Scheidung, AnwÀltin

Scheidung – AnwĂ€ltin klĂ€rt auf, was wirklich mit dem gemeinsamen Vermögen passiert

17.04.2025 - 08:00:00

MĂŒnchen - Bei einer Scheidung sind die finanziellen Fragen oft genauso belastend wie die emotionalen. Besonders das gemeinsame Vermögen kann zu einem der grĂ¶ĂŸten Streitthemen werden. Doch viele Paare unterschĂ€tzen, wie wichtig es ist, klare Vereinbarungen ĂŒber die Vermögensaufteilung zu treffen. Das gilt nicht nur fĂŒr das gemeinsame Haus, sondern auch fĂŒr Bankkonten, Darlehen und Immobilieninvestitionen.

Vermögensauseinandersetzungen sind hĂ€ufig komplex und fĂŒhren zu unnötigen Konflikten, wenn sie nicht frĂŒhzeitig geregelt werden. Ein Ehevertrag reicht dafĂŒr hĂ€ufig aber nicht aus und es gibt generell viel Halbwissen, was sich in hĂ€ufigen Fehlentscheidungen zeigt. Dieser Beitrag verrĂ€t Ihnen, wie wichtig eine rechtzeitige und gut durchdachte Vermögensregelung fĂŒr eine faire und stressfreie Scheidung ist und worauf es dabei zu achten gilt.

Finanzielle Aufteilung bei einer Scheidung

Das gemeinsame Vermögen ist ein hĂ€ufiger Streitpunkt. FĂŒr Klarheit mĂŒssen die Beteiligten selbst sorgen, denn der Gesetzgeber hat hierzu keine Regelungen getroffen. Zwar umfasst die sogenannte Scheidungsfolgenvereinbarung Angaben zu RentenansprĂŒchen, die wĂ€hrend der Ehezeit entstanden sind, sowie zum Vermögenszuwachs wĂ€hrend der Ehe. Es gibt jedoch keine Bestimmungen darĂŒber, wie gemeinsame Immobilien, Konten oder Depots zu behandeln sind. Somit ist es unbedingt ratsam, eine VerstĂ€ndigung zu erreichen und sich ĂŒber die Vermögenswerte zu einigen. Dies senkt finanzielle Nachteile und verhindert teure und belastende Auseinandersetzungen.

Die Bedeutung steuerlicher Belastungen

Steuerthemen bilden einen zentralen Bereich bei Vermögensauseinandersetzungen. Wer zum Beispiel eine Immobilie verkaufen möchte, sollte im Vorfeld prĂŒfen, ob dies steuerfrei möglich ist. Hier ist vor allem die Spekulationssteuer mit der entsprechenden Frist zu beachten. Auch steuerliche Vorteile fĂŒr Personen, die eine eigene Immobilie selbst bewohnen, gehören zu den Punkten, die mit zu bedenken sind.

Lebt ein Ehepartner etwa nach der Trennung in einer gemeinsamen Immobilie, ohne dafĂŒr Miete zu entrichten, ist Unterhaltszahlung zu berĂŒcksichtigen, um einen Ausgleich zu erzielen. Dies schafft Vorteile fĂŒr beide Parteien, denn die Person, die nicht mehr dort wohnt, erspart sich dadurch einen Teil dieser Zahlungen. Der Vermögenswert der Immobilie bleibt indes bewahrt. Es empfiehlt sich deshalb, diese Regelung so lange beizubehalten, bis das Haus oder die Wohnung steuerfrei verkauft werden kann oder andere, fĂŒr beide Ex-Partner bedeutsame, Zielpunkte erreicht sind, etwa wenn die Kinder ihren Schulabschluss erlangen.

Ein konstruktiver Diskurs

Sich bei einer Scheidung zusammenzusetzen und Einigung ĂŒber ein so wichtiges Thema wie die Vermögenswerte zu erzielen, ist nicht einfach. Dennoch sind die Eheleute gut beraten, sich um einen sachlichen Diskurs zu bemĂŒhen. Dabei hilft es, dass beide Seiten UnterstĂŒtzung und Beratung durch AnwĂ€lte und Steuerberater erhalten, denn deren Ziel besteht darin, das Vermögen zu bewahren. Dies schafft die richtigen Voraussetzungen fĂŒr eine gute, langfristige Planung, bei der Belastungen sowohl finanzieller als auch emotionaler Art auf ein Minimum gesenkt werden.

Welche Vorteile bietet ein Ehevertrag?

Es ist in jedem Fall sinnvoll, bereits vor der Ehe vorsorgliche Regelungen zu treffen, die festlegen, wie das gemeinsame Vermögen im Fall einer Trennung verteilt werden soll. Dies verhindert spĂ€tere Auseinandersetzungen, denn Vereinbarungen dieser Art werden in der Regel mit klarem Kopf und einem sachlichen Mindset getroffen. Dabei sind alle relevanten Vermögensbereiche einzubeziehen. Entscheidende Bestandteile eines Ehevertrages umfassen Angaben zur Aufteilung von finanziellen RĂŒcklagen, GĂŒtern, Schulden und Fragen zur Unterhaltszahlung. Auch unternehmerische Beteiligungen, sofern vorhanden, sollten dabei unbedingt berĂŒcksichtigt werden. Dies senkt das Risiko finanzieller Belastungen nach einer Scheidung und sichert beide Eheleute gut ab.

Über Martina Ammon:

Martina Ammon ist FachanwĂ€ltin fĂŒr Familienrecht mit ĂŒber 25 Jahren Erfahrung und hat mehr als 3.500 Familien durch Trennungen begleitet. Als Scheidungsmentorin unterstĂŒtzt sie Frauen bei einer friedlichen Trennung und hat bereits ĂŒber 500 Frauen geholfen, den Scheidungsprozess selbstbewusst zu meistern. Mehr Infos unter: https://martinaammon.de

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