Am 8. Mai ist Internationaler ThalassĂ€mie-Tag: UnterstĂŒtzung fĂŒr Menschen mit Beta-ThalassĂ€mie
03.05.2024 - 14:38:03- Die Erkrankung erfordert heutzutage meist eine lebenslange Therapie, reduziert die LebensqualitĂ€t der Betroffenen deutlich und verkĂŒrzt die Lebenserwartung auf rund 55 Jahre.
- Der Internationale ThalassĂ€mie-Tag gibt Anlass, die Belange von Menschen mit Beta-ThalassĂ€mie in den Fokus zu rĂŒcken und auf die Notwendigkeit der Entwicklung von Therapien hinzuweisen.
"Das Leben stĂ€rken, den Fortschritt fördern: Gleichwertige und verfĂŒgbare ThalassĂ€mie-Behandlung fĂŒr alle" - so lautet das Motto des Internationalen ThalassĂ€mie-Tages 2024 (#ITD2024), der auch dieses Jahr am 8. Mai stattfindet. Ausgerufen von der Thalassaemia International Federation (TIF), passt das diesjĂ€hrige Thema auch zum Ansatz des Biotechnologie-Unternehmens Vertex, das sich fĂŒr Menschen mit Beta-ThalassĂ€mie und fĂŒr die Entwicklung von Therapien gegen diese angeborene Bluterkrankung engagiert.
Die Beta-ThalassĂ€mie, die hĂ€ufigste Form der ThalassĂ€mie, ist eine erblich bedingte Erkrankung der roten Blutzellen, die durch Mutation eines bestimmten Gens ausgelöst wird. Diese fĂŒhrt zu einer mangelhaften Produktion von Beta-globin - einem Protein, das fĂŒr den Sauerstofftransport im Blut mit verantwortlich ist - und verursacht so eine chronische Blutarmut. Menschen mit schwerer Beta-ThalassĂ€mie, der sogenannten transfusionsabhĂ€ngigen Beta-ThalassĂ€mie (TDT), sind deshalb ihr Leben lang auf regelmĂ€Ăige Bluttransfusionen angewiesen und haben eine stark reduzierte Lebenserwartung. Internationale Daten zeigen, dass ein erheblicher Teil der Patienten das 50. Lebensjahr nicht erreicht, wobei die Lebenserwartung stark von den nationalen Gesundheitssystemen abhĂ€ngig ist und höher liegen kann.1 An dieser schweren, lebensbedrohlichen Form leiden 60 bis 80 % der geschĂ€tzt 288.000 Menschen weltweit, die von einer Beta-ThalassĂ€mie betroffenen sind.2
Leben mit Beta-ThalassĂ€mie ist eine groĂe Herausforderung
Aufgrund des Mangels an roten Blutzellen (AnĂ€mie) können Menschen mit TDT unter einer bleiernen MĂŒdigkeit (Fatigue) und Kurzatmigkeit (Dyspnoe) leiden. Bei SĂ€uglingen können Entwicklungs- und Wachstumsstörungen und Gelbsucht auftreten. Zu den Folgeerscheinungen einer TDT können auch OrganschĂ€den wie eine VergröĂerung von Milz, Leber und/oder Herz, fehlgebildete Knochen und eine verspĂ€tete PubertĂ€t gehören. Die medizinische Versorgung stellt eine groĂe Herausforderung dar: Ein erheblicher Teil der Menschen mit TDT ist alle zwei Wochen auf eine Transfusion von Spenderblut angewiesen. Das erfordert viele lange Krankenhausaufenthalte und kann auch zu einer schwerwiegenden Eisenanreicherung in Organen mit weiteren Komplikationen fĂŒhren. Die chronische Erkrankung fĂŒhrt zudem bei vielen Betroffenen zu psychischen Beschwerden.
Eine TDT-Patientin und Mutter von drei Töchtern mit TDT berichtet: "Wir planen alles um die ThalassĂ€mie herum [...]. Ich verbringe viel Zeit damit, Transfusionen fĂŒr uns alle zu planen, und die sind schwer zu verschieben."
Die einzige Chance auf eine Heilung der TDT besteht bislang in einer Stammzelltransplantation eines passenden Spenders, die aber nur fĂŒr einen kleinen Teil der an TDT erkrankten Menschen infrage kommt.
"Find Your Path": Hilfe beim Alltag mit der Erkrankung
Hilfreiche UnterstĂŒtzung und Information finden Betroffene bei gemeinnĂŒtzigen Vereinen und Patientenorganisationen in Deutschland.
Auch Vertex engagiert sich fĂŒr Menschen mit Beta-ThalassĂ€mie. Auf der Webseite findyourbetathalpath.de bietet das Unternehmen Anregungen, Tipps und Berichte von Betroffenen sowie medizinische, rechtliche und andere Informationen rund um die Erkrankung.
