lesungen sowie an einem Gewinnspiel teilnehmen und ein SUP-Board gewinnen. Es ist mehr als ein Geschenk: Es ist eine Erinnerung, dass

Tipps aus Schniers Buch

Schnier gibt praxisnahe Impulse:

Ein System unter Druck

Experten betonen: Überlastung ist kein individuelles Problem. LehrkrĂ€ftemangel, steigende HeterogenitĂ€t, Digitalisierung, Inklusion und zunehmende BĂŒrokratie summieren sich zu einem strukturellen Risiko. Ohne prĂ€ventive Maßnahmen droht ein Teufelskreis: Überlastete LehrkrĂ€fte fallen aus, Vertretungen fehlen, der Druck auf verbleibende Kolleginnen und Kollegen steigt weiter.

Mentale Gesundheit wird daher zunehmend als strategische Ressource fĂŒr BildungsqualitĂ€terkannt.

Die öffentliche Debatte und die Messen

Mit ihren Messeauftritten verbindet Schnier mehr als BuchprĂ€sentation. Sie macht mentale Gesundheit zu einem sichtbaren und diskutierten Thema, zeigt konkrete Strategien auf, inspiriert zu VerĂ€nderungen und setzt Impulse fĂŒr das gesamte Bildungssystem.

"Wenn wir wollen, dass Schule trĂ€gt, mĂŒssen auch die Menschen getragen werden, die sie gestalten", sagt Schnier.

Die Kombination aus Buch, Lesungen, Workshops und Gewinnspiel fĂŒr das SUP-Board sorgt fĂŒr Aufmerksamkeit, MedienprĂ€senz und bietet gleichzeitig einen praktischen AnknĂŒpfungspunkt, um ĂŒber mentale Gesundheit zu sprechen.

Fakten-Box

Pressekontakt:

Stefanie Schnier
presse@stefanieschnier.de
Tel: +49(0)3025784073

Original-Content von: Stefanie Schnier ĂŒbermittelt durch news aktuell

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