Schlitzohr und SchnĂŒffler: Pastewka in Krimikomödie «Fabian»
06.02.2026 - 05:31:04Hochstapler Fabian (Bastian Pastewka) hat keine groĂe Wahl, als er durch die Altstadt von Vilnius rennt. Ein schlecht gelaunter Killer schieĂt gerade hinter ihm her, da entdeckt Fabian vor einer Kirche seine Chance: Ein Hochzeitsfotograf lĂ€sst seine AusrĂŒstung unbewacht. Der charmante Gauner wechselt - wie so oft in seinem Leben - die IdentitĂ€t und begleitet eine hektische deutsche Hochzeitsgesellschaft auf ein abgelegenes Schlösschen.
So wunderbar altmodisch beginnt der neue Krimi «Fabian und die mörderische Hochzeit» mit Publikumsliebling Pastewka in der Titelrolle - und so wunderbar altmodisch geht er auch weiter. Die Komödie startet beim Streamingdienst Prime Video am 6. Februar und hat mit vielen Ăberraschungen aufzuwarten.
Wo ist das kostbare Brautgeschenk?
Denn Fabian kommt schnell aus dem Regen in die Traufe. Nicht nur, dass ihm Brautjungfer Annalena Ohlfeld (Lena Dörrie) mit ihrem Kontrollwahn auf die Nerven geht. Der Kleinganove muss sich - umgeben von endlosen verschneiten WĂ€ldern - mit einem ganzen neurotischen Reiche-Leute-Clan herumschlagen.Â
Â
Dann ĂŒberschlagen sich plötzlich die Ereignisse: Das unermesslich wertvolle Brautgeschenk verschwindet. DafĂŒr liegt jemand aus der Hochzeitsgesellschaft erstochen auf dem Teppich. Prompt sucht das Schlitzohr aus seinen unzĂ€hligen falschen Ausweisen eine Polizeimarke heraus: «Wir sind vom Rest der Welt abgeschnitten. Das heiĂt, der Mörder kann nicht fliehen.» Ein spannender und lustiger Murder-Mystery-Film voller dunkler Geheimnisse nimmt seinen Lauf.
Fabian - «eine Art Gestaltwandler»
Als «eine Art Gestaltwandler» bezeichnet Pastewka seinen Helden, der im Aktenkoffer von Einbruchswerkzeug bis Gummimasken alles dabeihat. «Er trickst, wo er kann und nimmt jede Gelegenheit wahr, bei der er sich finanzielle Vorteile verschaffen kann. Wir sehen aber zugleich auch, dass er die Vorteile nicht selbst nutzt, sondern den Reichen nimmt und den Armen geben will.» Er sei eine «Spielernatur», dieÂ ĂŒberhaupt nicht ĂŒber Konsequenzen nachdenke.
Pastewka liebt klassische englische Krimis seit Kindertagen. Das weiĂ jeder, der seinen erfolgreichen Podcast «Kein Mucks!» kennt. Mit 13 hat er den Klassiker «Mord im Orient-Express» von 1974 gesehen. «Und habe mich so gegruselt, dass ich sie seitdem immer wieder sehen will, um mich noch mal genauso zu gruseln wie damals.» Agatha Christie hatte die Vorlage dazu geschrieben.Â
Dem Comedian kam dann auch sofort «Mord im Orient-Express» in den Kopf, als die Autoren Martin Eigler, Sönke Neuwöhner und Sven S. Poser das Drehbuch zu dem «Fabian»-Film entwickelten. Er habe daraufhin dreist um eine «Schlussrunde, wo der Detektiv alle Beteiligten in einem Raum versammelt und den TÀter nacheinander aus den VerdÀchtigen herausschÀlt», gebeten.
Betrogener Pastewka: «Ich war naiv wie Oma Mörken»
So souverĂ€n der 53-JĂ€hrige den mit allen Wassern gewaschenen Kleinkriminellen auch spielt: Die Wahrheit ist, dass in Wirklichkeit umgekehrt er es war, der einmal einem BetrĂŒger auf den Leim gegangen ist. «Ja, selbstverstĂ€ndlich. Mein Freund, die Phishing Mail. Das ist mir tatsĂ€chlich passiert. Also so richtig wie Oma Mörken, die nicht aufgepasst hat. Ich dachte schon: Ob das wohl stimmt?»
Als es schon zu spÀt war, habe er bei der Bank vorsorglich um andere PINs gebeten, so Pastewka. «Und die Dame sagte am Telefon: "Sie sind auf eine Phishing-Mail hereingefallen." Ich so: "Ja, genau. Aber die sah echt gut aus. Ich habe es echt geglaubt."» Dann habe er sich die Mail aber noch einmal kritischer angeguckt. «Also, nicht mal mein Name war richtig geschrieben, aber ich bin in der Hektik wie ein Trottel drauf hereingefallen. Das ist mir auch nur einmal passiert bisher. Und ansonsten bin ich wahrscheinlich schon sehr oft im Leben ausgetrickst worden und weià es nicht: Chapeau an die TÀterinnen und TÀter.»