Selten, aber mit weitreichenden Auswirkungen
Die Beta-ThalassĂ€mie gilt als "Seltene Erkrankung" (Orphan Disease). Dennoch sind schĂ€tzungsweise 288.000 Menschen weltweit betroffen.2 Aufgrund der starken BeeintrĂ€chtigung der Betroffenen und der reduzierten Lebenserwartung sind neue Therapien dringend erforderlich. Der Internationale ThalassĂ€mie-Tag am 8. Mai stellt einen eindringlichen Aufruf dar, das Bewusstsein fĂŒr diese Krankheit und ihre Auswirkungen zu schĂ€rfen.
Ăber transfusionsabhĂ€ngige Beta-ThalassĂ€mie (TDT)
Die transfusionsabhĂ€ngige Beta-ThalassĂ€mie (Transfusion-Dependent Beta Thalassemia, TDT) ist eine lebensbedrohliche, genetische Krankheit. Menschen mit TDT berichten von einer stark eingeschrĂ€nkten LebensqualitĂ€t. Die Betroffenen sind auf regelmĂ€Ăige Bluttransfusionen angewiesen und benötigen lebenslang Medikamente, die Eisen binden (sogenannte Eisenchelatoren). Eine Beta-ThalassĂ€mie betrifft vor allem die roten Blutzellen (Erythrozyten), die fĂŒr den Sauerstofftransport zu allen Organen und Geweben des Körpers verantwortlich sind. Ein Mangel an roten Blutzellen, der auch als AnĂ€mie bezeichnet wird, ist die wichtigste Erscheinungsform der Erkrankung. Aufgrund dieser AnĂ€mie können Erkrankte unter MĂŒdigkeit und Kurzatmigkeit leiden. Bei Babys können Entwicklungs- und Wachstumsstörungen und Gelbsucht auftreten. Zu den Komplikationen der Beta-ThalassĂ€mie können auch eine vergröĂerte Milz, eine vergröĂerte Leber und/oder ein vergröĂertes Herz, missgebildete Knochen und eine verzögerte PubertĂ€t gehören. Letztendlich fĂŒhrt die Krankheit zu einer verkĂŒrzten Lebenserwartung, verminderter LebensqualitĂ€t und geringerer ProduktivitĂ€t. In Europa erreicht internationalen Daten zufolge ein erheblicher Teil der Patienten das 50. Lebensjahr nicht.1 Die einzige kurative Therapie stellt bislang eine Stammzelltransplantation von einem passenden Spender dar, aber diese Option steht nur einem kleinen Teil der Betroffenen zur VerfĂŒgung.
Ăber Vertex
Vertex ist ein weltweit tĂ€tiges Biotech-Unternehmen, das in wissenschaftliche Innovationen investiert, um wegweisende Medikamente fĂŒr Menschen mit schweren Krankheiten zu entwickeln. Das Unternehmen verfĂŒgt ĂŒber zugelassene Therapien zur Behandlung der Ursache chronischer, lebensverkĂŒrzender genetischer Krankheiten - zystische Fibrose (CF, Mukoviszidose), Sichelzellkrankheit und transfusionsabhĂ€ngige Beta-ThalassĂ€mie - und treibt klinische und Forschungsprogramme fĂŒr diese Krankheiten weiter voran. DarĂŒber hinaus verfĂŒgt Vertex ĂŒber eine solide klinische Pipeline von Wirkstoffkandidaten mit verschiedenen BehandlungsmodalitĂ€ten bei anderen schweren Krankheiten, bei denen das Unternehmen ein tiefes VerstĂ€ndnis der kausalen Humanbiologie hat. Hierzu zĂ€hlen APOL1-vermittelte Nierenkrankheit, autosomal dominante polyzystische Nierenerkrankung, Typ-1-Diabetes, Myotonische Dystrophie Typ 1 sowie Alpha-1-Antitrypsin-Mangel.
Vertex wurde 1989 gegrĂŒndet und hat seinen globalen Hauptsitz in Boston, Massachusetts, und seinen internationalen Hauptsitz in London, GroĂbritannien. DarĂŒber hinaus verfĂŒgt das Unternehmen ĂŒber Forschungs- und Entwicklungsstandorte sowie Niederlassungen in Nordamerika, Europa, Australien, Lateinamerika und im Mittleren Osten. Vertex wird immer wieder als einer der besten Arbeitgeber der Branche ausgezeichnet, darunter 14 Jahre in Folge auf der Top-Arbeitgeberliste des Wissenschaftsmagazins Science und als einer der 100 besten Arbeitgeber bei Fortune.
Um mehr ĂŒber Vertex zu erfahren, besuchen Sie www.vrtx.com/de-de/.
Quellen: 1 Ladis V et. al. Eur J Haematol 2011;86(4):332-8; 2 Biffi A. N Engl J Med 2018;378:1551-1552
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GeschĂ€ftsfĂŒhrender Gesellschafter
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